Visita in bautta. (1760). Venezia, Ca Rezzonico. Pietro Longhi (1701-1785)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Pietro Longhi – Visita in bautta. (1760). Venezia, Ca Rezzonico.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Komposition ist ruhig und formell, was auf eine inszenierte Situation hindeutet. Die Personen sind statisch angeordnet, wodurch ein Eindruck von Würde und Repräsentation entsteht. Der Mann im Mittelpunkt hält eine Serviette oder ein Tuch in der Hand, möglicherweise im Akt des Essens oder des Polierens, was die Szene mit einem Hauch von Alltäglichkeit versieht, der aber durch die feinen Gewänder und die formale Anordnung wieder relativiert wird.
Ein besonderes Augenmerk verdient der Hintergrund. Ein auf einem Sockel stehender Halbporträt einer Person, vermutlich eines männlichen Familienmitglieds, befindet sich rechts. Darüber hängt ein Spiegel mit einem religiösen Motiv. Diese Elemente verleihen der Szene eine zusätzliche Ebene der Bedeutung. Der Spiegel kann als Symbol für das Selbstbewusstsein und die gesellschaftliche Position der Familie interpretiert werden, während das religiöse Motiv auf die Bedeutung von Glauben und Moral in der venezianischen Gesellschaft hinweist.
Die dunklen, warmen Farbtöne, insbesondere das Rot und Schwarz, verstärken den Eindruck von Wohlstand und Autorität. Der Raum selbst wirkt etwas beengt, was die Intimität der familiären Szene unterstreicht.
Die Szene evoziert eine Atmosphäre des gesellschaftlichen Anstands und des bürgerlichen Lebensstils im 18. Jahrhundert Venedig. Es wird der Eindruck vermittelt, dass hier eine Familie dargestellt wird, die ihren Status und ihre Position in der Gesellschaft zur Schau stellt. Die subtile Interaktion zwischen den Personen lässt auf eine etablierte soziale Ordnung schließen, in der jeder eine feste Rolle einnimmt. Die Anwesenheit des Bediensteten erinnert an die soziale Hierarchie der Zeit und die Abhängigkeit des Wohlstands von der Arbeit anderer.