art 782 Georges Seurat (1859-1891)
Georges Seurat – art 782
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Maler: Georges Seurat
Im Jahr 1890 stellte der Künstler dieses Gemälde zum ersten Mal auf der Ausstellung unabhängiger Künstler aus, wo es von der Jury und dem Publikum im Wesentlichen unbemerkt blieb. Am selben Tag, an dem sein anderes Gemälde "Cancan" ausgestellt wurde, wurde das völlig andere Werk "Powdered Woman" aus dem Programm genommen. Dieses merkwürdige Gemälde hat die Jury eine Zeit lang vor die Frage gestellt, was es bedeutet.
Beschreibung des Gemäldes Die gepuderte Frau von Georges Seurat
Im Jahr 1890 stellte der Künstler dieses Gemälde zum ersten Mal auf der Ausstellung unabhängiger Künstler aus, wo es von der Jury und dem Publikum im Wesentlichen unbemerkt blieb. Am selben Tag, an dem sein anderes Gemälde "Cancan" ausgestellt wurde, wurde das völlig andere Werk "Powdered Woman" aus dem Programm genommen.
Dieses merkwürdige Gemälde hat die Jury eine Zeit lang vor die Frage gestellt, was es bedeutet. Das Bild seiner geliebten Madeleine Knobloch wurde lange Zeit vor der Öffentlichkeit verborgen. Niemand wusste von ihrer Beziehung, da sie bereits ein gemeinsames Kind hatten. Der Künstler machte aus allem ein Geheimnis, vor allem aus seinem Privatleben. Bis heute ist nicht einmal bekannt, wie und in welchem Jahr sich die jungen Leute kennengelernt haben.
Als das Gemälde der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ahnten selbst seine Freunde nicht, dass er mit seinem Werk seine Liebe zu seiner Muse bekundete und seine Bewunderung für Madeleines Schönheit bestätigte. Das Porträt rief bei den Betrachtern nur ein Lächeln und Sarkasmus hervor.
Das Gemälde erinnert eher an die beliebten Boudoir-Szenen des achtzehnten Jahrhunderts, die in der französischen Malerei beschrieben wurden. Seurat legt hier den Schwerpunkt auf seltsame Details.
Das eigentümlich satirische Bild einer Frau, die im Spiegel bewundert wird, steht für Eitelkeit und Narzissmus. Es ist nicht bekannt, was das Element auf der linken oberen Seite zu bedeuten hat. Einige glaubten, dass der Künstler sich selbst als Blumentopf darstellte, der immer in der Nähe seiner Geliebten ist.
Die Abmessungen des Tisches, der auf krummen, hässlichen Beinen steht, sind so gering, dass sie die üppigen Formen der Frau betonen. Der ovale Spiegel, der mit einem rosafarbenen Band verziert ist, ist stilistisch auf die Tapetenmuster abgestimmt. Die gesamte Entourage unterstreicht den definitiv schlechten Geschmack, was dem Bild einen Hauch von Humor verleiht.
Madeleine war jedoch anderer Meinung. Als der Wert seiner Gemälde in die Höhe schoss, beschloss sie, die Werke in ihrer Sammlung zu behalten.
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Die Frau selbst nimmt den Mittelpunkt des Bildes ein. Ihre Pose ist konzentriert, ihr Blick ist nach unten gerichtet, was eine gewisse Intimität und Selbstbeschäftigung suggeriert. Sie trägt ein enges, dunkel gestreiftes Oberteil, das ihre Schultern betont, und einen hellen, fast weißen Rock. Ihre Haare sind zu einem aufwendigen, hochgesteckten Arrangement geformt, was auf eine gewisse gesellschaftliche Stellung hindeutet.
Vor der Frau steht ein Tischchen, auf dem ein Schminkkasten geöffnet ist. Aus dem Kasten ragen Pinsel und ein kleines, weißes Gefäß, vermutlich das Puder selbst. Die Farben sind gedämpft und harmonisch, wobei der Fokus auf der Textur und der Lichtreflexion durch die punktierte Technik liegt.
Unterhalb der Darstellung befindet sich eine Bildunterschrift, die das Werk als Frau, die sich pudert identifiziert und das Entstehungsdatum auf etwa 1889-1890 datiert.
Die Subtexte dieses Gemäldes sind vielfältig. Einerseits zeigt es einen Moment der privaten Schönheitspflege, einen Augenblick der Selbstbeobachtung und des Aufhübschmachens. Andererseits könnte die Darstellung auch als Kommentar zur gesellschaftlichen Rolle der Frau im späten 19. Jahrhundert gelesen werden – die Betonung der äußeren Erscheinung, die Erwartung der Weiblichkeit und die Bedeutung von gesellschaftlichem Ansehen. Die geschlossene Natur des Schrankes und das Fenster mit den Blumen könnten als Symbole für die eingeschränkte Welt der Frau und das Verlangen nach Freiheit und Schönheit interpretiert werden. Die Pointillismus-Technik, mit ihren vielen kleinen Punkten, erzeugt eine diffuse Atmosphäre, die die Flüchtigkeit von Schönheit und die Vergänglichkeit des Moments unterstreicht. Insgesamt ist das Gemälde ein komplexes und vielschichtiges Werk, das sowohl eine intime Momentaufnahme als auch einen Kommentar zur gesellschaftlichen Konvention bietet.