Jan Steen – The Dissolute Household Metropolitan Museum: part 1
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Metropolitan Museum: part 1 – Jan Steen - The Dissolute Household
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Hier sehen wir eine Frau, erschöpft oder vielleicht betrunken, in einem Stuhl liegend, während eine Dienerin ihr offenbar Wein reicht. Ihr Zustand wird durch die blasse Haut und die halbgeschlossenen Augen unterstrichen. Ein Mann, vermutlich ihr Ehemann oder ein Gast, speist am Tisch und scheint sich wenig um den Zustand seiner Frau zu kümmern. Er lenkt mit einem Löffel auf sie, eine Geste, die sowohl amüsant als auch leicht abwertend wirken kann.
Am Tisch selbst befindet sich ein üppiges Mahl, das von einer Vielzahl von Personen genossen wird. Ein Kind, das scheinbar einen Tisch fallen lässt, und ein weiterer, der mit einer Schale spielt, verstärken den Eindruck von Chaos und Ungezwungenheit. Eine Frau, die Früchte anbietet, wirkt von den allgemeinen Ereignissen abgelöst.
Im Vordergrund liegt ein prächtiges Braten auf einem Teller, daneben verstreut Geschirr und ein Musikinstrument, eine Laute. Diese Details verweisen auf Wohlstand und Vergnügungssucht, die jedoch durch die allgemeine Unordnung und den ungepflegten Zustand der Frau konterkariert wird.
Die Farbgebung ist warm und leuchtend, die Figuren sind lebhaft und dynamisch dargestellt. Das Licht fällt von einem Fenster ein und betont die Szene, ohne sie jedoch in ein zu idyllisches Licht zu tauchen.
Der Unterton des Bildes ist ambivalent. Einerseits wird ein Fest der Sinne und des Vergnügens dargestellt, andererseits wird auch ein Bild von Verfall und moralischer Nachlässigkeit gezeichnet. Es scheint, als ob der Reichtum und die Fülle zu einer Vernachlässigung der Pflichten und zu einem Kontrollverlust geführt haben. Die Szene ist somit nicht nur eine Darstellung eines häuslichen Durststreiks, sondern auch eine subtile Kritik an den Werten und Verhaltensweisen der Gesellschaft der Zeit.