Last Judgement Michelangelo Buonarroti (1475-1564)
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Michelangelo Buonarroti – Last Judgement
Ort: Vatican Museums (fresco) (Musei Vaticani (murales)), Vatican.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
BEMERKUNGEN: 5 Ответы
Foto vor der Restaurierung: http://gallerix.ru/storeroom/1161425349/N/1533573099/
APOKALYPTIK
Wie löst man Gleichungen mit einer
übermäßigen Anzahl an Unbekannten?
Der Text der Apokalypse, in dem
so viel Dunkelheit in Superzeichen komprimiert ist.
Die Gleichungen dieser Siegel: geöffnet –
Nun… geh und sieh… In die Finsternis zusammengepresst
die rohe Materie und das Alltägliche
des Lebens. Ich werde nicht viel verstehen.
Lager und Gefängnisse, Kriege, Hinrichtungen,
schwarze, zerstörte Erde.
Der Weg zum Licht ist mit Schrott verstopft –
wurde dies unser Ziel?
Ein anderes Siegel wird geöffnet,
und unter dem Fuß erstarrt das Blut –
die Gerechten, um Christi willen getötet,
werden von der Liebe in Weiß gekleidet.
Welches Siegel bringt die Erleuchtung?
…Bestien, Panzer, Flugzeuge fliegen,
Bomben fallen, ein Herrscher wird gestürzt.
Bitteres Wasser. Und bitterer Honig.
Die Reiter – so furchterregend – sind vorbeigerauscht,
wir haben nicht bemerkt.
Das Öffnen des Siegels führt zur Vertikalen.
Ist dieser Vers verständlich?
Die Helligkeit der Vertikale – Licht
bringt dem unteren Teil Frieden. Sei geduldig.
Vielleicht wirst du die Zeichen verstehen. Das
wird eine notwendige Klarheit des Weges sein.
Die wichtigste Figur im schrecklichen Gericht ist zweifellos der Richter selbst. Das Wesentliche am Bild des Richters ist, wie er handelt, und in diesem Fall steht die Handbewegung im Vordergrund. Michelangelo hat dieses Fresko nur wegen dieser Geste geschaffen. Ohne diese Geste wäre das Fresko nur ein Kunstwerk ohne große Bedeutung, d. h. eine einfache Darstellung von Farben ohne Sinn, von denen es so viele gibt, die von verschiedenen Künstlern geschaffen wurden.
Diese Geste ist alles andere als einfach. Die Menschen möchten sie gerne als einen Befehl zur Einleitung des Gerichtsprozesses interpretieren. Sie sehen in dieser Geste Macht, als ob mit einer einzigen Bewegung die gewaltige Tat der Aufteilung aller Milliarden vollzogen wird. Christus wirkt wie ein Bauarbeiter auf einer Baustelle, es fehlt nur noch der verbale Befehl: Beginnen.
Diese Interpretation ist falsch. Gott würde nicht zu jemand anderem winken, um ihm den Befehl zum Beginn des schrecklichen Gerichts zu geben. Er würde auch nicht zu sich selbst winken – das wäre völlig sinnlos. Ein so bedeutender Mann wie Michelangelo würde keine Szene schaffen, in der Gott sich selbst den Befehl gibt, loszulegen. Er winkt aus einem ganz anderen Grund. Und dieser Grund ist die einzige Sache, die die Existenz einer solchen Geste überhaupt rechtfertigt. Diese Geste bedeutet: Ich lasse die Menschheit allein mit sich selbst. Ich weigere mich, sie zu richten. Ich winke ihr zum Abschied. Lebt, wie ihr wollt. Ungefähr so.
Ich lese gerade wieder die Göttliche Komödie des großen Dante A. (das Lieblingswerk von M. Buonaventuri, das er auswendig zitieren konnte). Es ist zweifellos in diesem Kunstwerk der Einfluss dieser genialen Schrift spürbar, wie man sagt, ein Genie erkennt ein anderes schon aus der Ferne. Apropos, es gibt auch den Film Sünde für die Sünde von A. Konchalowski über das Leben dieses Genies.
Der genialen Roman von I. Stone, Freuden und Leiden, den ich fünf oder sechs Mal gelesen habe.
Sie können nicht kommentieren Warum?