Portrait of Annie Miller George Price Boyce (1826-1897)
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George Price Boyce – Portrait of Annie Miller
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Die junge Frau trägt ihr Haar kurz geschnitten, was für die Zeit um 1900 ungewöhnlich war und auf eine gewisse Unkonventionalität oder einen Wunsch nach Modernität hindeuten könnte. Die Haare fallen in weichen Linien über den Nacken und wirken fast schon wild, stehen aber im Kontrast zur ruhigen, fast melancholischen Ausstrahlung des Gesichts.
Das Gesicht ist sorgfältig gezeichnet. Die feinen Linien um die Augen und den Mund lassen auf eine gewisse Sensibilität schließen. Der Blick ist nach vorn gerichtet, wirkt jedoch in sich gekehrt und nachdenklich. Es entsteht der Eindruck einer inneren Beschäftigung, einer stillen Kontemplation.
Die Zeichnung ist von einer gewissen Einfachheit geprägt. Die fehlende Farbgebung verstärkt die Konzentration auf die Form und die charakteristischen Züge des Porträtierten. Der Künstler hat sich bemüht, die Persönlichkeit der Frau einzufangen, nicht durch übertriebene Details oder theatralische Posen, sondern durch eine subtile Darstellung ihrer Physiognomie.
Die leichte Tönung des Papiers und die sichtbaren Bleistiftstriche verleihen dem Bild eine gewisse Natürlichkeit und Spontaneität. Es wirkt weniger wie ein fertiges Kunstwerk als vielmehr wie eine Studie, eine Momentaufnahme einer besonderen Begegnung. Man könnte vermuten, dass es sich um eine Vorstudie für ein weiteres Werk handelt oder um eine persönliche Erinnerung des Künstlers an die dargestellte Person.
Die Zeichnung suggeriert eine gewisse Intimität und Nähe zum Modell. Es entsteht der Eindruck, als ob wir Zeugen eines privaten Moments geworden sind, einer stillen Betrachtung einer jungen Frau, deren inneres Leben sich dem Betrachter nur erahnen lässt.