Man and Wife Peter Baumgartner (1834-1911)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Peter Baumgartner – Man and Wife
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Ihm gegenüber steht eine Frau, die ihm offenbar etwas anzubieten scheint. Sie hält ein Tablett mit einer Tasse oder einem ähnlichen Gefäß in der Hand und ihr Blick ist auf den Mann gerichtet. Ihre Körperhaltung wirkt dabei weniger besorgt als eher pragmatisch, fast distanziert. Die Kleidung – das schlichte Kleid mit der Schürze – deutet auf ihre Rolle als Hausfrau hin, die für den Unterhalt des Haushalts und die Pflege ihres Mannes verantwortlich ist.
Der Raum selbst ist spartanisch eingerichtet. Ein großes Bett dominiert den Hintergrund, dessen üppige Vorhänge einen Kontrast zur Kargheit des restlichen Raumes bilden. An der Wand hängen mehrere Bilder in Rahmen, was auf eine gewisse bürgerliche Herkunft der Bewohner schließen lässt. Die Beleuchtung ist gedämpft und erzeugt eine melancholische Atmosphäre.
Die Komposition der Szene legt nahe, dass es sich um einen Moment der Abhängigkeit handelt. Der Mann ist körperlich geschwächt und benötigt die Hilfe seiner Frau. Gleichzeitig scheint zwischen den beiden eine gewisse emotionale Distanz zu bestehen. Die Frau agiert routiniert, ohne dabei nennenswerte Zuneigung oder Mitgefühl zu zeigen.
Die subtextuelle Ebene dieser Darstellung könnte sich um das Thema der Ehe und der Rollenverteilung im 19. Jahrhundert drehen. Hier wird nicht die romantische Vorstellung einer harmonischen Partnerschaft gezeigt, sondern ein realistischeres Bild des Zusammenlebens, in dem Pflicht und Verantwortung eine größere Rolle spielen als Zärtlichkeit und Nähe. Die Szene wirft Fragen nach der Last der Pflege, der Erwartungshaltung an Frauen und der möglichen Entfremdung innerhalb einer Ehe auf. Es ist eine Momentaufnahme, die mehr sagt als tausend Worte – ein stiller Kommentar zu den komplexen Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens.