Workers, do not be afraid of high cost and NEP – buy cheap bread! In all shops and kiosks MOSSELPROMA a stone's throw from any house! (Rodchenko A., Mayakovsky V.) Soviet Posters (1917-1941)
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Über den Broten thront ein großes, auffälliges Schriftbild, das die Worte „TRUDJAЩИЕСЯ – NE СТРАШНЫ ДОРОГОВИЗНА И НЭП – ПОКУПАЙТЕ ДЕШЕВЫЙ ХЛЕБ!“ (Arbeitende – scheut euch nicht vor Teuerung und NEP – kauft günstiges Brot!) ankündigt. Die Schrift ist groß, fett und in einem kräftigen Rot gehalten, was die Dringlichkeit und Wichtigkeit der Botschaft unterstreicht. Darunter wird ein Rabatt von 15% auf „сеяный“ (gesät), „черный“ (schwarz) und „синий“ (blau) Brot gewährt.
Der Hintergrund des Plakats ist von einer dynamischen, diagonalen Streifenstruktur in Purpur und Weiß geprägt, die dem Ganzen eine gewisse Bewegung und Energie verleiht. Die schwarzen Ränder umschließen das Motiv und verstärken den Eindruck einer klaren, präzisen Botschaft.
Ein Blick auf die unteren Elemente des Plakats offenbart Logos und den Text „ВО ВСЕХ МАГАЗИНАХ И КИОСКАХ МОССЕЛЬПРОМА В ДВУХ ШАГАХ ОТ ЛЮБОГО ДОМА!“ (In allen Geschäften und Kiosken von Mosselprom – zwei Schritte von jedem Haus entfernt!). Dies deutet auf ein staatlich gesteuertes Vertriebsnetz hin, das darauf abzielt, die Versorgung der Bevölkerung mit grundlegenden Gütern, insbesondere Brot, sicherzustellen.
Die Unterströmungen dieses Werkes liegen in der historischen Kontextualisierung der NEP (Neue Wirtschaftspolitik) in der Sowjetunion der frühen 1920er Jahre. Die NEP versuchte, einen Übergang von der reinen Planwirtschaft hin zu einer stärker marktorientierten Wirtschaft zu ermöglichen. Das Plakat dient als Propaganda, die die Arbeiter dazu aufruft, trotz der Inflation und wirtschaftlichen Schwierigkeiten weiterhin zu konsumieren und sich auf das staatliche Angebot an Brot zu verlassen. Die Farbwahl, die geometrische Gestaltung und die klare Botschaft zeugen von dem damals aufkommenden Konstruktivismus, der auf Funktionalität, Klarheit und die Abstraktion von natürlichen Formen setzte. Die Verbindung von Kunst und Propaganda wird hier deutlich. Es ist nicht nur ein Werbeposter, sondern auch ein Instrument der politischen Meinungsbildung und der sozialen Kontrolle.