A Young Man Shouting; Un Jeune Homme Hurlant Camillo Procaccini (1561-1629)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Camillo Procaccini – A Young Man Shouting; Un Jeune Homme Hurlant
Ort: Private Collection
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Darstellung der Physiognomie ist bemerkenswert: die Zähne sind weit geöffnet, die Mundwinkel nach unten gezogen, und die Muskeln im Gesicht wirken angespannt. Die feinen Linien, mit denen das Haar gezeichnet wurde, suggerieren Bewegung und Unruhe – ein Spiegelbild des inneren Aufruhrs. Die Darstellung der Haut ist nicht idealisiert; sie wirkt rau und unvollkommen, was dem Bild eine gewisse Authentizität verleiht.
Der Mann trägt eine Art Tuch oder Umhang, dessen weiche Konturen im Gegensatz zum expressiven Gesicht stehen. Dieses Element könnte als Symbol für die Maske dienen, die wir oft vor die Welt stellen, oder aber auch als Hinweis auf eine soziale Konvention, der sich der Mann zu widersetzen scheint.
Die Farbgebung ist gedämpft und zurückhaltend; die Verwendung von Sepia-Tönen erzeugt eine melancholische Atmosphäre. Das Licht fällt schräg auf das Gesicht, wodurch bestimmte Bereiche stärker hervorgehoben werden – insbesondere die Augenbrauen und die Lippen, was die Dramatik des Schrei noch unterstreicht.
Die Zeichnung lässt Raum für Interpretationen. Es könnte sich um einen Moment der persönlichen Krise handeln, eine Reaktion auf Ungerechtigkeit oder vielleicht auch ein Ausdruck existenzieller Angst. Der Betrachter wird dazu angeregt, über die Ursachen dieses Ausbruchs nachzudenken und sich mit den komplexen Emotionen auseinanderzusetzen, die in dem Gesicht zum Ausdruck kommen. Die Zeichnung ist weniger eine Abbildung einer konkreten Situation als vielmehr eine Studie über menschliche Leidenschaft und ihre zerstörerische Kraft.