Stanza della Segnatura: The School of Athens (fragment) Raphael (1483-1520)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Raphael – Stanza della Segnatura: The School of Athens (fragment)
Ort: Vatican Museums (fresco) (Musei Vaticani (murales)), Vatican.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
BEMERKUNGEN: 1 Ответы
Zwei mächtige Figuren – zwei der größten Geister in der Geschichte der Menschheit, zwei Titanen der Philosophie, wie Raphael es in der Malerei war und seine Zeitgenossen Leonardo und Michelangelo – wer wem überlegen ist, was das andere antreiben wird – Platon oder Aristoteles, das Ideale, Himmlische oder das Materielle, Irdische? Eine uralte Frage, die viele historische Ereignisse im Laufe der Entwicklung des Homo Sapiens prägt. Raphael platzierte diese beiden in den Mittelpunkt seines unsterblichen Meisterwerks, dem besten Fresko des Zyklus Santa della Signoria – der Akademie von Athen. Trotz des Altersunterschieds ist Weisheit in jedem Gesicht abzulesen und auszustrahlen. Beide sprudeln mit spiritueller Energie, die sich gegenseitig entgegengesetzt ist, aber gleichzeitig durch einen gemeinsamen Streit, ein Gespräch, angezogen wird, wie zwei entgegengesetzte geladene Teilchen, die im Zusammenspiel gleichzeitig abstoßen und anziehen. Die Harmonie der Gegensätze, die Dialektik des Daseins der von Gott, also der Natur, geschaffenen Wesen. Raphael beherrscht hier die Kunst, ein Thema darzustellen, Formen und Räume durch bildnerische Mittel zu zeigen, auf perfekte Weise. Als Betrachter kann ich nicht aufhören, über das Können im Umgang mit all diesen Elementen und die Darstellung der unendlichen Tiefe bildlicher und inhaltlicher Verbindungen, Kontraste und Nuancen, selbst dieser einen Paarung, staunen, geschweige denn über die gesamte Komposition. Die Kontraste zwischen den Köpfen, den Positionen der Hände, den Gewändern werden durch Nuancen und fast identische Körperhaltungen sowie Handgesten gemildert, wobei jedes Buch im Raum parallel zu einer anderen Hand in beiden Figuren positioniert ist und so Einheit und die Verbindung eines Gestes mit dem theoretischen Inhalt des gedruckten Werks des jeweiligen Philosophen unterstreicht. Die Leichtigkeit, die Tiefe und die Dynamik der Formen, das Können bei der Darstellung von Licht und Schatten sind schlichtweg überwältigend angesichts der Epoche, in der all dies geschaffen wurde. Genauer gesagt, angesichts der damaligen gesellschaftlichen Verfassung in einer noch düsteren Zeit der Inquisition und mittelalterlicher Normen und Regeln. Es war eine unvorhersehbare, alles Zerstörende und Beseitigende, ein unaufhaltsamer Ausbruch der Renaissance-Epoche, der durch keine Mittel mehr aufzuhalten war. Raphael Santi war einer der strahlendsten unter den Malern dieser Epoche, verbrannte sich für diese Aufgabe in seinen noch jungen 36 Jahren, erreichte aber mit seinen unsterblichen Werken eine unerreichbare Höhe und vollbrachte zusammen mit den Genies seiner Zeit eine Revolution – sowohl in der Kunst als auch im Fortschritt der Menschheit.
Sie können nicht kommentieren Warum?
Der Mann auf der linken Seite, in einem rötlich-violetten Gewand, hält ein Buch in der Hand und gestikuliert mit erhobener Faust nach oben. Seine Pose wirkt energisch und erklärend, als ob er einen wichtigen Punkt hervorheben möchte. Der Ausdruck seines Gesichts ist ernst und konzentriert.
Der Mann auf der rechten Seite, in einem bläulich-grauen Tuchgewand gehüllt, hält ebenfalls ein Buch, jedoch scheint er eher in Gedanken versunken zu sein. Er stützt sich mit einer Hand auf das Buch, während die andere Hand leicht angehoben ist, möglicherweise in einer Geste des Zuhörens oder der Reflexion. Sein Blick ist nach unten gerichtet.
Die Architektur im Hintergrund besteht aus Säulen und Bögen, die an antike Bauwerke erinnern. Die Beleuchtung ist diffus und erzeugt eine ruhige, meditative Atmosphäre.
Der Kontrast zwischen den beiden Männern ist auffällig. Der Mann links wirkt aktiver und präsentativer, während der Mann rechts eher in sich gekehrt und kontemplativ erscheint. Dies könnte auf unterschiedliche Philosophien oder Lebensansätze hindeuten. Das Buch in den Händen beider Figuren verweist auf das Wissen und die Lehre, die im Zentrum dieser Darstellung stehen. Es lässt vermuten, dass es sich um eine Darstellung eines philosophischen Austauschs oder einer Diskussion handelt, in der unterschiedliche Perspektiven und Ideen miteinander in Konflikt oder Harmonie stehen. Die subtile Farbgebung der Gewänder verstärkt diesen Kontrast und trägt zur Gesamtkomposition bei. Man erkennt hier die Darstellung einer intellektuellen Auseinandersetzung, die sowohl die Individualität der Denker als auch die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis betont.