#17523 Miriam Schapiro
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Miriam Schapiro – #17523
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Die Frau blickt nach unten, ihr Ausdruck ist schwer zu deuten – eine Mischung aus Zärtlichkeit und Melancholie könnte sich darin erkennen lassen. Das Kind scheint in ihrer Umarmung versunken, seine Pose wirkt passiv und fragil. Die Farbgebung dieses zentralen Bildes ist gedämpft, dominiert von warmen Tönen wie Beige und Gold, die einen Hauch von Erhabenheit suggerieren.
Dieses Kernmotiv wird von einem größeren, dunkleren Hintergrund umgeben, der aus einer Ansammlung verschiedener Elemente besteht. Hier sehen wir eine Art dekoratives Muster, das an mittelalterliche Teppiche oder Wandmalereien erinnert. Es ist jedoch fragmentiert und unvollständig, was einen Eindruck von Zerstörung oder Verfall erweckt. Über dem zentralen Bild befindet sich ein kreisförmiger Bereich mit stilisierten floralen Elementen, die in dunklen Farben gehalten sind. Diese Elemente wirken fast wie eine Art Aura oder Rahmen, der das innere Motiv betont und gleichzeitig distanziert.
Der äußere Rand des Gesamtbildes ist von einer Collage aus unterschiedlichsten Materialien geprägt: kleine, quadratische Felder in verschiedenen Farben und Texturen – Gold, Schwarz, Gelb, Violett – sind dicht aneinander angeordnet. Diese Elemente wirken zufällig platziert, erzeugen aber gleichzeitig ein rhythmisches Muster. Einzelne grafische Zeichen, die wie Kritzeleien oder Notizen aussehen, sind ebenfalls eingearbeitet und tragen zur fragmentarischen und vielschichtigen Natur des Werkes bei.
Die Komposition wirkt bewusst unruhig und widersprüchlich. Die Kombination aus religiösen Anspielungen, dem Gefühl von Verlust und der Collage-Technik deutet auf eine Auseinandersetzung mit Themen wie Erinnerung, Identität und Spiritualität hin. Der Kontrast zwischen dem warmen, fast idyllischen Kernbild und dem kalten, fragmentierten Hintergrund verstärkt diesen Eindruck und lässt Raum für vielfältige Interpretationen. Die Arbeit scheint eine Reflexion über die Brüchigkeit von Traditionen und die Suche nach Sinn in einer zersplitterten Welt zu sein.