„HateLove:
Buch Zwei“ von Anna Jane, Zusammenfassung
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Anna Janes Roman aus dem Jahr 2019 führt die Leser zurück zur Geschichte von Dasha und Dani in einem Moment, in dem ihre einstige Nähe durch Groll, Eifersucht und den Willen anderer zerstört wurde. Dies ist der zweite Band der Reihe, und die Spannung entsteht aus der Kluft zwischen der langjährigen, fast familiären Zuneigung der Figuren und dem gegenseitigen Hass, mit dem sie ihre Liebe nun verbergen.
Die Handlung
Der Prolog stellt Vlad Savitsky vor: In einem lauten Club erleidet er einen schmerzhaften Schlag für seinen Stolz, verliert die Fassung und verwandelt einen persönlichen Groll in Rachegelüste. Diese Szene gibt sofort den Ton für das Folgende vor, denn Vlad erweist sich als ein Mann, der die Schwächen anderer bereitwillig ausnutzt und es liebt, sie zu provozieren.
Die Erzählung kehrt nun zu Dana Matveyev und seiner Erinnerung an Dascha zurück. Er erinnert sich, dass sie seit seiner Kindheit an seiner Seite war, dass er sie stets beschützt hatte und dass seine Gefühle für sie sehr früh entstanden, fast bevor er sie Liebe nennen konnte. Neben diesen Erinnerungen taucht auch Karolina auf: Dana hatte einst beschlossen, auch sie zu beschützen, doch ihre Verbindung zu ihr war von Anfang an anders geprägt und verdrängt Dascha nicht aus seinem Innersten.
Beenden
Dasha lebt in der Gegenwart mit der Überzeugung, dass Dania sie verraten und sich für Karolina entschieden hat. Ihr Schmerz nährt den hartnäckigen Wunsch nach Rache, und sie wendet sich an Vlad Savitsky, in der Hoffnung, sowohl sich selbst als auch Dania zu beweisen, dass sie ihre vergangene Liebe überwinden kann. Vlad lässt sich bereitwillig auf dieses Spiel ein, denn es ermöglicht ihm, zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen: Dasha und die Gelegenheit, Matveyev zu quälen.
Dashas Begegnungen mit Vlad werden zunehmend gefährlicher. Ausflüge, Partys, der Krylia-Club, Gespräche an der Grenze zur Provokation und demonstrative Galanterie enthüllen Savitsky als eine beunruhigende Mischung aus Charme, Berechnung und Grausamkeit. In diesen Momenten bewahrt Danya eine kühle Miene, streitet mit Vlad, geht gefährliche Abkommen mit ihm ein und offenbart immer deutlicher, dass hinter seiner scheinbaren Gleichgültigkeit eine ständige Kontrolle über die Situation steckt.
Der Höhepunkt dieser Phase ist erreicht, als Vlad versucht, eine Grenze zu überschreiten und Dasha zu Zärtlichkeiten zu zwingen. Dania greift ein und rettet sie, woraufhin ihre Beziehung erneut fast unerträglich wird: Dasha hasst ihn für seine vorherige Täuschung, doch in seiner Gegenwart spürt sie immer noch den Schutz, den sie so lange vermisst hatte. Auch Matwejew kann nicht länger verbergen, dass er sie immer noch als seinen größten Schmerz und seine erste Wahl betrachtet.
Annäherung
Das Buch entführt die Figuren in eine fremdartige, fast theatralische Szenerie: eine inszenierte Hochzeit, in die Stas sie hineinzieht. Die Vorbereitungen für dieses Ereignis – der Kauf von Ringen, das Getue im Restaurant, das Tanzen, die gemeinsame Reise und die erzwungene Nähe – lassen die übliche Distanz zwischen Dasha und Danya schwinden. Erneut sind sie gezwungen, sich nah zu sein, über Belanglosigkeiten zu streiten, die Gedanken der anderen mitten im Satz zu erraten und zu erkennen, dass die Gefühle nicht verschwunden sind.
Diese Kapitel sind wichtig, weil die Liebe hier nicht durch laute Liebesbekundungen zurückkehrt, sondern durch den Alltag, körperliche Erinnerungen und alte, fast schon automatische Fürsorge. Dasha erkennt, dass Matwejew ihren Zustand noch immer wortlos erfasst, und Danja findet wieder kurze Momente des Friedens, wenn sie ihm nahe ist und aufhört, ihn von sich zu stoßen. Küsse, Eifersuchtsausbrüche und seltene Waffenstillstände heilen die alte Wunde nicht, aber sie machen die simple Erzählung von der „Verräterin Danja“ nicht mehr ausreichend.
Auch nach den Hochzeitsszenen lässt die Spannung nicht nach. Vlad Savitsky mischt sich weiterhin in ihr Leben ein, und Karolina erkennt zunehmend, dass sie das Bindeglied zwischen alten Lügen und der aktuellen Bedrohung ist. Dasha bemerkt Merkwürdigkeiten, hört Andeutungen, sieht Fotos und Details, die nicht zusammenpassen, und nähert sich allmählich der zentralen Frage: Was genau hat Danya vor ihr verheimlicht und warum hat er so lange gebraucht, um sie und sich selbst zu zerstören?
Geheimnis
Die Antwort findet sich in dem Teil des Romans, in dem Danja endlich die ganze Wahrheit erzählt. Er gibt zu, dass er nach bestimmten Ereignissen gezwungen war, Karolina Liebe vorzutäuschen und vor Dascha eine Affäre zu inszenieren, damit Savitsky ihr näherkommen konnte. Danja erklärt, er habe unter Druck und aus Angst gehandelt: Er sei an Lizas Geschichte erinnert worden, die ihr das Überleben nach dem Unfall und den Verlust ihres Kindes ermöglicht hatte, und er habe panische Angst gehabt, dass auch Dascha unter seinen Entscheidungen und der Grausamkeit anderer leiden würde.
Dieses Geständnis bringt keine sofortige Erleichterung. Für Dasha ist die Wahrheit Gift: Sie erkennt, dass Danya sie wirklich beschützen wollte, aber er tat dies durch Lügen, Demütigungen, Schweigen und den Zerstörung ihres Vertrauens. Zwei Wahrheiten prallen in ihrem Kopf aufeinander – er ist ein Mann, der sie gleichzeitig verraten und gerettet hat, und es ist diese Dualität, die sie härter trifft als jeder vorherige Schlag.
Nach ihrem Gespräch fällt es den Figuren lange schwer, offen miteinander zu reden. Wichtig sind nicht die lauten Gesten, sondern die Szenen, in denen sie nebeneinander sitzen, ihre Wunden versorgen, nach Hause fahren, einkaufen gehen, streiten, sich wieder versöhnen und nach und nach ihr Recht auf Ehrlichkeit zurückgewinnen. Danya entscheidet sich zum ersten Mal ohne Vorbehalt für Dasha, und Dasha hört auf, ihre Gefühle zu verbergen.
Auflösung
Gleichzeitig offenbart Karolinas wahres Gesicht. Zu Beginn des Buches wirkt sie noch wie eine Figur aus einer altmodischen Geschichte, doch gegen Ende wird deutlich, dass ihr Neid, ihr Groll und ihr Wunsch, Dania zu behalten, sie zu einer Teilnehmerin eines gefährlichen Spiels gemacht haben. Vor diesem Hintergrund legt Vlad endlich seine charmante, zynische Maske ab und agiert als Verfolger und Strippenzieher, entschlossen, den Willen anderer zu unterwerfen.
Die letzten Kapitel steuern auf eine direkte Konfrontation mit dieser Lüge zu. Savitsky verliert die Kontrolle, Karolina erleidet eine Niederlage, und das Netz aus Intrigen, Erpressung und Verschweigen zerbricht unter der Last der Wahrheit. Für Dasha und Dani bedeutet dies kein wundersames Vergessen der Vergangenheit, sondern eine schwierige, bewusste Rückkehr zueinander nach all dem, was sie durchgemacht haben.
Im letzten Kapitel und Epilog schlägt die Spannung des Buches in eine ruhigere Richtung um. Dasha und Danya sind bereits zusammen, und ihr Glück wird ohne Effekthascherei vermittelt: durch Ruhe, körperliche Nähe, ein Gefühl von Geborgenheit und das klare Wissen, dass sie denselben Weg gehen. Dies wird besonders deutlich in der Szene mit den Briefen an ihr zukünftiges Ich: Dasha liest einen alten Brief, in dem sie ihn bittet, die Verbindung zu Matveyev aufrechtzuerhalten, und Danya zeigt seine kurze Notiz – „Ich hoffe, sie ist dir anvertraut worden“ – und diese Geste beschließt eine lange Geschichte von Misstrauen, Eifersucht und Angst.
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