Maulbertsch Franz Anton (1724 Langenargen – 1796 Vienna) – Glorification of the Union of the Houses of Habsburg and Lorrain (107x163 cm) 1775 J. Paul Getty Museum
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Über dieser zentralen Szene erheben sich zahlreiche Engel und Putten, die in verschiedenen Posen dargestellt sind – einige scheinen zu segnen, andere tragen Wappen oder Symbole. Die Komposition ist dynamisch; die Figuren wirken in Bewegung, als ob sie gerade in den Himmel aufsteigen oder eine feierliche Prozession durchführen. Das Licht fällt dramatisch von oben herab und betont bestimmte Bereiche der Szene, wodurch ein Gefühl von Erhabenheit und Göttlichkeit entsteht.
Die Farbgebung ist warm und leuchtend, mit einem dominanten Einsatz von Goldtönen, die den Eindruck von Reichtum und Pracht verstärken. Die Wolkenlandschaft im Hintergrund ist diffus gehalten, was die Figuren stärker hervorhebt und eine Art himmlischen Rahmen schafft.
Subtextuell scheint es sich um eine Verherrlichung einer dynastischen Verbindung zu handeln. Die Wappen und Symbole, die von den Engeln getragen werden, deuten auf die Vereinigung zweier bedeutender Häuser hin. Es ist wahrscheinlich, dass das Werk dazu diente, die Legitimität und Macht dieser Verbindung zu unterstreichen und eine positive Botschaft über Stabilität und Kontinuität zu vermitteln. Die Darstellung der Figuren in einer idealisierten Form und die Betonung des himmlischen Kontextes verleihen dem Ereignis einen fast mythischen Charakter. Es wird ein Bild von göttlicher Gunst und königlichem Erbe konstruiert, das dazu dienen soll, die Herrschaft zu legitimieren und die Loyalität des Betrachters zu gewinnen. Die gesamte Inszenierung wirkt wie eine sorgfältig choreografierte Huldigung, die auf den Ruhm und die Macht der dargestellten Personen abzielt.