The Geographer Johannes Vermeer (1632-1675)
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Johannes Vermeer – The Geographer
Ort: Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt am Main.
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BEMERKUNGEN: 1 Ответы
Geograph. Gemälde von Jan Vermeer
Boris Hanin
Seine Gesichtszüge sind leicht verschwommen,
ein Eindruck von Bewegung begleitet ihn dabei.
Er trägt einen Kimono –
die typische Kleidung der Gelehrten jener Zeit.
Er ist ein Geograph, gebeugt über eine Karte,
mit einem Zirkel in der Hand.
Er verändert damit immer wieder den Kurs,
und zeichnet Wege auf der Karte aus. In der Ferne
sehen wir Schemata, einen Globus, einen Alidaden –
alles vertraute Gegenstände für ihn,
mit denen er Hindernisse überwindet,
indem er sie auf der Karte umgeht.
Der Geograph hält mit einer Hand ein Buch fest,
als ob er es jeden Moment öffnen wollte:
um seine Vermutungen zu bestätigen,
und seine Entdeckung zu untermauern.
Er ist versunken in die Tiefe der Forschung:
seine müden Augen sind zusammengekniffen,
im Prozess des Studiums, der Erkenntnis,
der Entdeckung, die er noch nicht erkannt hat.
Ein Moment der Erleuchtung wird selten erlebt,
und kommt nur selten zu Besuch bei uns.
Hier verbinden sich oft Zweifel
mit Inspiration und einem Hauch von Klarheit.
Die Dynamik des Bildes wird vermittelt
durch die Pose der Figur auf der Leinwand,
durch die Gegenstände und den Schatten,
die der Künstler diagonal an die Wand bringt.
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Das Licht fällt dramatisch von einem Fenster ein, das sich im oberen linken Bereich des Bildes befindet. Die gleissende Helligkeit erzeugt einen starken Kontrast zur Dunkelheit im Rest des Raumes und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Person und ihre Arbeit. Die Lichtführung betont die dreidimensionale Form des Gelehrten und erzeugt einen starken Eindruck von Tiefe.
Der Raum selbst ist spärlich möbliert. Auf einer kleinen, dunklen Kommode stehen ein Globus und verschiedene andere Instrumente, die auf die Beschäftigung mit Geographie und Navigation hindeuten. Eine weitere Karte ist an der Wand aufgehängt, und ein offenes Buch liegt auf einem kleinen Tisch vor ihm. Alles in allem wirkt die Einrichtung schlicht, aber dennoch reich an Symbolik.
Der Künstler hat hier eine Atmosphäre der Intellektualität und des Studiums geschaffen. Die Dunkelheit, die den Gelehrten umgibt, könnte die Isolation und die Fokussierung auf seine Arbeit symbolisieren. Die Helligkeit des Lichtes könnte Wissen, Erleuchtung oder die Wahrheit repräsentieren, nach der er sucht. Die Präsenz des Globus und der Karten deutet auf die Erforschung unbekannter Gebiete und die Sehnsucht nach Erkenntnis hin.
Es könnte interpretiert werden, dass das Bild nicht nur die Tätigkeit des Gelehrten darstellt, sondern auch eine Metapher für die menschliche Suche nach Wissen und Verständnis ist. Die Konzentration und Hingabe des Mannes, die durch die Lichtsetzung und die Komposition hervorgehoben werden, vermitteln ein Gefühl von Ehrfurcht vor dem intellektuellen Streben. Die Jahreszahl 1668 auf dem Globus liefert einen Anker in der Zeit und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Epoche, in der das Werk entstanden ist.