St. Jerome Lucas Van Leyden (1494-1533)
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Lucas Van Leyden – St. Jerome
Ort: Davis Museum and Cultural Center
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Der Mann hält ein Buch offen vor sich, seine Hände umklammern es behutsam. Er scheint in das Gelesene vertieft zu sein, die Augen konzentriert auf die Schriftzeichen gerichtet. Die Beleuchtung fällt von links auf ihn herab, wodurch eine dramatische Licht- und Schattenwirkung entsteht, die seine Gesichtszüge hervorhebt und ihm ein fast heiliges Aussehen verleiht.
Besonders auffällig ist das Vorhandensein eines Löwen, der sich zu seinen Füßen wölgt. Der Löwe wirkt friedlich und gelassen, als ob er dem Mann Gesellschaft leisten würde. Diese Tierdarstellung birgt eine symbolische Bedeutungsebene: sie könnte auf die Legende von St. Hieronymus verweisen, der angeblich einen Löwen zähmte, nachdem dieser seine Pfote an der Hand eines Kindes verletzt hatte. Die Darstellung des Löwen als Beschützer und Domestizierung des wilden Instinkts deutet auf spirituelle Kontrolle und die Überwindung animalischer Triebe hin.
Der Hintergrund ist spärlich ausgearbeitet. Wir erkennen eine felsige Landschaft, die sich bis zu einem Horizont erstreckt, der in einen diffusen Dunst gehüllt ist. Die Jahreszahl 1413 ist prominent in den oberen Bildbereich integriert und könnte auf das Entstehungsjahr oder eine andere bedeutende Verbindung hinweisen.
Insgesamt vermittelt die Zeichnung ein Gefühl von Einkehr, Kontemplation und spiritueller Tiefe. Der Mann scheint sich in einer Welt der Abgeschiedenheit zu befinden, umgeben von der Natur und dem Schutz eines majestätischen Tieres. Die Komposition ist ruhig und harmonisch, wobei die Linienführung eine gewisse Dynamik erzeugt, die den Blick des Betrachters durch das Bild leitet. Die Zeichnung lädt dazu ein, über die Bedeutung des Glaubens, der Weisheit und der Beziehung zwischen Mensch und Natur nachzudenken.