Nature #311 Rien Poortvliet (1932-1995)
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Rien Poortvliet – Nature #311
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Der Künstler hat sich für einen losen, impressionistischen Malstil entschieden. Die Pinselstriche sind sichtbar und dynamisch, was dem Tier eine gewisse Bewegung und Lebendigkeit verleiht. Die Konturen sind nicht scharf definiert, sondern verschwimmen ineinander, was den Eindruck einer flüchtigen Momentaufnahme erweckt. Das Licht fällt von vorne auf das Pferd, wodurch die Muskelstruktur betont wird und ein plastischer Körperbau entsteht. Die Mähne und der Schweif wirken wild und ungezügelt, was dem Tier eine gewisse Unberechenbarkeit verleiht.
Hier weisen wir eine gewisse Schwere in der Darstellung fest; es ist kein agiles oder verspieltes Pferd, sondern eines von Kraft und Ausdauer. Die leicht gesenkte Kopfhaltung könnte als Zeichen von Müdigkeit oder Nachdenklichkeit interpretiert werden. Der Blick des Tieres ist schwer zu deuten – er scheint weder den Betrachter direkt anzusehen noch etwas Bestimmtes zu fixieren. Dies trägt zur rätselhaften Aura der Darstellung bei.
Subtextuell könnte das Bild als Metapher für die Beziehung zwischen Mensch und Natur gelesen werden. Das Pferd, ein Symbol für Freiheit und Wildheit, wird hier in einer fast schon domestizierten Form dargestellt. Es ist gefangen im Bild, so wie auch die Natur zunehmend vom Menschen kontrolliert und genutzt wird. Die zurückhaltende Farbgebung und die melancholische Stimmung könnten zudem auf eine Auseinandersetzung mit dem Verlust der natürlichen Umgebung hinweisen. Die Abwesenheit jeglicher Landschaft oder Kontext deutet darauf hin, dass es um das Wesen des Tieres selbst geht, jenseits seiner Umwelt. Es ist ein Porträt, das mehr als nur die äußere Erscheinung erfasst; es versucht, eine innere Wahrheit zu vermitteln.