Reverie John William Godward (1861-1922)
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John William Godward – Reverie
Ort: Private Collection
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Die Umgebung ist von einer klassischen Strenge geprägt. Ein schlanker, marmorartiger Säule schließt sich direkt an die Frau an und verleiht der Szene eine architektonische Note. Linkes Bildfeld füllt ein üppiger Blumenstrauch, dessen leuchtenden Farben – vor allem in Rot- und Lilatönen – einen lebhaften Kontrast zu den gedämpften Grüntönen der Robe bilden. Der Hintergrund offenbart eine weite, hügelige Landschaft mit einem tiefblauen Meer, das in der Ferne in den Himmel übergeht. Eine einzelne, dunkelgrüne Zypresse dominiert den oberen Rand des Bildes und rahmt die Szene zusätzlich ein.
Die Haltung der Frau und ihre verträumte Miene deuten auf eine innere Beschäftigung hin. Es entsteht der Eindruck eines Moments der Kontemplation, einer stillen Träumerei. Die klassische Kleidung und die architektonische Umgebung lassen an die griechische oder römische Antike denken, doch der Realismus der Darstellung und die Farbgebung verleihen dem Werk eine zeitgemäße Note. Die Wahl des olivgrünen Tons, der sowohl Naturverbundenheit als auch Melancholie suggeriert, unterstreicht die subtile Stimmung des Bildes.
Ein möglicher Subtext könnte in der Spannung zwischen der statischen, architektonischen Umgebung und der dynamischen, bewegten Robe der Frau liegen. Sie scheint gefangen zwischen der Ordnung der Welt und der Freiheit der Gedanken. Die Landschaft im Hintergrund, weitläufig und unbegrenzt, könnte ihre Sehnsucht nach etwas Unendlichem symbolisieren, während die Säule und die Balustrade ihre Bindung an eine bestimmte Realität darstellen. Insgesamt erzeugt das Gemälde einen Eindruck von stiller Schönheit und tiefgründiger Melancholie.