„Friendzone“ von Asya Lavrinovich, Zusammenfassung
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Dieses Buch erzählt von Erwachsenwerden, erster Liebe und den komplexen Beziehungen junger Menschen. Die 2024 entstandene Geschichte thematisiert die Überwindung von jugendlichem Zynismus und der Angst vor echten Gefühlen. Der Roman beleuchtet die kognitive Dissonanz (den inneren Konflikt) der Protagonistin, die ihre tiefe Verbundenheit zu einem Jugendfreund systematisch verleugnet.
Schulkonflikte und Familiendramen
Die Hauptfigur, die Elftklässlerin Inna Zyryantseva, hasst die Schule abgrundtief. Sie lebt mit ihrer Mutter in einer einfachen Wohnung im vierten Stock. Ihr Vater verließ die Familie vor zehn Jahren. Ihre Mutter ist von überaus sanftem Wesen. Inna hingegen zeichnet sich durch ihren demonstrativen Zynismus aus. Sie vergrault absichtlich alle neuen Verehrer ihrer Mutter.
Am ersten Schultag gerät Inna in einen heftigen Streit mit ihrer Erdkundelehrerin Alla Nikolajewna. Walja Kunizyna, eine ausgezeichnete Schülerin, ermahnt Inna streng. Daraufhin wirft Inna Walja einen schmutzigen Kreidelappen ins Gesicht. Das Mädchen wird daraufhin beschämt aus dem Unterricht verwiesen.
Ein neuer Schüler, Anton Korablyov, kommt in die Klasse. Antons Vater ist stellvertretender Staatsanwalt. Innas Freundin Marina Petrova verliebt sich sofort in Anton. Marina hat auffallend blaue Augen. Inna ist dem Neuen gegenüber sehr misstrauisch; sie findet ihn überheblich und arrogant. Anton wird schnell zum Mittelpunkt der Klasse. Seine Mitschüler streiten sich fast darum, wer seine Hausaufgaben abschreiben darf.
Kunst und heimliche Eifersucht
Innas Jugendfreundin, die Studentin Sasha, beginnt eine Beziehung mit einem attraktiven Mädchen namens Lisa. Lisa ist Sashas Kommilitonin an der Universität. Sasha interessiert sich sehr für Kultur, Malerei und klassische Poesie. Inna ist insgeheim eifersüchtig auf Sasha. Lisa weigert sich kategorisch, Innas romantische Gefühle anzuerkennen.
Sasha ruft Inna oft auf ihrem Festnetz an. Die beiden jungen Leute albern herum. Sie versuchen, die Finger des jeweils anderen zu erraten. Sasha behauptet, er könne Innas Lächeln durchs Telefon hören. Er lädt Inna zu einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst ein.
Inna fühlt sich im Ausstellungszentrum äußerst unwohl. Lisa gibt sich hochnäsig und arrogant. Die langbeinige Schönheit klammert sich an ihr Handy. Inna tut das unverständliche Gemälde einer Geige als völligen Unsinn ab. Lisa bewundert das Bild heuchlerisch und behauptet, die Geige deutlich zu hören. Inna geht in den Saal der antiken Kunst. Sie versteckt sich hinter einer hohen, alten Statue und beobachtet heimlich Anton Korablyov. Anton schlendert vergnügt mit einer unbekannten blonden Frau durch die Ausstellung. Inna ist überzeugt, dass er Marina bereits betrügt.
Ländliche Arbeiten und herbstliche Kälte
Inna und Sasha fahren gemeinsam zu ihrer Datscha. Die Datscha liegt genau 100 Kilometer von der Stadt entfernt. Dieses malerische Haus gehörte einst einem berühmten Akademiker. Das geräumige Anwesen ging dann an Innas Onkel über. Dieser wanderte später nach Kanada aus. Heute gehört die Datscha Inna und ihrer Mutter. Das Haus ist bekannt für seinen alten Dachboden, auf dem Inna im Sommer gerne schläft.
Morgens ist es bitterkalt auf dem Bahnsteig. Sasha kauft sich ein normales Eis. Inna schimpft lautstark mit ihrer Freundin, weil sie unvorsichtig ist. In der Datscha streicht das junge Paar das schmiedeeiserne Tor mit gefundener schwarzer Farbe. Sie verbringen viel Zeit damit, das trockene Herbstlaub zusammenzukehren.
Ein kurzer Moment echter Vertrautheit entsteht zwischen den jungen Leuten. Der Herbstfrost lässt sie bis ins Mark erfrieren. Inna friert auf der offenen Veranda. Sasha holt eine große, weiche Decke von zu Hause. Vorsichtig deckt er seine frierende Freundin damit zu und umarmt sie fest. Sasha genießt die Melancholie des Herbstes. Er liest melancholische Gedichte über die vergängliche Natur.
Später in der Stadt sieht Inna Anton wieder, in der Nähe des Supermarkts. Er steigt mit derselben blonden Frau in einen teuren schwarzen SUV. Anton hilft seiner Begleiterin vorsichtig auf den Beifahrersitz. Inna ist nun endgültig von Antons Untreue überzeugt. Die Frau beschließt, vorerst zu schweigen. Ängstlich meidet sie die Probleme anderer. Inna grübelt lange über die Gründe für die Untreue anderer.
Treffen in einem teuren Restaurant
Inna erhält eine anonyme schriftliche Einladung in das renommierte Restaurant Pushkin. Heimlich hofft sie, ihren geheimnisvollen Verehrer zu treffen. Sie zieht die schönen Stiefel ihrer Mutter und einen eleganten Fuchspelzmantel an. Ihr Vater erwartet sie bereits im Restaurant. Er ist bestrebt, die lange zerbrochene Beziehung zu ihr wiederherzustellen.
Der Vater gesteht offen seine Feigheit. Er fürchtete die Ablehnung seiner Tochter. Inna ist tief gekränkt von ihrem Vater. Schließlich willigt sie ein, ihrem geliebten Vater eine zweite Chance zu geben. Sie verlangt emotionalen Ausgleich für die verlorene Zeit. Inna besteht darauf, gemeinsam mit ihm das Ballett „Der Nussknacker“ anzusehen.
In der Restaurantlobby stößt Inna zufällig mit Anton Korablyov zusammen. Es kommt zu einem heftigen Wortgefecht. Inna reißt Anton versehentlich die teuren europäischen Manschettenknöpfe ab. Anton gerät in Wut. Er zerrt die sich wehrende Inna einen dunklen Flur entlang und sperrt sie in eine enge Kabine der Herrentoilette.
Später macht Anton äußerst gehässige Bemerkungen über das elegante Aussehen des Mädchens. Er deutet unhöflich die Anwesenheit eines wohlhabenden älteren Mannes in Innas Nähe an. Inna fühlt sich von Anton als Verräterin beschimpft. Bittere Tränen der Wut steigen ihr in die Augen.
Eskalation des Konflikts und die bittere Wahrheit
Ein Mädchen beschwert sich bei ihrem Cousin Kolja. Kolja verteidigt seine Schwester stets energisch. Kolja und sein Freund überfallen Anton auf der Straße und verprügeln ihn brutal. Anton wird mit einem Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Die Eskalation des Konflikts (die rasche Verschlechterung der Situation) führt zu unerwarteten und verheerenden Folgen.
Bald kommt die Wahrheit ans Licht. Das blonde Mädchen im schwarzen SUV entpuppt sich als Antons Zwillingsschwester. Inna erkennt entsetzt, dass sie einen fatalen Fehler begangen hat. Korablyov hatte lediglich seine Freizeit mit seiner Verwandten verbracht. Er hatte Marina nie betrogen.
Marina erfährt von Innas abscheulicher Tat. Die beiden besten Freundinnen geraten in einen heftigen Streit. Marina wechselt demonstrativ ihren Platz in der Schule. Inna ist völlig allein. Niemand in der Klasse will normal mit ihr umgehen.
Ein Schritt hin zu echten Gefühlen
Inna fühlt sich vor allen, die sie kennt, zutiefst schuldig. Nach und nach erkennt sie ihre wahren, zärtlichen Gefühle für Sasha. Inna hat es satt, sich ständig hinter einer Maske der Gleichgültigkeit und des gespielten Zynismus zu verstecken.
Zu ihrem achtzehnten Geburtstag fährt Inna in die Datscha. Ihre Mutter Marina, Olja und deren Freundin Katja begleiten sie. Die Mädchen fahren in Katjas geräumigem neuen Auto über holprige Straßen. Lautstark singen die Freundinnen alte Hits aus den Neunzigern. Auf der Veranda grillen sie leckeres Fleisch. Olja gesteht ihre Zuneigung zu ihrem schlaksigen Klassenkameraden Vorobyov. Vorsichtig versuchen die Mädchen, ihr verlorenes Vertrauen wiederherzustellen.
Innas Mutter schenkt ihr einen kleinen, lebenden Hund. Inna hatte sich seit ihrer Kindheit einen treuen Welpen gewünscht. Das Tier hat ein wunderschönes sandfarbenes Fell. Marina schenkt Inna eine DVD ihres Lieblingsfilms „Das Leben ist schön“. Diese rührende Geste zeugt von einer zaghaften, freundschaftlichen Annäherung.
Spät in der Nacht ruft Inna Sascha auf ihrem Handy an. Sie weint hemmungslos. Aufrichtig entschuldigt sie sich für ihr gemeines und kratzbürstiges Wesen. Laut zitiert Inna Boris Pasternaks berührende Zeilen, die er Marina Zwetajewa widmete: „Ich liebe dich so sehr, dass selbst ich sorglos und gleichgültig bin …“ Sascha schweigt lange am anderen Ende der Leitung. Er lächelt glücklich und warm in die Dunkelheit der Nacht.
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