img853 Odilon Redon (1840-1916)
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Odilon Redon – img853
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Der Gesichtsausdruck ist von stiller Kontemplation geprägt. Die Augen sind tief liegend und blicken nach innen gerichtet, was einen Eindruck von innerer Einkehr vermittelt. Der Mund ist geschlossen, ohne jede Spur von Emotionen zu zeigen. Diese Ausgeglichenheit im Gesicht trägt zur Aura der Würde und des Friedens bei, die von der Figur ausgeht.
Die Farbgebung ist gedämpft und zurückhaltend. Dominieren doch erdige Töne – Brauntöne, Rottöne und Grautöne – die eine gewisse Schwere und Ernsthaftigkeit erzeugen. Die Haut wirkt fast marmorartig, was an byzantinische Ikonen erinnert. Ein dunkles Band um den Kopf betont die Vertikalität des Gesichts und lenkt den Blick auf die Augen.
Die Frau hält in ihren Händen ein Gefäß, dessen Inhalt nicht eindeutig erkennbar ist. Es könnte sich um Nahrung, eine Gabe oder einen symbolischen Schatz handeln. Die Art und Weise, wie sie das Gefäß präsentiert, deutet auf Großzügigkeit und Hingabe hin.
Der Hintergrund ist unscharf gehalten und besteht aus diffusen Farbflecken, die an Wolken oder Nebel erinnern könnten. Dies verstärkt den Eindruck von Abgeschiedenheit und Transzendenz. Die Darstellung wirkt zeitlos und universell. Es entsteht der Eindruck einer Verkörperung spiritueller Werte wie Nächstenliebe, Demut und Opferbereitschaft.
Die Malweise ist charakterisiert durch eine gewisse Rauheit und Unvollkommenheit. Pinselstriche sind sichtbar und tragen zur Authentizität des Bildes bei. Die Abweichung von idealisierten Schönheitsvorstellungen verleiht der Figur eine menschliche Note und macht sie nahbar. Insgesamt erzeugt das Werk einen tiefen emotionalen Eindruck und regt zu innerer Reflexion an.