„Gestreifter Flug“ von Alexei Kapler, Zusammenfassung
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Das Drehbuch zu dieser skurrilen Komödie entstand 1961. Die Handlung dreht sich um die Ereignisse an Bord eines sowjetischen Frachtschiffs, das Raubtiere transportiert. Der Text diente als Grundlage für den gleichnamigen Film.
Die Verfilmung des Werkes war ein überwältigender Erfolg und lockte fast 46 Millionen Zuschauer in die Kinos. Der Film führte die Kinocharts an und gewann 1973 den renommierten Silbernen Preis beim Internationalen Kinderfilmfestival von Kalkutta.
Teil Eins: Zirkus und Erinnerungen
Die Handlung beginnt im Foyer eines überfüllten Zirkus. Sieben Matrosen verweilen am Buffet und schütteln einem korpulenten Barkeeper namens Shuleikin die Hand. Ein junger Eisverkäufer fragt ihn, woher die Männer ihn kennen. Der Mann antwortet, er kenne sie seit fünf Jahren und beginnt, von vergangenen Tagen zu erzählen.
Im abgelegenen Tropenhafen von Colombo wurde das Frachtschiff „Eugen Onegin“ unter der sengenden Sonne entladen. Shuleikin arbeitete dort im örtlichen Handelsbüro und litt unter der Hitze. Ein Handelsagent überredete den Kapitän des Schiffes, Wassili Wassiljewitsch, eine besondere Deckladung an Bord zu nehmen. Das Schiff lud zwölf Käfige mit zehn Tigern und zwei Löwen. Der Agent registrierte den verängstigten Shuleikin als Dompteur. Selbstsicher erklärte er: „Die Papiere sind in Ordnung!“
Ein Handelsvertreter kündigt die Verladung von 500 Kilogramm Pferdefleisch an. Ein Bambussack wird an Bord gebracht. Der Ausländer übergibt die Ladung als Bonus für einen Großhändler. Unbeaufsichtigt erwacht der Sack zum Leben und verschwindet, was die Bardame Marianna erschreckt.
Konflikte und gerichtliche Disziplinarmaßnahmen
Marianna ist die Nichte des Kapitäns. Das Mädchen ist unverschämt gegenüber Oleg Petrowitsch, dem Ersten Offizier. Der Erste Offizier ist streng, ein Disziplinfanatiker und verachtet Frauen. Oleg Petrowitsch kritisiert Marianna scharf für ihr Aussehen. Der Kapitän ist über das Verhalten seiner Nichte verärgert. Das Mädchen beschwert sich bei ihrem Onkel über sein Nörgeln, gesteht ihm dann aber leidenschaftlich ihre Liebe zum Ersten Offizier. Der Kapitän erinnert sie daran, dass wahre Liebe Heldentaten erfordert.
Auf dem Schiff ereignen sich unerklärliche Vorfälle. Ein Unbekannter verschüttet Tinte im Logbuch. Beim Abendessen ziehen die Matrosen Schrauben und Muttern aus ihren Schüsseln mit Borschtsch. Der Erste Offizier fischt seinen vermissten persönlichen Chronometer aus einem Topf mit heißer Suppe. Oleg Petrowitsch findet seine Kabine verwüstet vor, und ein zerbrochener Globus liegt auf dem Boden. Er gibt Marianna die Schuld an allem.
Makakenjagd und falsche Fährten
Das Rätsel löst sich schnell auf. Der Übeltäter entpuppt sich als ein flinker Schimpanse aus einer gestreiften Geschenktüte. Der Affe schnappt sich einen Feuerlöscher und besprüht Kapitän und Ersten Offizier großzügig mit Schaum. Der Kommandant organisiert eine Jagd nach dem Makaken. Wassili Wassiljewitsch hat einen Plan ausgeheckt, begibt sich in die Mitte des Decks und stößt dort auf das Tier. Der Schimpanse betätigt geschickt die Ladewinde, woraufhin das Seil den Kapitän am Knöchel packt und ihn direkt in die offene Luke schleudert. Bootsmann Jelissei Stepanowitsch wirft eine Plane über seinen Vorgesetzten, in der Annahme, den Unruhestifter gefasst zu haben.
In diesem Moment erreicht der Affe die Dampfsirene und erfüllt das Deck mit ihrem schrillen Pfeifen. Später lockt der Erste Offizier den Schimpansen heimlich in seine Kabine und versteckt ihn in einem Kleiderschrank.
Um Oleg Petrowitsch zu ärgern, näht Marianna Polster in Form von Krallen. Nachts kriecht sie auf allen Vieren über Deck und hinterlässt falsche Fußspuren. Der Erste Offizier überrascht das Mädchen mit einer Feuerwehraxt. Eine heftige Rolle schleudert Marianna direkt in seine Arme. Ein schwarzer, schmutziger Fleck erscheint auf der weißen Jacke des Ersten Offiziers. Oleg Petrowitsch lässt die Übeltäterin laufen und beweist damit seine Milde. Der Kapitän erfährt von dem Streich und lässt seine Nichte verhaften.
Einweisung und Rollkäfige
Der vermeintliche Tigerbändiger Shuleikin gibt der Mannschaft eine lächerliche Einweisung. Er zeigt den Seeleuten eine Querschnittzeichnung eines Tigers. Die Zeichnung hebt Hinterteil, Gesäß und Leber hervor. Der Mann prahlt damit, dass die Tiere unter seiner Obhut zu sanften Lämmern geworden seien. Plötzlich stürzt sich ein riesiger Tiger mit einem ohrenbetäubenden Gebrüll auf die Gitterstäbe des Käfigs und zwingt den Prahler, sich mit seinem Aktenkoffer zu schützen.
Matrose Motja bietet an, Pfeffer aus der Speisekammer zu holen, da Marianna panische Angst vor Mäusen hat. Der junge Mann kehrt beladen mit Rattenfallen zurück, die Sidorenko aufgestellt hat.
Ein freiheitsliebender Makake merkt sich das dreimalige Klopfen des Ersten Offiziers. Draußen angekommen, schiebt der Affe mühelos die massiven Riegel der Tigerkäfige zurück. Die riesigen Katzen verteilen sich langsam über das Schiff. Ein Raubtier versucht, in den engen Funkraum einzudringen, während zwei Matrosen Mühe haben, die Tür zuzuhalten. Der Funker sendet verzweifelt eine Gefahrenmeldung. Eine zweite Gruppe Raubtiere besetzt die Kombüse. Die Tiger laufen über verstreute Eier und sind mit Mehl bedeckt. Der Koch sitzt seufzend auf dem Dach, eine Schöpfkelle umklammernd.
Während einer heftigen Seelawine gerät der Bootsmannskäfig unkontrolliert ins Rollen und kollidiert mit dem Käfig des zitternden Schuleikin. Die Wagen hängen abwechselnd über dem Meer und rollen dann zurück. Im Angesicht des Todes bereut Schuleikin aufrichtig seine Tat gegenüber dem Bootsmann und ruft: „Ich bin eigentlich Verpflegungsmitarbeiter!“ Er gesteht, dass er einfach nur so schnell wie möglich nach Odessa wollte. Kurz darauf werfen die Matrosen dem Bootsmann ein starkes Seil zu, und seine Kameraden sichern beide Käfige.
Foreign Tamer und das Finale
Ein Hubschrauber erscheint am Himmel. Ein professioneller Tiertrainer landet an Bord. Er trägt Lackstiefel und einen Tigerfellumhang. Lautstark fragt er nach dem Aufenthaltsort des Tieres und lässt seine Peitsche knallen. Gehorsam strömen die Raubtiere von allen Seiten zum Hubschrauber.
Plötzlich springt die Handlung zu dem Moment, als sich die Mannschaft vom Ersten Offizier trennte. Oleg Petrowitsch verlässt das Schiff für immer. Er sucht nach Marianna, sieht aber stattdessen Schuleikin in einem weißen Kittel, der gekonnt Wurst schneidet.
Inzwischen tauchen drei nasse Tiger an einem überfüllten Strand in Odessa auf. Die Tiere verscheuchen alle Badegäste. Einer der Tiger leckt ein weggeworfenes Eis, während ein anderer an einem dicken Mann schnüffelt, der unter einer Zeitung schläft. Marianna zieht die Tiger an ihren Seilen zurück. Sie beschwert sich, dass sie ihretwegen zu spät zu Oleg Petrowitschs Abschiedsfeier kommen wird.
Der erste Offizier steigt die Gangway hinunter. Ein Makake in einer gestreiften Weste folgt ihm mit einem Koffer. Außer Atem geht Marianna zu den Tigern an Bord, doch Matrose Knysh teilt ihr mit, dass sie zu spät ist. Das Mädchen schluchzt bitterlich am Geländer, überzeugt, dass all ihre Hoffnungen zunichte gemacht wurden.
Fünf Jahre später beendet der Barkeeper Shuleikin seine Geschichte. Ein feierlicher Marsch hallt aus der Arena. Der dicke Mann stürmt in den Saal und zerrt den neugierigen Eisverkäufer mit sich. Die Arena ist mit massiven Stangen für die Auftritte der Raubtiere ausgestattet. Die gesamte Schiffsbesatzung sitzt in der ersten Reihe. Das Mädchen bemerkt, dass Oleg Petrowitsch und Marianna fröhlich neben den Seeleuten sitzen.
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