The blind model Julians Academy Paris 1897 42x34cm Charles Frederick Goldie (1870-1947)
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Charles Frederick Goldie – The blind model Julians Academy Paris 1897 42x34cm
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Die Darstellung ist realistisch, jedoch nicht idealisiert. Die Gesichtszüge wirken markant und von Leben gezeichnet: tiefe Furchen um die Mundpartie, eine raue Bartlinie, und eine insgesamt etwas vernarbte Hautstruktur lassen auf ein bewegtes Leben schließen. Die Beleuchtung ist dramatisch; sie kommt schräg von links und betont die plastische Modellierung des Gesichts. Licht und Schatten verschmelzen zu einem komplexen Spiel, das der Oberfläche eine gewisse Textur verleiht und die Tiefe der Gesichtszüge hervorhebt.
Die Farbpalette ist gedämpft und besteht hauptsächlich aus Braun-, Grau- und Ockertönen. Diese zurückhaltende Farbwahl verstärkt den melancholischen Charakter des Porträts und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Form und Struktur des Gesichts. Die dunkle, fast schwarze Umgebung lässt das Gesicht noch stärker hervortreten und isoliert es von der Außenwelt.
Die Haltung des Dargestellten wirkt resignierend. Der leicht gesenkte Kopf und die geschlossenen Augen vermitteln ein Gefühl der Passivität und inneren Einkehr. Es entsteht eine Atmosphäre der Verletzlichkeit, die den Betrachter dazu anregt, über das Schicksal dieser Person nachzudenken.
Subtextuell könnte das Werk als Reflexion über die menschliche Existenz, über Leiden und Verlust interpretiert werden. Die Blindheit des Modells – sofern sie tatsächlich gegeben ist – kann als Metapher für eine innere Dunkelheit oder eine fehlende Perspektive verstanden werden. Die Studie scheint weniger an einer exakten Wiedergabe der äußeren Erscheinung interessiert zu sein, sondern vielmehr an der Erforschung der menschlichen Psyche und des Ausdrucks innerer Zustände. Die Kargheit der Darstellung und die düstere Atmosphäre tragen dazu bei, eine eindringliche und bewegende Wirkung zu erzielen.