Eine Zusammenfassung von „Die Wolke“ von Arkadi Strugazki
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Das 1986 erschienene Science-Fiction-Drehbuch „Cloud“, basierend auf der Novelle „Die hässlichen Schwäne“, zeichnet sich durch seine einzigartige Atmosphäre aus, die von Untergang und Hoffnung zugleich geprägt ist. Ein entscheidendes Detail dieses Werkes ist, dass die Autoren die mysteriösen Mutantenmücken vollständig aus der Handlung entfernten und Cloud selbst zur Hauptverkörperung der nahenden Zukunft machten.
Ankunft von Professor Nordland
Meteorologieprofessor Nurlann kehrt in seine Heimatstadt zurück, die in Dunkelheit und Feuchtigkeit gehüllt ist. Seit Monaten hängt eine ungewöhnliche Wolke über den Häusern. Unaufhörlicher Regen prasselt herab und macht das Leben der Stadtbewohner zu einer endlosen Wasserqual. Nurlann trifft in einer schwarzen Limousine ein, eskortiert von Soldaten. Der Oberst fordert von dem Wissenschaftler ein entschlossenes Vorgehen. Der Professor hat fünfundvierzig Artilleriegranaten mitgebracht, gefüllt mit einem giftigen Koagulationsmittel. Diese Chemikalie ist in der Lage, jegliche Aerosolbildung auf einer Fläche von mehreren zehn Quadratkilometern zu zerstören.
Nurlann untersucht Fotos der Anomalie. Er sieht, wie die Wolke buchstäblich durch die Betonwände mehrstöckiger Gebäude sickert. Der ihn begleitende Inspektor entpuppt sich als ein alter Freund des Professors namens Brun. Einst ein talentierter Dichter, arbeitet er nun als einfacher Arzt. Unterwegs werden sie Zeugen einer seltsamen Prozession von Menschen in Chlamydien. Brun erklärt, dass es sich um Kultisten handelt. Sie haben ihre Häuser verlassen und nennen sich „Lämmer des Jüngsten Gerichts“.
Konflikt mit der ehemaligen Familie
Ein Professor versucht, seine Ex-Frau Laura zu besuchen. Ihre luxuriöse Wohnung steht in krassem Gegensatz zu der Verwüstung, die die Straßen heimsucht. Das Treffen findet in Anwesenheit eines Anwalts statt und eskaliert schnell zu einer Konfrontation. Laura hasst ihren Ex-Mann und verlangt, dass er offizielle Dokumente unterschreibt. Plötzlich ist aus dem Inneren der Wohnung das Geräusch von zerbrechendem Glas zu hören. Irma rebelliert offen gegen ihre Mutter. Der fassungslose Nordland unterschreibt die Papiere und eilt davon.
Spät am Abend fährt ein Wissenschaftler im strömenden Regen. Er beobachtet, wie zwei große Männer einen Teenager brutal zusammenschlagen. Nurland greift sich ein Brecheisen und eilt ihm zu Hilfe. Einer der Angreifer entpuppt sich als Profikämpfer und streckt den Professor mit einem kräftigen Schlag nieder. Die Räuber verschwinden in der Dunkelheit. Ein geretteter Junge namens Cyprian hilft Nurland auf. Der Professor lädt den durchnässten Teenager in sein Hotelzimmer ein.
Seltsame Kinder der Stadt
Nurlands Tochter Irma erwartet ihn in seinem Hotelzimmer. Die Jugendlichen wirken auffallend kühl und distanziert. Sie diskutieren mit beängstigender Reife über die Primitivität menschlicher Instinkte. Irma und Cyprian laden den Wissenschaftler ein, ihre Altersgenossen kennenzulernen. Die Kinder der Stadt haben sich durch die Anomalie tiefgreifend verändert. Sie sind hochbegabt, gefühlskalt und ihren Eltern völlig fremd geworden.
Am nächsten Tag trifft Nordland einen alten Bekannten. Der ehemalige Richter Hansen irrt nun singend durch die Straßen und bettelt um Getränke. Betrunken jammert Hansen über den endlosen Regen. Er erklärt, die Stadt atme Wasser, und dies sei der Beginn einer völlig neuen Ära. Kurz darauf besteigt Nordland einen Hubschrauber, um die Anomalie aus mehreren hundert Metern Höhe zu beobachten. Das Militär bereitet einen Artillerieangriff vor.
Im alten Schulgebäude trifft der Professor die Jugendlichen der Stadt. Unter ihnen ist Mikkel, der Sohn des gefallenen Richters Hansen. Die Kinder flehen Nordland an, die Bombardierung zu stoppen. Sie behaupten, die Wolke sei lebendig und empfindungsfähig. Sie beschütze sie und bereite sie auf ein neues Leben vor. Die Jugendlichen erklären offen ihren Bruch mit der Welt der Erwachsenen. Sie brauchen keine Vormundschaft mehr und verachten die Grausamkeit der menschlichen Gesellschaft.
Die Unvermeidbarkeit der Zukunft
Der Generationenkonflikt eskaliert. Das Militär gibt den Befehl zur Operation. Chemische Granaten zerreißen den Himmel und versuchen, die dichte Wolke zu zerstören. Die Erwachsenen der Stadt geraten in Panik. Sie versuchen zu fliehen oder zerstören in ihrer Wut alles um sich herum. Die Polizei ist dem allgemeinen Wahnsinn hilflos ausgeliefert. Jugendliche verlassen ihre Häuser endgültig. Irma lässt die verzweifelte Laura zurück, ohne sich umzudrehen. Die Kinder verschwinden im Regen und steuern direkt auf das Zentrum der Anomalie zu.
Der Einsatz eines giftigen Flockungsmittels führt zu unvorhersehbaren Folgen. Die Wolke löst sich nicht auf, sondern verändert sich. Der Regen hört plötzlich auf. Die Stadt liegt in Trümmern, aus denen leuchtend grünes Gras sprießt. Die überlebenden Erwachsenen versammeln sich auf dem Platz. Zerlumpt, schmutzig und verzweifelt starren sie den Professor stumm an.
Nurlann erkennt, dass die Menschheit den Kampf verloren hat. Er hält eine verzweifelte Rede an die unsichtbare Zukunft. Der Professor bekennt die Arroganz, Gier und Grausamkeit seiner Generation. Die Menschen begingen Gräueltaten und versteckten sich hinter hochtrabenden Worten. Der Gelehrte fleht darum, die getäuschte Menge nicht zu bestrafen. Er bietet sich selbst als Opfer an: „Wenn ihr schon Millionen bestrafen müsst, dann bestraft mich allein millionenfach.“
Das Finale
Stille breitet sich aus. Große, weiße Schneeflocken fallen vom wolkenlosen Himmel. In der Ferne ertönt ein klarer Trompetenstoß. Reiter tauchen langsam aus dem Schneegestöber auf. Es sind verwandelte Kinder, die zu vollkommenen Wesen geworden sind. Cyprian, mit seinem jungen blonden Bart, sitzt selbstsicher im Sattel eines schneeweißen Pferdes. Irma, in einem orangefarbenen Overall, galoppiert auf einem kastanienbraunen Hengst und hält vorsichtig eine riesige grüne Libelle in ihrer Hand. Mikkel reitet auf einem schwarzen Pferd und bläst in eine goldene Trompete.
Jugendliche schweben an knienden Erwachsenen vorbei. Sie blicken über die Köpfe ihrer verstorbenen Eltern hinweg. Die Kinder sind ganz in ihre Gedanken und die neue Welt vertieft. Sie bemerken die schmutzigen Ruinen der alten Stadt nicht. Die Zukunft hatte nicht die Absicht, die Menschheit zu verurteilen oder ihr zu vergeben. Sie ging einfach ihren eigenen Weg.
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