#37963 Egon Schiele (1890-1918)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Egon Schiele – #37963
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Die Pose ist bemerkenswert: Der Oberkörper ist leicht nach vorne geneigt, ein Arm ruht entspannt auf der Hüfte, während der andere in einer unbestimmten Geste vor dem Körper gehalten wird. Der Blick des Kindes ist direkt und intensiv, fast herausfordernd. Es wirkt weder traurig noch ängstlich, sondern eher beobachtend und distanziert.
Die Farbgebung trägt wesentlich zur Wirkung des Werkes bei. Der warme Hintergrund kontrastiert mit der Blässe der Haut und verstärkt den Eindruck von Isolation und Fragilität. Die sparsame Verwendung weißer Farbtöne für die Unterwäsche lenkt kurzzeitig vom Gesamteindruck der Schwächlichkeit ab, bevor der Blick wieder auf die dünnen Gliedmaßen fällt.
Subtextuell könnte das Werk als Kommentar zu gesellschaftlichen Bedingungen interpretiert werden, die Kinder in eine prekäre Lage bringen. Die Darstellung des Kindes als fast skelettartig erinnert an Hunger und Mangelernährung. Gleichzeitig vermittelt der direkte Blick eine gewisse Stärke und Widerstandsfähigkeit – ein Ausdruck von Überleben trotz widriger Umstände. Es ist nicht nur eine Darstellung körperlicher Schwäche, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der psychischen Belastung, die solche Bedingungen mit sich bringen könnten. Die Abwesenheit jeglicher Umgebung verstärkt den Fokus auf das Individuum und seine innere Haltung angesichts von Leid.