italian day, may 1918 Childe Frederick Hassam (1859-1935)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Childe Frederick Hassam – italian day, may 1918
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Dominierend sind die zahlreichen Flaggen, die an den Gebäuden aufgehängt sind. Sie bilden ein dichtes, farbenfrohes Gewirr aus Rot, Weiß, Grün und Blau. Neben der amerikanischen Flagge, die rechts im Bild deutlich erkennbar ist, fallen insbesondere italienische Fahnen ins Auge, was auf eine spezifische kulturelle oder nationale Feier hindeutet. Die Anordnung der Flaggen wirkt fast überwältigend, erzeugt aber gleichzeitig ein Gefühl von Gemeinschaft und nationalem Stolz.
Die Menschenmenge am unteren Bildrand ist nur schematisch angedeutet. Ihre Gesichter sind nicht erkennbar, sie verschwimmen zu einer anonymen Masse, die sich in Bewegung befindet. Dies verstärkt den Eindruck einer kollektiven Erfahrung, eines gemeinsamen Moments der Freude und des Feierns.
Die Farbgebung ist charakteristisch für einen impressionistischen Stil. Die Pinselstriche sind locker und dynamisch, was dem Bild eine gewisse Lebendigkeit verleiht. Das Licht scheint gedämpft zu sein, möglicherweise durch den Dunst einer Großstadt oder die Atmosphäre eines feierlichen Tages.
Subtextuell könnte das Werk als Kommentar zur nationalen Identität und zum Zusammengehörigkeitsgefühl in Zeiten des Krieges interpretiert werden. Die Präsenz der amerikanischen und italienischen Flaggen lässt auf eine Zeit der Verbundenheit und Solidarität schließen, möglicherweise im Kontext des Ersten Weltkriegs. Gleichzeitig deutet die Unruhe in den Pinselstrichen und die anonyme Darstellung der Menschenmenge auf eine unterschwellige Spannung oder Unsicherheit hin, die mit den historischen Umständen dieser Zeit einherging. Die überbordende Fülle an Flaggen könnte auch als Kritik an einem übersteigerten Nationalismus gelesen werden. Insgesamt hinterlässt das Bild einen ambivalenten Eindruck – eine Feier der Gemeinschaft, die von einer latenten Unruhe begleitet wird.