Girls’ boarding school; Mädchenpensionat Marianne von Werefkin (1860-1938)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Marianne von Werefkin – Girls’ boarding school; Mädchenpensionat
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Im Zentrum des Geschehens befindet sich eine Gruppe von jungen Frauen und Mädchen, die in weißen Kleidern zusammengekauert sind. Einige sitzen auf Stühlen oder Bänken, andere stehen dicht gedrängt. Ihre Körperhaltung wirkt angespannt, fast ängstlich. Die Gesichter sind nur schematisch angedeutet, was ihre Individualität verschwimmt und sie zu einer homogenen Masse werden lässt.
Eine ältere Dame mit grauem Haar, gekleidet in dunklerer Kleidung, sitzt inmitten der Gruppe auf einem Stuhl und scheint eine leitende Rolle einzunehmen. Sie wirkt ernst und beobachtend, fast distanziert von den jungen Frauen um sie herum. Ihre Haltung deutet auf Autorität hin, doch auch auf eine gewisse Müdigkeit oder Sorge.
Ein großes Fenster mit mehreren Sprossen nimmt einen erheblichen Teil des Hintergrunds ein. Durch die Scheiben blickt man auf eine verschwommene Landschaft, vermutlich einen Garten oder Park. Die Außenwelt wirkt jedoch fern und unerreichbar, was die Enge und Isolation der Mädchen im Pensionat unterstreicht.
Die Farbgebung ist gedämpft und harmonisch, dominiert von Weiß-, Beige- und Brauntönen. Dies verstärkt den Eindruck einer beengten, fast klaustrophobischen Atmosphäre. Die wenigen Farbtupfer in Form von Hüten oder Kleidern lenken die Aufmerksamkeit kurzzeitig ab, tragen aber letztlich dazu bei, die Gesamtwirkung der Szene zu unterstreichen.
Die Darstellung wirkt weniger wie eine realistische Abbildung als vielmehr wie eine Impression einer bestimmten Stimmung. Es scheint, als ob der Künstler nicht primär an der genauen Wiedergabe des Raumes oder der Personen interessiert war, sondern vielmehr an der Vermittlung eines Gefühls von Anspannung, Erwartung und vielleicht auch Melancholie. Die schematische Darstellung der Gesichter und Körper deutet auf eine Entpersönlichung hin, die möglicherweise die Uniformität und den Druck repräsentiert, dem die Mädchen in dieser Institution ausgesetzt sind. Es liegt ein Hauch von Verlassenheit und Sehnsucht in der Luft, verstärkt durch den Blick nach draußen, der jedoch keine Befreiung verspricht.