Pfad. Form. Bild
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с 10 Апреля
по 24 МаяMMOMA
ул. Петровка, 25
Москва
Das Moskauer Museum für Moderne Kunst präsentiert eine Einzelausstellung von Aladdin Garunov, einer prägenden Figur der russischen Gegenwartskunst, dessen Werke an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Objektkunst angesiedelt sind. Das Projekt „Weg. Form. Bild.“ vereint rund 100 Arbeiten aus den 1990er-Jahren bis heute und beleuchtet die zentralen Richtungen seines künstlerischen Schaffens.
Aladdin Garunov verbindet in seinem Schaffen die kulturellen Traditionen des Nordkaukasus mit der Sprache zeitgenössischer Kunst und schafft so Werke, in denen archaische Kulturcodes mit den Materialien und der Ästhetik der industriellen Moderne in Dialog treten. Garunovs Arbeiten erzeugen einen reichen visuellen Raum, in dem Teppiche und Ornamente neben Beton und Industriegummi existieren und etablierte Symbole und kalligrafische Elemente mit Alltagsgegenständen kombiniert werden. Diese Verbindung von Materialien und Bildern ist eine Möglichkeit, über kulturelles Gedächtnis, spirituelle Bräuche und die Universalität der künstlerischen Sprache zu reflektieren.
Die Ausstellung ist nicht als chronologische Retrospektive angelegt, sondern folgt der spirituellen Entwicklung des Künstlers: von der Auseinandersetzung mit seiner eigenen Identität und der Herausbildung seiner individuellen künstlerischen Sprache bis hin zur Suche nach universellen kulturellen Bildern und Konstanten. In den letzten Sälen werden seine späteren Werkzyklen „Totales Gebet“ und „Dhikr“ präsentiert, in denen Garunovs künstlerische Praxis zunehmend den Charakter eines meditativen Appells an die spirituelle Welt annimmt.
Die Ausstellung umfasst Werke aus der Sammlung des Moskauer Museums für Moderne Kunst und aus Privatsammlungen sowie neue Stücke, die Aladdin Garunov speziell für dieses Projekt geschaffen hat.
ÜBER DEN KÜNSTLER:
Aladdin Ramazanovich Garunov wurde 1956 im Dorf Ukuz im Kurachsky-Bezirk, Dagestan, geboren. 1977 zog er nach Moskau, wo er seine Ausbildung an der Moskauer Hochschule für Kunst und Industrie „S. G. Stroganow“ fortsetzte und 1985 abschloss. Er hat an zahlreichen russischen und internationalen Ausstellungen teilgenommen. Zweimal war er Finalist des Kandinsky-Preises in der Kategorie „Projekt des Jahres“ (2010, 2012) und erhielt den Sergei-Kuryokhin-Preis in der Kategorie „Bestes Werk der Bildenden Kunst“ (2013). Er ist Verdienter Künstler der Republik Dagestan. Seit 2024 ist er Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Künste (Abteilung „Neueste Trends“). Garunovs Werke befinden sich in den Sammlungen der Staatlichen Tretjakow-Galerie, des Staatlichen Russischen Museums, des Moskauer Museums für Moderne Kunst sowie weiterer Museen und Privatsammlungen. Er lebt und arbeitet in Moskau.
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