Dore, Gustave – Tavern in Whitechapel Hermitage ~ part 04
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Hermitage ~ part 04 – Dore, Gustave - Tavern in Whitechapel
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Der Blick fällt zunächst auf eine Gruppe Männer, die sich in unterschiedlichen Verfassung zeigen. Einige sitzen an Tischen, andere stehen umher, wieder andere scheinen in tiefer Kontemplation versunken zu sein. Ihre Gestalten sind grob skizziert, wirken fast gespenstisch im diffusen Licht. Die Kleidung variiert – von einfachen Hemden und Westen bis hin zu einem Mann mit Zylinder, der sich etwas abseits positioniert hat und eine gewisse Distanz zur Menge bewahrt.
Die Komposition ist interessant: Der Raum scheint in zwei Bereiche geteilt zu sein. Links eine lockere Ansammlung von Personen, die miteinander interagieren oder scheinbar ihre eigenen Gedanken verfolgen. Rechts ein geschlossenerer Bereich, der durch eine Art Trennwand oder Bar abgegrenzt wird, wo sich weitere Gestalten drängen und eine fast klaustrophobische Enge entsteht.
Die Farbgebung verstärkt den Eindruck von Verlassenheit und sozialem Niedergang. Die bräunlichen Töne wirken erdend und erdrückend, während die Gesichter der Personen im Schatten verborgen bleiben, was ihre Identität und ihren Charakter ungreifbar macht. Es entsteht ein Gefühl des Unbehagens, eine Andeutung von Armut und Verzweiflung.
Die Darstellung ist nicht auf eine detaillierte Wiedergabe aus, sondern vielmehr auf die Erfassung einer Stimmung, eines Moments der Einsamkeit und Entfremdung. Der Künstler scheint weniger an der individuellen Schilderung interessiert zu sein als vielmehr an der Gesamtwirkung des Raumes und der darin befindlichen Menschen. Es liegt eine gewisse Distanz in der Darstellung vor, ein Beobachterblick auf eine soziale Realität, die nicht unbedingt positiv bewertet wird. Die Szene deutet auf einen Ort des Rückzugs hin, vielleicht auch der Hoffnungslosigkeit, wo Menschen sich versammeln, um dem Alltag zu entfliehen oder einfach nur, um nicht allein zu sein.