Ugolino and Gaddo Gustave Dore (1832-1883)
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Gustave Dore – Ugolino and Gaddo
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Zentral steht eine Figur, offenbar ein älterer Mann mit markantem Gesichtsausdruck, dessen Blick starr nach oben gerichtet ist. Er scheint sich an etwas festzukrallen, das außerhalb des Bildausschnitts liegt – möglicherweise an einer Felswand oder einem Überhang. Ein jüngerer Mann, vermutlich sein Sohn, hängt an seinen Armen, seine Gestalt in der Bewegung eingefangen und von dem älteren Mann abhängig. Die Körperhaltung beider Figuren drückt eine immense Anstrengung aus; die Muskeln sind angespannt, die Gliedmaßen scheinen sich zu winden.
Die Textur des Bildes ist rau und unregelmäßig, was durch die dichte Schraffierung erzeugt wird. Diese Technik verstärkt den Eindruck von Härte und Bedrohung. Die Umgebung wirkt wie eine natürliche Höhle oder ein Felsabhang, der mit groben Unebenheiten übersät ist. Die Dunkelheit umgibt die Figuren fast vollständig, was ihre Isolation und ihren Kampf gegen eine überwältigende Situation betont.
Subtextuell deutet das Werk auf einen Moment extremer Not hin, möglicherweise eine Flucht oder ein Versuch, einer Gefahr zu entkommen. Die Beziehung zwischen den beiden Männern – Vater und Sohn – wird durch die physische Abhängigkeit hervorgehoben. Der ältere Mann verkörpert Stärke und Verantwortungsbewusstsein, während der jüngere Mann auf ihn angewiesen ist. Die Anstrengung des Vaters lässt erahnen, dass er nicht nur seinen eigenen Körper, sondern auch das Leben seines Sohnes bewahrt. Die Orientierung nach oben könnte als Symbol für Hoffnung oder den Wunsch nach Befreiung interpretiert werden, obwohl die düstere Umgebung diese Hoffnung zu relativieren scheint. Die Darstellung ist von einer tiefen Melancholie und einem Gefühl der Ausweglosigkeit geprägt.