The Last Judgement Hieronymus Bosch (1450-1516)
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Hieronymus Bosch – The Last Judgement
Ort: Groeninge Museum (Musée Groeninge), Bruges.
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THALER (Münzen)
Fragmente vergangener Zeiten –
Die Materialität der Taten,
Und das Nachleuchten starker Körper…
(Unsterbliche Muscheln –
Sie ahnen nicht,
Dass sie leben – uns ist es schwerer.)
Einem Thaler gehören einst
(Tage sind schlimmer als Ideen –
Die Tage vergehen)
Nun uns.
Der Schlag eines Dolchs,
Veränderte die Summe der Linien
Durch die Stadt…
Stell dir vor, wer im Zorn schlug!
Der Herrscher ist offensichtlich alt.
Soll ich das Vergangene verstehen,
Oder du, mein ferner Freund?
Wir kennen nicht die Realität,
Die um uns herum existiert:
Wir leben nur am Rande,
Wie man sich vorstellen kann,
Berühren sie.
Und wie viele Wege
Erzeugen Neid in der Seele?
Oh, Thaler vergangener Zeiten
Mächtiger Imperien!
Ich höre das Rauschen von Fahnen,
Ich sehe große
Soldaten…Nein – Truhen
Und ihre Geldbörsen im Kampf.
Und in einem Anfall von Melancholie
Wiederhole ich mein Gebet.
Das Leben ist sehr zerbrechlich,
Stärker als Ideen.
Was für einen Thaler bedeuten
Winter, Frühling, Museen,
In denen ein Exponat
Den Menschen präsentiert wird?
Wir werden nicht anders sein.
Ein Kreis des Reichtums –
Ein Busch von Assoziationen:
Legenden und Porträts…
Wie faszinierend ist das?
Vorbei – und soll es so sein.
Verbindend und verzweigend,
Will das Leben zum Himmel –
Mit dem unsere Verbindung
Stärker ist als die Sehnsucht nach Brot.
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Im linken Flügelfeld dominieren eine dunkle Landschaft und ein stiller See. Ein Turm, der an eine Kirche erinnert, ragt in den Himmel empor. Vor ihm liegt eine Fläche, auf der liegende, nackte Figuren verstreut sind, einige mit offenen Mündern, andere scheinbar regungslos. Die Farben sind gedämpft, die Atmosphäre melancholisch und bedrohlich. Die leise Flugbahn einiger Vögel im Himmel verstärkt den Eindruck von Verlassenheit und stiller Verzweiflung.
Das Zentrum des Werkes bildet den Höhepunkt des Jüngsten Gerichts. Im Zentrum des Bogenfrieses thront eine zentrale Figur, die mit erhobener Hand zu wirken scheint, umgeben von einer schwebenden Schar von Gestalten. Die Szene unterhalb ist ein Chaos aus nackten Körpern, die in den Abgrund stürzen oder sich krampfhaft aneinanderklammern. Instrumente der Musik, wie Trompeten und Becken, sind zerstreut, was auf das Ende der weltlichen Freuden hindeutet. Die Farbgebung ist intensiv und dramatisch, mit einem starken Kontrast zwischen hellen und dunklen Tönen. Die unzähligen Figuren, dargestellt in grotesken Posen, vermitteln ein Bild von Angst, Verwirrung und Verdammnis.
Das rechte Flügelfeld ist von Flammen und Zerstörung geprägt. Ein brennendes Dorf im Hintergrund verstärkt den Eindruck des apokalyptischen Geschehens. Auch hier sind nackte Figuren zu sehen, die dem Feuer entfliehen oder von ihm verschlungen werden. Ein Mauerwerk, möglicherweise ein Verteidigungsbau, steht isoliert vor dem Hintergrund, ein letzter, verzweifelter Versuch, sich vor der Zerstörung zu schützen. Die Farben sind warm und feurig, die Atmosphäre erstickend.
Die Subtexte dieser Darstellung sind vielschichtig. Die Nacktheit der Figuren kann sowohl als Zeichen der Verletzlichkeit und Ohnmacht verstanden werden, als auch als Symbol der Entblößung vor dem göttlichen Gericht. Das Chaos und die Zerstörung unterstreichen die Vergänglichkeit der irdischen Welt und die Unausweichlichkeit des Jüngsten Gerichts. Die Musikinstrumente, die zerstreut liegen, verweisen auf das Ende der weltlichen Freuden und die Notwendigkeit der Buße. Die unterschiedlichen Flügelfelder zeigen eine Entwicklung von Stille und Verzweiflung über Chaos und Zerstörung hin zu einem möglicherweise noch nicht ganz enthüllten Urteil. Die gesamte Komposition vermittelt ein tiefes Gefühl von Resignation, aber auch eine Mahnung zur Besserung und zur Vorbereitung auf das Jüngste Gericht. Die Darstellung ist nicht nur eine Schilderung des Endes der Welt, sondern auch eine Reflexion über die menschliche Existenz, die Sünde und die Hoffnung auf Erlösung.