Portrait of a Woman, probably Mary, Lady Scudamore Marcus Gheeraerts (The Younger) (1561-1635)
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Marcus Gheeraerts – Portrait of a Woman, probably Mary, Lady Scudamore
Ort: Yale Center for British Art, Paul Mellon Collection, New Haven.
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Die Frau trägt eine aufwendige Tracht, charakteristisch für die Zeit um 1600. Ein hochgeschlossenes, schwarzes Kleid mit langen Ärmeln bildet die Basis. Ein kunstvoll gerüschtes Kragenwerk aus hellgrauem Stoff umrahmt ihr Gesicht und betont ihre Schultern. Zahlreiche Schmuckstücke – eine lange Perlenkette, ein Anhänger in Form eines Pfeils sowie weitere Juwelen am Dekolleté und an den Handgelenken – unterstreichen ihren gesellschaftlichen Status und Reichtum. Die sorgfältige Anordnung der Schmuckstücke suggeriert nicht nur Wohlstand, sondern auch einen gewissen Anspruch auf Würde und Repräsentation.
Ihr Gesicht ist von einem ernsten, fast melancholischen Ausdruck geprägt. Die Augen sind direkt in die Betrachterrichtung gerichtet, was eine gewisse Distanz und gleichzeitig eine Aufforderung zur Konfrontation vermittelt. Die Haut wirkt blass, die Lippen geschlossen. Das Haar ist hochgesteckt und unter einem schwarzen Hut verborgen, der die Gesichtszüge weiter betont. Die Haltung ist aufrecht, aber nicht starr; sie hält in ihrer rechten Hand ein kleines, vergoldetes Objekt, dessen Funktion unklar bleibt – möglicherweise ein Gebetsbuch oder eine Brosche.
Die Dunkelheit des Hintergrunds und der Kleidung verstärkt den Eindruck von Kontemplation und Würde. Es entsteht eine Atmosphäre der Stille und Besinnlichkeit. Die Künstlerin hat hier nicht nur ein Porträt geschaffen, sondern auch versucht, die innere Haltung und den Charakter der Dargestellten zu erfassen. Der Pfeil-Anhänger könnte als subtile Anspielung auf Fruchtbarkeit oder familiäre Kontinuität interpretiert werden, während die Gesamtheit des Bildes eine Aura von Respektabilität und gesellschaftlichem Gewicht vermittelt. Die Jahreszahl 1601 in der oberen linken Ecke deutet auf den Zeitpunkt der Entstehung hin und verweist auf einen spezifischen historischen Kontext.