Songs Of Innocence William Blake
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William Blake – Songs Of Innocence
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TEXTE
Ich werde nie alle Texte der Welt lesen können…
Bis spät in die Nacht durch die Gassen –
Mit etwas Lieblichem bis zum Morgengrauen plaudere ich.
Ich habe immer an Spaziergängen geglaubt.
Das ist ein Park, aber eigentlich ein Buch.
Die Bäume sind eine riesige Keilschrift, mmn.
Und sie sind gut – bis zur Ekstase, bis zum Schrei
des entsprechenden Vergnügens, ich liebe es.
Und für den Tag
ist uns ein eigenes Buch gegeben – etwas zum Lesen.
Was wird man wohl in Erwartung von Godot finden?
Ich werde nicht warten, meine Hochachtung gilt der Erwartung.
Gegenüber meinem Fenster ist ein Nest.
Wie es gewunden ist! Virtuos!
So sollte man ein Gedicht schreiben.
Denn du schreibst äußerst nervös.
Und wenn du müde bist, gehst du in den Schießstand.
(Ich erinnere mich, dass es in Kaluga einen Schießstand im Krypta der Kirche gab,
und diese Frechheit gehörte nicht zu meinem Verständnis).
Das Fehlen von Gedanken ist im Grunde eine Grube.
Gedanken wachsen in der Stille, während umher Lärm herrscht.
Der Schütze – selbst im Schießstand – riskiert,
denn Aggression dringt in ihn ein,
legt sich in die Seele, existiert bewusst.
Aber es sollte das Gute siegen lassen.
Das Triumphieren des Guten! Die Wortgruppe ist unangenehm –
wie eine triumphierende Religion und so weiter.
Der Tag gleitet sehr langsam und vorsichtig
in die Nacht.
Ein Versuch, die Welt zu digitalisieren, wird scheitern.
Die Technik kann nicht spirituell sein.
Nur eines leidet niemals:
der geistige Reichtum.
Das sollte man sammeln.
Ich werde nie alle Texte der Welt lesen können,
bis spät in die Nacht, im Schlaf versinkend.
Ich höre – wie etwas, das seine Blüte verlässt,
eine mächtige Blume des Regens erblüht.
Das Thema des Lebens ist Salz: Salz des geistigen Wachstums.
Aus der Chimäre soll ein Heiliger hervorsprießen.
So erzählen gotische Kathedralen. Nicht einfach,
das über das eigene Schicksal zu bewirken.
Sich als Chimäre fühlend,
macht man den ersten Schritt – man sehnt sich danach zu wachsen,
erklärt es, verwirrt die Rhythmen
der Alltäglichkeit, drückt in der Faust
Gier, Bosheit, Neid, ihre Mutter – Hochmut.
Aber sie öffnen wieder ihre Handfläche.
Doch ich werde meine Bemühungen um Wachstum nicht aufgeben,
wenn ein himmlischer Feuer das Bewusstsein verbrennt.
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