David, Jacques Louis – Catherine-Marie-Jeanne Tallard (1772-1825), wife of Francois Lamy, mayor of Sougere/Yonne. Painted 1795 Canvas, 64 x 54 cm R.F.1740 Part 2 Louvre
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Die Frau trägt eine aufwändige, weiße Haube, die mit Rüschen und Stoffbahnen verziert ist. Diese Kopfbedeckung deutet auf eine gewisse gesellschaftliche Stellung hin, mag aber auch ein modisches Element ihrer Zeit darstellen. Ihr Kleid ist schlicht gehalten, mit einem dunklen Oberteil und einem hellen, leicht transparenten Ärmel, der einen Teil ihres Arms freilegt. Die Haltung ist entspannt und wirkt natürlich. Sie blickt direkt in die Kamera, was eine gewisse Intimität und Offenheit suggeriert. Ein leichtes Lächeln umspielt ihre Lippen, was einen Eindruck von Freundlichkeit und Selbstsicherheit vermittelt.
Der Malstil ist geprägt von einer feinen Beobachtungsgabe und einer detailreichen Ausführung. Besonders das Licht fällt auf ihre Haut und die Textilien, wodurch eine plastische Wirkung entsteht. Die Farbgebung ist gedeckt und warm, mit einem Schwerpunkt auf Weiß-, Beige- und Brauntönen. Der dunkle Hintergrund verstärkt die Wirkung des Lichts und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gesichtszüge der Frau.
Im Hinblick auf die Zeit, in der das Werk entstand, lässt sich vermuten, dass es sich um ein Porträt einer bürgerlichen Dame handelt. Die schlichte Kleidung im Vergleich zur aufwändigen Haube könnte auf einen gesellschaftlichen Wandel hindeuten, der zu einer Reduzierung der Prunkformen tendiert, während gleichzeitig der persönliche Charakter und die Individualität betont werden. Die direkte Blickrichtung und das freundliche Lächeln lassen zudem auf ein Bestreben schließen, einen positiven Eindruck zu hinterlassen und die eigene Persönlichkeit zu präsentieren. Es könnte auch eine subtile Aussage über die Rolle der Frau in der Gesellschaft dieser Zeit enthalten, indem die Künstlerin eine selbstbewusste und würdevolle Darstellung wählt. Die Signatur des Künstlers am unteren Bildrand bestätigt den Wert und die Provenienz des Werkes.