Dance Class Edgar Degas (1834-1917)
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Edgar Degas – Dance Class
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блестяще
Ein müder Schmetterling setzt sich auf einen Ast, um sich auszuruhen – diese Worte des japanischen Tankas spiegeln die Stimmung wider, die in dem Gemälde des französischen Künstlers aus dem 19. Jahrhundert Tanzstunde zum Ausdruck kommt. Im 19. Jahrhundert waren Ballett und Oper beliebte Freizeitbeschäftigungen der Pariser Bevölkerung. Begeistert vom Theater erkannte Degas, dass er dort neue Ideen für die Darstellung des menschlichen Körpers in Bewegung finden konnte. Er beobachtete die Tänzerinnen nicht nur während der Aufführungen, sondern auch hinter den Kulissen, bei Proben und in kurzen Pausen. Beim Darstellen von Ballerinen der Pariser Oper und Tänzerinnen aus Cafés verglich der Künstler sie liebevoll mit Schmetterlingen.
Zum ersten Mal tauchten Ballerinen in Degas Gemälden Ende des 19. Jahrhunderts auf. Das Gemälde Tanzstunde ist eines der ersten im Zyklus des Künstlers, das sich dem Thema Choreografie widmet. Edgar stellt einen Ballettkurs des bekannten Professors Jules Perrot dar. Der Lehrer lehnt sich auf einen Stock, mit dem er es gewohnt war, während der Probe den Takt anzugeben, und das Mädchen in der Mitte des Bildes hört respektvoll seinen Anweisungen zu. Die anderen Schülerinnen, die auf dem Gemälde dargestellt sind, nutzen die freien Minuten zur Erholung: eine fächert sich ein, eine andere kratzt, sitzend direkt auf dem Klavier, sich lässig am Rücken, eine dritte, mit gerötetem Gesicht nach dem Tanz, zieht den Ärmel ihres Kleides zurecht, eine vierte befestigt einen Schmuck, eine fünfte berührt nachdenklich ihre Lippen mit den Fingern. Im Hintergrund des Gemäldes sind schemenhaft die Umrisse von Menschen zu erkennen, die die Probe beobachten. In der Ecke hinter dem Klavier ist kaum sichtbar ein Gießkann versteckt, aus dem der Dielenboden gegossen wurde, um ihn von Staub zu befreien.
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Im Vordergrund steht eine junge Ballerina, die den Blick in Richtung der Tür richtet. Ihre Haltung ist nachdenklich, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, was einen Eindruck von Kontemplation vermittelt. Ihre Tänzerinrobe, ein leichtes Tüllkleid mit einer grünen Schleife, wirkt fast transparent im diffusen Licht.
Hinter ihr befinden sich weitere Tänzerinnen, die in verschiedenen Posen stehen oder sich bewegen. Einige scheinen die Anweisung eines älteren Herren mit einem Gehstock zu erwarten. Dieser Mann, vermutlich der Ballettlehrer, steht im Zentrum der Szene, sein Gesichtsausdruck schwer zu deuten. Er beobachtet die Schülerinnen mit einer Mischung aus Erwartung und möglicherweise auch einer gewissen Müdigkeit.
Der Raum selbst wirkt groß und leer, die Wände schlicht und die Fensterläden geschlossen. Die wenigen Details, wie der Besen in der Ecke und der Eimer, deuten auf eine alltägliche Umgebung hin, die jedoch durch die Anwesenheit der Tänzerinnen und die spezifische Pose der jungen Ballerina eine besondere Bedeutung erhält.
Die Komposition ist so angeordnet, dass der Blick des Betrachters von der jungen Ballerina zum Lehrer und dann zu den anderen Tänzerinnen geleitet wird. Dies erzeugt ein Gefühl der Bewegung und der Dynamik, trotz der scheinbaren Stille des Augenblicks.
Subtextuell könnte das Bild die Frage nach der Disziplin und der Hingabe implizieren, die für das Erlernen des Tanzes erforderlich sind. Der Moment der Erwartung, eingefangen in den Posen der Figuren, lässt auf die Herausforderungen und die Schönheit des Tanzes schließen. Die melancholische Farbgebung und die leere Umgebung verstärken den Eindruck von Isolation und Konzentration, die für das Training notwendig sind. Es könnte auch eine Reflexion über die Vergänglichkeit der Schönheit und die flüchtige Natur der Kunst sein.