Flora Giuseppe Arcimboldo (1526-1593)
Giuseppe Arcimboldo – Flora
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Maler: Giuseppe Arcimboldo
Ort: Private Collection
Ein menschliches Porträt aus Blumen - so könnte man das Werk Flora von Giuseppe Arcimboldo beschreiben. Die Gesichtszüge und der Kragen sind aus Knospen und Blütenblättern gefertigt, während das Kleidungsstück selbst aus fließenden Blättern besteht. Auf dem Kopf befindet sich ein leuchtender Kranz mit einer roten Lilie in der Mitte. Unten am Kragen lugt eine gelbe Lilie wie eine Laterne hervor. Dabei hat sich das Porträt als lebendig entpuppt.
Beschreibung des Gemäldes Flora von Giuseppe Arcimboldo
Ein menschliches Porträt aus Blumen - so könnte man das Werk Flora von Giuseppe Arcimboldo beschreiben. Die Gesichtszüge und der Kragen sind aus Knospen und Blütenblättern gefertigt, während das Kleidungsstück selbst aus fließenden Blättern besteht.
Auf dem Kopf befindet sich ein leuchtender Kranz mit einer roten Lilie in der Mitte. Unten am Kragen lugt eine gelbe Lilie wie eine Laterne hervor. Dabei hat sich das Porträt als lebendig entpuppt. Die Augen haben einen ganz eigenen Ausdruck. Die Flora auf dem Porträt scheint uns zu beobachten. Das kann nur ein wahrer Meister der Malerei erreichen.
Die Frische und Originalität von Arcimboldos Ideen gefielen König Rudolf, der dieses Gemälde, das zu einem der späteren Werke des Künstlers wurde, erhalten sollte. Zuvor hatte er mit einem ähnlichen Thema experimentiert und Porträts aus den Gaben der Natur und verschiedenen Gegenständen geschaffen. So entstand sein berühmter Zyklus "Die Jahreszeiten". Es stimmt, dort wird hauptsächlich das Thema des Porträts eines Mannes ausgenutzt. Im Allgemeinen kommen im Genre des Porträtstilllebens bei Arcimboldo Männer viel häufiger vor.
Hier sehen wir eine lächelnde Frau. Ist das der Grund, warum die Blütenblätter so zart sind und so dicht beieinander liegen? Schließlich wollte der Autor genau den Körper einer Frau zeigen. Deshalb sollte es auch keine harten Übergänge geben. Sie sollte frei von jeglicher Brutalität sein. Es sollte eine echte Blumengöttin sein. Aber leider sieht sie alt aus: Die Konturen der Blumen sind wie Falten, aber auch das Gesicht einer alten Frau kann schön sein, wenn es von einem Lächeln und strahlenden Augen erhellt wird.
Flora ist keine alte Frau, sondern eher eine erfahrene Frau mittleren Alters. Das zeigt sich in ihrem Blick. Sie hat nicht den Eifer eines jungen Wesens; sie ist ausgeglichen, mit Freundlichkeit im Gesicht, aber es gibt einen Hauch von Ironie, wie ein Zwinkern in ihren Augen.
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Besondere Aufmerksamkeit erregt die Art und Weise, wie die Blumen die Gesichtszüge formen. Die Augen sind durch dunklere Blüten akzentuiert, während die Nase und der Mund aus länglicheren Blütenblättern geformt sind. Ein Kranz aus Blumen und Blättern umkrönt den Kopf, was den Eindruck einer Göttin oder einer personifizierten Naturkraft verstärkt.
Der Hintergrund ist dunkel und schlicht gehalten, was die Aufmerksamkeit voll und ganz auf die blumengedeckte Gestalt lenkt. Ein dunkles Band, möglicherweise aus Samt, verläuft quer über die Brust, und kontrastiert mit der hellen, blumigen Komposition.
Die Darstellung lässt verschiedene Interpretationsansätze zu. Es könnte eine Allegorie auf die Vergänglichkeit des Lebens und die Schönheit der Natur sein, in der der menschliche Körper auf seine elementare Verbindung zur Flora reduziert wird. Die Verschmelzung von Mensch und Natur deutet auf eine Symbiose hin, eine Einheit von Körper und Umwelt.
Ein weiterer möglicher Subtext ist die Reflexion über Identität und Individualität. Durch die Auflösung des Gesichtes in eine fließende, organische Form, scheint die individuelle Identität aufzulösen und in die größere Ordnung der Natur einzugehen. Die Blüten könnten hier als Metapher für die Vielfalt und Schönheit des Lebens stehen, während gleichzeitig der Verlust der persönlichen Kontur betont wird.
Die Wahl der Blumen ist ebenfalls bedeutsam. Unterschiedliche Arten können spezifische symbolische Bedeutungen tragen, die zur Gesamtaussage des Werkes beitragen. Insgesamt entsteht ein Bild, das sowohl fasziniert als auch verstörend wirkt – eine Meditation über Leben, Tod, Natur und die fragile Verbindung zwischen Mensch und Umwelt.