#38037 Egon Schiele (1890-1918)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Egon Schiele – #38037
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Das auffälligste Element des Werkes ist zweifellos das Kleid. Es besteht aus einer Vielzahl von horizontalen Streifen in leuchtenden Farben – Rot, Grün, Gelb, Blau – die sich dicht aneinanderreihen und einen dynamischen, fast vibrierenden Effekt erzeugen. Die Streifen sind nicht gleichmäßig verteilt; ihre Breite variiert, was dem Kleid eine gewisse Unruhe verleiht. Darunter trägt sie ein weißes Hemd mit Rüschen am Ausschnitt, das den kräftigen Farben des Kleides einen Kontrast setzt und die Silhouette betont.
Die Frau blickt direkt in die Betrachterperspektive. Ihr Blick ist ernst, fast herausfordernd, doch gleichzeitig schwingt eine gewisse Melancholie mit. Die Lippen sind leicht geöffnet, als ob sie kurz davor wäre, etwas zu sagen. Ihre Haltung ist aufrecht, aber nicht steif; sie wirkt präsent und selbstbewusst.
Der Hintergrund ist bewusst reduziert gehalten, um die Figur hervorzuheben. Der sandfarbene Ton erzeugt eine Atmosphäre der Distanz und des Schweigens. Die Malweise ist flächig und linear, mit deutlichen Pinselstrichen, die die Oberfläche strukturieren. Es entsteht ein Eindruck von Einfachheit und Klarheit, der jedoch durch die Komplexität des Kleides kontrastiert wird.
Subtextuell könnte das Werk als eine Auseinandersetzung mit Identität und Repräsentation interpretiert werden. Das farbenprächtige Kleid könnte als Ausdruck einer inneren Lebendigkeit oder eines Wunsches nach Aufmerksamkeit gelesen werden, während der blasse Körper und der ernste Blick auf eine gewisse Verletzlichkeit hindeuten. Die Frontalität der Darstellung verleiht dem Bild eine direkte Konfrontation mit dem Betrachter, die Fragen nach Rolle und Selbstverständnis aufwirft. Es scheint, als ob die dargestellte Frau sich selbst in ihrer Gesamtheit – sowohl Stärke als auch Schwäche – präsentiert.