29 Liu Yi
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Liu Yi – 29
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Besondere Aufmerksamkeit erregen die Körper dieser Figuren. Sie sind anthropomorph, wirken aber gleichzeitig grotesk entstellt. Ihre Füße sind zu klobigen, reptilienartigen Klauen geformt, und ihre Hände sind überproportional groß und wirken krallenförmig. Diese Verzerrung der menschlichen Form erzeugt ein Gefühl von Unbehagen und Unnatürlichkeit.
Die Gesichter der tragenden Personen sind größtenteils verdeckt oder gar nicht vorhanden; stattdessen ragen groteske Hände mit weit aufgerissenen Augen aus den Schultern. Ein zentraler Fokus liegt auf den Instrumenten, die diese Kreaturen spielen. Mehrere von ihnen blasen in Hörner oder Posaunen, während einer eine Flöte spielt. Die Musik, die sie erzeugen, wird nicht gehört, sondern visuell dargestellt durch die angestrengten Gesichtsausdrücke der Figuren.
Die liegende Gestalt auf der Tragbahre scheint in einem Zustand des Ruhens oder gar des Sterbens zu sein. Ihr Gesicht ist unbarmherzig und ohne Emotion, was zu einem Gefühl der Distanziertheit und Gleichgültigkeit beiträgt. Die blaue Robe, die sie trägt, bietet einen leichten Farbakzent inmitten der sonst eher gedämpften Farbpalette.
Ein möglicher Subtext der Darstellung könnte die Entmenschlichung und die Reduktion des Individuums auf eine Funktion, die von einer unheimlichen, kollektiven Kraft getragen wird, sein. Die Musik, anstatt Trost oder Freude zu spenden, wirkt hier wie eine profane Begleitung einer schicksalhaften Reise. Die grotesken Körper der Träger deuten auf eine Verzerrung der natürlichen Ordnung hin, die eine Kritik an gesellschaftlichen Strukturen oder menschlichen Institutionen andeuten könnte. Die Dunkelheit des Hintergrunds verstärkt das Gefühl der Isolation und des Bedrohens. Es entsteht der Eindruck einer Ritualhandlung, die von einer unbekannten Macht geleitet wird und in deren Verlauf die Individualität ausgelöscht wird.