#07023 Vilhelm Hammershoi (1864-1916)
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Vilhelm Hammershoi – #07023
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Der Blick der Dargestellten ist direkt zum Betrachter gerichtet, doch er verrät wenig über ihre Gedankenwelt. Es liegt eine gewisse Distanz darin, ein Ausdruck stiller Kontemplation oder vielleicht auch Melancholie. Die Gesichtszüge sind markant und wirken fast schon grob gezeichnet, was einen Eindruck von Authentizität und Unverstelltheit vermittelt.
Die Farbpalette ist reduziert auf dunkle, erdige Töne – Grau-, Braun- und Schwarztöne dominieren das Bildfeld. Diese monochrome Gestaltung verstärkt die Atmosphäre der Stille und des Nachdenkens. Das Licht fällt schräg auf die Frau ein, wodurch bestimmte Gesichtszüge hervorgehoben werden, während andere im Schatten liegen bleiben. Dies erzeugt eine gewisse Dramatik und lenkt den Blick des Betrachters auf ihre Augen und ihren Mund.
Die Komposition ist schlicht gehalten. Die Frau nimmt fast das gesamte Bild auszufüllen scheinende Raum ein, was ihr eine monumentale Wirkung verleiht. Der Tisch dient als horizontaler Ankerpunkt, der die Szene stabilisiert. Die kleine Tasse im Vordergrund wirkt fast unscheinbar, könnte aber symbolisch für einen Moment der Einkehr oder des Innehaltens stehen.
Subtextuell scheint das Werk von einer Auseinandersetzung mit dem menschlichen Dasein und seinen Abgründen zu handeln. Es ist ein Porträt, das nicht auf eine oberflächliche Darstellung des Äußeren abzielt, sondern vielmehr versucht, die innere Welt der Frau zu erfassen. Die Stille und die Dunkelheit des Bildes können als Ausdruck von Isolation oder auch von innerer Zerrissenheit interpretiert werden. Es entsteht ein Eindruck von Einsamkeit, doch gleichzeitig auch von einer gewissen Würde und Selbstbeherrschung.