#04496 Xavier Gosé i Rovira (1876-1915)
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Xavier Gosé i Rovira – #04496
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Die Gesichtszüge sind kantig und wirken etwas gezeichnet, was einen Eindruck von Strenge und vielleicht auch Melancholie vermittelt. Die Augen sind nur angedeutet, doch der Blick scheint nachdenklich in die Ferne gerichtet zu sein. Der Mund ist schmal und leicht verzogen, was eine gewisse Distanziertheit suggeriert.
Die Kleidung der Frau wird ebenfalls sehr vereinfacht dargestellt; ein Mantel mit hochgeschlossenem Kragen fällt ins Auge. Die Linie des Mantels verläuft diagonal durch das Bild und lenkt den Blick in Richtung des unteren Randes.
Die Zeichnung wirkt wie eine Momentaufnahme, eingefangen in einer schnellen Skizze. Es entsteht der Eindruck von Spontaneität und unmittelbarer Beobachtung. Der Künstler scheint weniger an einer detailgetreuen Wiedergabe interessiert zu sein als vielmehr am Festhalten des charakteristischen Ausdrucks und der Persönlichkeit der Dargestellten.
Subtextuell könnte die Zeichnung eine Reflexion über gesellschaftliche Konventionen oder das Bild der Frau in einer bestimmten Epoche darstellen. Die strenge Kopfbedeckung und die distanzierte Mimik könnten auf einen gewissen Grad an Formalität und Zurückhaltung hindeuten, während die flüchtige Ausführung der Skizze gleichzeitig eine gewisse Verletzlichkeit offenbart. Es liegt ein Hauch von Geheimnis in dieser Darstellung; die Frau scheint ihre Gedanken hinter einer Fassade zu verbergen.