„Auf der Suche nach dem Schatz“ von Asya Lavrinovich, Zusammenfassung
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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Erwachsenwerden, Freundschaft und der ersten Liebe zweier grundverschiedener Klassenkameraden, deren Wege sich durch die Herausforderungen des Schulalltags zufällig kreuzen. Es entstand 2021. Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren, Sima und Lev, geschildert wird. So erlebt der Leser dieselben Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Einführung der Charaktere und des Schulalltags
Die siebzehnjährige Serafima Shats ist Schülerin der Oberstufe. Sie lebt mit ihrem alkoholkranken Vater zusammen. Simas Mutter ist schon lange tot. Zu Lebzeiten hatte sie ihrer Tochter oft gesagt, dass ihr Nachname Shats „Schatz“ bedeutet. Sima wird ständig von ihren Mitschülern gemobbt. Sie hat eine auffällige Narbe im Gesicht und hat das Vertrauen in die Menschen längst verloren. In der Schule kommt es regelmäßig zu unangenehmen Auseinandersetzungen. Bei einer davon verlangt ihre Mitschülerin Yulia Shandareva eine hohe Summe Geld von Sima für ein kaputtes, teures Handy und ruiniertes Make-up. Sima weigert sich kategorisch zu zahlen.
Lev Stakhovich ist das genaue Gegenteil von Sima. Er wächst in einer wohlhabenden Familie mit liebevollen Eltern und einer jüngeren Schwester, Lilya, auf. Er ist beliebt in der Schule und mit seiner ehemaligen Mitschülerin Aksinya zusammen. Levs Leben scheint für alle um ihn herum perfekt. Das einzige Problem ist seine überfürsorgliche, strenge Mutter, die jeden seiner Schritte kontrolliert und ihm vieles verbietet.
Unterrichtsbeginn
Die Schulleiterin Antonina Jurjewna ist Lews Tante. Sie war eng mit Simas verstorbener Mutter befreundet und kümmert sich nach Kräften um das Mädchen. Sima hat große Schwierigkeiten im Geschichtsunterricht. Antonina Jurjewna bittet Lew in ihr geräumiges Büro. Nervös läuft sie auf und ab und schmiedet einen raffinierten Plan, um Sima vor dem Durchfallen zu bewahren.
Der Schulleiter bittet Lew, Sima unentgeltlich Nachhilfe zu geben. Im Gegenzug verspricht Antonina Jurjewna, Lews strenge Mutter zu überreden, ihn mit seinen Freunden zu einem Sommer-Musikfestival fahren zu lassen. Lew ist wütend, seine Freizeit für eine Mitschülerin mit Lernschwierigkeiten opfern zu müssen. Auch Sima ist strikt gegen die Idee. Ihr Vater befragt sie eingehend, da er vermutet, dass sie kein Geld für Privatstunden haben.
Beziehungen aufbauen
Der Geschichtsunterricht findet bei Lev zu Hause statt. Anfangs fällt es den Jugendlichen extrem schwer, miteinander zu kommunizieren. Lev liest monoton die Antworten auf die Prüfungsfragen vor, und Sima langweilt sich regelrecht. Doch allmählich taut das Eis zwischen ihnen auf. Sima betrachtet die Bücher in der Bibliothek der Familie Stakhovich mit aufrichtiger Bewunderung. Lev erkennt, dass Sima intelligent ist und einfach nur dringend menschliche Nähe braucht.
Schon bald erkrankt Lev und fehlt mit hohem Fieber in der Schule. Seine Mutter macht aus einer einfachen Erkältung eine richtige Tragödie. Zurück in der Schule bringt Lev Sima nach Hause. Spät am Abend entdecken die Jugendlichen einen einsamen kleinen Jungen, der weinend auf einer Bank im Schulhof sitzt. Sie gehen zu ihm und helfen ihm, sicher zu seinen Eltern zurückzukehren. Dieses gemeinsame Erlebnis verbindet sie. Levs Mutter hingegen macht ihrem Sohn einen heftigen Streit, weil er so spät nach Hause gekommen ist.
Vorbereitung auf die Expedition
Lev entdeckt zufällig, dass seine Freundin Aksinya ihn dreist betrügt. Die schmerzhafte Trennung trifft ihn schwer. Sima und ihre exzentrische Freundin Lyalya stehen Lev nach Kräften zur Seite. Eines Tages bringt Lyalya eine seltsame, exotische Frucht, Durian, in den Garten. Wegen des starken Geruchs müssen die Jungen schnell vor den örtlichen Rowdys fliehen. Diese fröhlichen Momente schweißen sie zu wahren, treuen Freunden zusammen. Lyalya erzählt Lev von ihrer langjährigen Leidenschaft für Metalldetektoren.
Ende Mai besteht Sima erfolgreich eine schwierige Geschichtsprüfung. Weißer Pappelstaub wirbelt über den Schulhof. Sima verspürt nach dem Schuljahresende eine seltsame Leere. Lev zeigt zum ersten Mal eiserne Entschlossenheit im Gespräch mit seiner Mutter. Unerwartet gibt sie nach und erlaubt ihm die Reise. Lyalya schlägt voller Begeisterung eine Expedition auf der Suche nach einem echten Schatz vor. Lev wendet sich an seinen Nachbarn Semyon, einen erfahrenen Hobby-Schatzsucher, um wertvollen Rat zu erhalten.
Reisen und Leben im Lager
Eine fröhliche Gruppe bereitet sich auf eine lange Reise vor. Zur Expedition gehören Sima, Lev, Lyalya, Lilya und Levs wohlhabender Freund Maxim, den die Freunde inzwischen Marvin nennen. In einem Mazda fahren sie weit aus der Stadt hinaus. Die gut ausgebaute Straße verläuft entlang eines breiten, klaren Flusses. Maxim überredet die Freunde, nicht in völliger Dunkelheit zu fahren und ihre Zelte am sandigen Ufer aufzuschlagen.
Am Morgen erwacht Lev vom Gesang der Vögel. Maxim hat am Vorabend zu viel Bier getrunken und schläft tief und fest. Tagsüber bemüht er sich verstärkt um Sima und versucht ständig, in ihrer Nähe zu sein. Sima fühlt sich äußerst unwohl. Spät in der Nacht erreicht die Gruppe das Lager der Goldsucher. Sie kommen völlig erschöpft und unglaublich schmutzig an.
Veränderungen und Gefühle
Das harte Leben fernab der Zivilisation verändert die Beziehungen innerhalb der eingeschworenen Gruppe schnell. Die Jugendlichen schlafen in kalten Zelten, kochen einfache Mahlzeiten am Lagerfeuer und legen täglich etwa fünf Kilometer zurück. Lyalya übernimmt unerwartet die Rolle einer selbstbewussten Anführerin, da sie Expertin in der Suche nach antiken Artefakten ist. Maxim beginnt eine aufsehenerregende Werbung um Levs Schwester Lilya. Er erkennt die starke, unsichtbare Verbindung zwischen Sima und Lev und beendet seine hartnäckigen Annäherungsversuche endgültig.
Sima und Lev verbringen unzählige Stunden miteinander und führen lange Gespräche. Sima teilt offen schwierige Erinnerungen an ihre dunkle Kindheit. Lev spricht über den ständigen Druck seiner anspruchsvollen Eltern und erinnert sich liebevoll an seinen Großvater, einen Archäologen. Gemeinsam bergen sie antike Kupfergegenstände aus 30 Zentimetern Tiefe. Eine Expedition im Sommer hilft ihnen schließlich, ihre tiefsten Gefühle zu verstehen.
Das Ende des Sommers
Ende August bereiten sich die glücklichen Freunde auf die Heimreise vor. Sie stehen auf einem alten Bahnsteig und warten auf den Abendzug. Die untergehende Sonne taucht die roten Hausdächer und die hohen, grünen Kiefern in helles Licht. Lev und Sima treten leise beiseite. Lev gibt offen zu, dass er sich sehr über Simas schlechte Leistung im Geschichtsunterricht freut. Es war dieser glückliche Zufall, der sie zusammengeführt und ineinander verliebt hat. Die beiden Jugendlichen küssen sich zärtlich.
In der Ferne ist das laute, metallische Pfeifen eines herannahenden Pendlerzugs zu hören. Lyalya zieht langsam einen stark zerknitterten Zettel aus der Tasche ihrer Jeans. Schüchtern bittet er Sima und Lev, sich das Gedicht, das er eigens für Lily verfasst hat, aufmerksam anzuhören. Sima lächelt ihren treuen Freunden zu und freut sich, dass sie nicht mehr allein ist. Eine unvergessliche Sommerreise hat ihr treue Gefährten und eine erste, strahlende Liebe geschenkt.
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