The Tooth Puller Pietro Longhi (1701-1785)
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Pietro Longhi – The Tooth Puller
Ort: Pinacoteca di Brera, Milano.
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Um diese zentrale Handlungsgruppe herum hat sich eine vielfältige Gesellschaft versammelt. Dazu gehören sowohl wohlhabende Damen in aufwendiger Kleidung und venezianischen Masken als auch bürgerliche Personen in schlichteren Gewändern. Kinder sind ebenfalls anwesend, einige zeigen großes Interesse an dem Vorgang, andere scheinen gelangweilt oder verängstigt zu sein. Eine Frau in dunkler Kleidung sitzt auf einem Hocker und hält ein schlafendes Kind im Arm. Ein weiterer Junge betrachtet aufgeregt ein großes, unvollständiges Gemälde, das an einer Staffelei steht.
Die Farbgebung ist gedämpft, dominiert von Braun-, Grau- und Beigetönen. Diese Farbwahl verstärkt den Eindruck von Realismus und verleiht der Szene eine gewisse Patina der Zeit. Die Beleuchtung ist ungleichmäßig, was die Aufmerksamkeit auf die zentralen Figuren lenkt und gleichzeitig einen gewissen Schattenwurf erzeugt, der die Atmosphäre zusätzlich verdichtet.
Mehrere Subtexte lassen sich aus dieser Darstellung ableiten. Die Mischung aus unterschiedlichen sozialen Schichten deutet auf eine öffentliche Darbietung des medizinischen Eingriffs hin, möglicherweise eine Art Demonstration oder Lehrveranstaltung. Die Masken, die von einigen der Damen getragen werden, könnten auf die venezianische Tradition der Maskenbälle hinweisen und dem Ganzen eine gewisse Theatralik verleihen. Die Anwesenheit der Kinder lässt vermuten, dass der Eingriff als ein Spektakel betrachtet wird, ein Ereignis, das sowohl Neugier als auch Besorgnis hervorruft.
Das unvollständige Gemälde im Hintergrund könnte als Metapher für die Unvollständigkeit des menschlichen Wissens oder die Fragilität des Lebens interpretiert werden. Es könnte auch als Hinweis auf die künstlerische Praxis des Autors selbst verstanden werden, der die Realität so darstellt, wie sie ist, mit all ihren Unvollkommenheiten und Widersprüchen. Insgesamt hinterlässt die Darstellung den Eindruck einer Momentaufnahme des 18. Jahrhunderts, die uns einen Einblick in die Welt des medizinischen Fortschritts, des sozialen Lebens und der künstlerischen Beobachtung gewährt.