redon.smiling-spider Odilon Redon (1840-1916)
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Odilon Redon – redon.smiling-spider
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Besonders auffällig ist das breite, übertrieben gezeichnete Lächeln der Spinne. Es wirkt nicht freundlich oder einladend, sondern eher hämisch oder gar unheimlich. Die lange, dünnen Beine, die schräg nach unten verlaufen, verstärken den Eindruck einer instabilen, fast grotesken Figur. Sie wirken fast wie Stacheln, die eine Distanz zum Betrachter aufrechterhalten.
Der Hintergrund, der an eine verlassene Kammer oder einen korridor erinnert, ist nur grob angedeutet. Die schrägen Linien und die unregelmäßige Struktur deuten auf eine gewisse Unordnung und Instabilität hin. Darüber liegen feine, netzartige Linien, die an Spinnweben erinnern, aber auch eine Art fragmentierte Realität vermitteln.
Die Arbeit evoziert eine Reihe von Interpretationen. Das Lächeln der Spinne könnte als Maske einer verborgenen Bedrohung gelesen werden. Die Spinnengestalt selbst, oft mit Gefahren und List assoziiert, wird hier durch die anthropomorphe Zutat – das Lächeln – noch verstörender. Es entsteht ein Gefühl der Beklommenheit und des Unheimlichen, eine Ambivalenz zwischen Vertrautem und Fremdem. Die unklare Umgebung verstärkt diesen Eindruck von Isolation und drohender Gefahr. Es scheint, als ob der Betrachter in eine Welt eingeführt wird, die den Gesetzen der Logik und des Vertrauten zuwiderläuft. Die Arbeit scheint sich mit der Konfrontation mit dem Unbewussten und der Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der menschlichen Psyche auseinanderzusetzen.