The Full Moon Marianne von Werefkin (1860-1938)
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Marianne von Werefkin – The Full Moon
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Zentrales Element ist der vollumfängliche Mond, dessen gleißende Helligkeit einen starken Kontrast zum Dunkel der Umgebung bildet und gleichzeitig eine gewisse Unheimlichkeit hervorruft. Er wirkt fast wie ein Beobachter, der die Szene unter sich aus einer distanzierten Perspektive betrachtet.
Am Ufer sind mehrere Figuren zu erkennen. Eine Gruppe scheint gerade dabei zu sein, ein Boot ins Wasser zu setzen oder herauszuholen. Die Personen sind nur schematisch dargestellt und wirken verloren in der Weite der Landschaft. Ihre Gesten sind schwer zu deuten, was eine gewisse Ambivalenz erzeugt – sind sie auf dem Weg, oder kehren sie zurück?
Die Segelboote im Vordergrund verstärken den Eindruck von Bewegung und Sehnsucht. Sie scheinen sich in die Dunkelheit des Wassers fortzusetzen, weg vom Betrachter, hin zu einem unbekannten Ziel. Die Spiegelung der Boote auf der Wasseroberfläche erzeugt eine optische Täuschung und trägt zur surrealen Wirkung des Bildes bei.
Die Komposition ist von einer gewissen Monumentalität geprägt. Die hohen Felswände wirken bedrohlich und einschüchternd, während das Wasser eine unendliche Tiefe suggeriert. Insgesamt vermittelt die Darstellung ein Gefühl der Isolation, der Melancholie und vielleicht auch der Sehnsucht nach etwas Unbegreiflichem. Es entsteht der Eindruck einer Welt, in der menschliche Existenz im Angesicht der Natur verloren geht. Die Farbgebung und die vereinfachte Formensprache tragen dazu bei, eine Stimmung von intensiver Emotionalität zu erzeugen, die weit über eine bloße Landschaftsdarstellung hinausgeht.