Gelder, Aert de – Hermanus Boerhaave (1668-1738). Hoogleraar in de geneeskunde te Leiden met zijn vrouw Maria Drolenvaux (1686-1746) en dochtertje Johanna Maria (1712-1791), 1720-1725 Rijksmuseum: part 4
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Die Frau rechts, vermutlich seine Ehefrau, trägt ein elegantes Kleid in einem hellen Farbton. Ihr Blick ist nachdenklich, fast melancholisch, und sie scheint sich leicht von ihrem Gemahl abzuwenden. Die Darstellung ihrer Haltung lässt auf eine innere Welt schließen, die über das bloße Abbild einer glücklichen Hausfrau hinausgeht. Das Detail der zarten Spitze an ihrem Kleid unterstreicht ihren gesellschaftlichen Status.
Zwischen den beiden Erwachsenen sitzt ein junges Mädchen, vermutlich ihre Tochter. Sie ist in einem blassblauen Kleid gekleidet und ihr Blick ist auf den Betrachter gerichtet. Ihre Pose wirkt etwas steif und unnatürlich, was möglicherweise darauf hindeutet, dass sie für die Darstellung inszeniert wurde. Die Anordnung der Figuren suggeriert eine hierarchische Ordnung innerhalb der Familie, wobei der Mann als Oberhaupt dargestellt wird.
Der Hintergrund ist dunkel gehalten und lässt die Figuren stärker hervortreten. Durch das Fenster im Hintergrund sind schemenhaft Gebäude erkennbar, was auf einen städtischen Kontext hindeutet. Der dunkle Hintergrund verstärkt den Eindruck von Intimität und Konzentration auf die dargestellten Personen.
Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft und zurückhaltend, was der Darstellung eine gewisse Würde verleiht. Die Lichtführung betont die Gesichter der Figuren und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ihre individuellen Ausdrücke. Es entsteht ein Eindruck von Stabilität und Kontinuität, aber auch von einer gewissen emotionalen Distanz. Die Komposition wirkt formal und repräsentativ, was typisch für Porträts dieser Zeit ist, in denen es darum ging, den gesellschaftlichen Status der Dargestellten zu dokumentieren. Die subtilen Nuancen in den Gesichtsausdrücken lassen jedoch vermuten, dass hinter der Oberfläche eine komplexere Realität verborgen liegt.