„Roter Platz“ von Yuli Dunsky, Zusammenfassung
Automatische übersetzen
Yuli Dunskys Werk, entstanden um 1970, beschreibt getreu und ehrlich die schwierige Entstehung der Roten Arbeiter- und Bauernarmee. Besonders faszinierend ist die offene Darstellung des erbitterten Konflikts zwischen den altgedienten Berufsoffizieren und den spontanen Massen revolutionärer Soldaten, die jegliche militärische Disziplin ablehnten. Die Handlung bildete die Grundlage für den bekannten sowjetischen Zweiteiler „Roter Platz“ von Wassili Ordynski aus dem Jahr 1970. Der Film wurde für seine groß angelegten Schlachtszenen und die subtilen psychologischen Darstellungen der Schauspieler, die die Schöpfer der neuen Armee eindrücklich verkörperten, hoch gelobt.
Rückkehr von der Front
Die Erzählung beginnt mit einer feierlichen Parade auf dem Kopfsteinpflaster vor dem Kreml. Das Dröhnen der Kettenfahrzeuge und das Dröhnen der Panzermotoren wecken Erinnerungen an das ferne Jahr 1918. Damals wurde die militärische Macht des Landes geboren. Ein Zug fährt durch die verschneiten Weiten. Auf den roten Güterwagen sind Schilder zu sehen: „Vierzig Mann oder acht Pferde“.
Die Waggons transportieren Infanterie – erschöpfte, demobilisierte Soldaten, die aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehren. Sie singen Lieder und freuen sich auf die baldige Rückkehr zu ihren Familien. Der junge bolschewistische Kommissar Dmitri Amelin versucht, für Ordnung zu sorgen. Die Soldaten sind äußerst aggressiv. Sie verprügeln den Bahnhofsvorsteher brutal, weil er den Zug verspätet hat. Amelin beendet die Lynchjustiz und ruft spontan zu einer Kundgebung auf.
Stiefel für Freiwillige
Der Kommissar drängt die Frontsoldaten eindringlich, sich der Roten Armee anzuschließen. Seine leidenschaftlichen Reden verhallen ungehört. Die Soldaten sehnen sich verzweifelt nach Frieden. Der überzeugte Anarchist und Matrose Wolodja gerät in einen offenen Streit mit dem Kommissar. Die Situation wird durch die List des Esten Uno gerettet. Er bemerkt Amelins gute englische Stiefel. Uno streut ein Gerücht unter den Soldaten: Jeder Freiwillige soll die gleichen Stiefel erhalten. Die Verlockung, hervorragende Stiefel zu bekommen, überwiegt die Strapazen der Schützengräben. Die Soldaten melden sich massenhaft freiwillig. Amelin ist über diese pragmatische Vorgehensweise empört. Der Kommissar ist der Ansicht, dass Soldaten verpflichtet sind, für eine große Idee zu dienen, nicht für Profit. Trotz der Meinungsverschiedenheiten wird die Einheit aufgestellt.
Der Eid und die Neue Ordnung
Im Moskau des Frühjahrs 1918 leisten die ersten Regimenter der Roten Armee an der Kremlmauer ihren Eid. Die Soldaten stellen sich in ordentlichen Rechtecken auf. Wahre Stille herrscht, damit die Tausende zählende Menge Wladimir Lenins Stimme ohne Mikrofone hören kann. Bald darauf erhält Amelins Regiment einen Kommandeur: Nikolai Kutasow, einen ehemaligen Offizier des Zarenreichs und Militärspezialisten. Diese Ernennung löst unter den Soldaten einen Sturm der Entrüstung aus. Kutasow führt mit harter Hand Disziplin durch. Er verbietet Soldatenversammlungen und zwingt die Soldaten, vorschriftsmäßig zu salutieren. Die Rotarmisten sehen ihren Kommandeur als Klassenfeind. Auch Amelin begegnet dem ehemaligen Adligen mit großem Misstrauen.
Persönliches Drama
Die Beziehung zwischen Kommissar und Kommandant wird durch die Ankunft von Natascha, Kutasows junger Frau, verkompliziert. Sie backt süße Kekse, schafft im Hauptquartier eine heimelige Atmosphäre und versucht, die Männer zu versöhnen. Schon bald gesteht sie ihrem Mann, dass der aufrichtige Amelin, dessen Gesicht Aljoscha Karamasow ähnelt, warme Gefühle in ihr weckt. Eine unausgesprochene Dreiecksbeziehung entsteht. Amelin versucht, die Befehlskette aufrechtzuerhalten, doch Natascha weint und sorgt sich vor jedem Angriff zutiefst um das Leben des jungen Kommissars. Kutasow ist sich dieser Sympathie sehr wohl bewusst. Diese Erkenntnis macht seine Gespräche mit Amelin noch kälter und angespannter.
Kampf um den Übergang
In den blutigen Kämpfen mit den Weißen Garden unter Admiral Koltschak schwindet das gegenseitige Misstrauen allmählich. Kutasow beweist herausragendes taktisches Talent. Geschickt positioniert er Maschinengewehre und schützt die Leben seiner Soldaten. Amelin erkennt, dass der Krieg nicht allein mit revolutionärem Enthusiasmus gewonnen werden kann; die junge Armee braucht erfahrene Militärspezialisten. Kommandant und Kommissar beginnen, einander zu vertrauen. Die entscheidende Schlacht entbrennt um eine strategisch wichtige Brücke. Der Panzerzug „Roter Warjag“ befindet sich im Zentrum des Geschehens. Diese stählerne Festung eröffnet das Feuer auf den Feind.
Lokomotivenstreik
Auf dem Feld brennen Panzerwagen der Weißen Garden, doch die feindliche Infanterie weicht nicht zurück. Der Feind ist entschlossen, den hartnäckigen sowjetischen Panzerzug um jeden Preis zu vernichten. Die Weißen schicken ein Brandschiff – eine schwere, leere Lokomotive mit klemmender Pfeife – auf die Gleise. Mit einem markerschütternden Heulen rast die Lokomotive mit hoher Geschwindigkeit in die Waggons des Roten Warjag. Eine ohrenbetäubende Explosion ist zu hören. Amelin, der auf der Trittstufe des Waggons stand, erleidet eine schwere Gehirnerschütterung. Der Kommissar fällt bewusstlos zu Boden.
Die Rettung des Kommissars
Der Este Uno und der Matrose Wolodja eilen ihrem Kommandanten zu Hilfe. Sie untersuchen Amelin rasch. Seine Kleidung ist blutfrei, und sein Herz schlägt. Seine Kameraden legen den reglosen Kommissar auf den eisernen Wagen. Im unaufhörlichen Dröhnen der Artilleriegranaten und dem Pfeifen der Kugeln betätigt Uno mit aller Kraft den Hebel des Wagens. Der kleine Wagen bringt den traumatisierten Amelin von der brennenden Brücke fort. Die Soldaten riskieren ihr Leben, um den Mann zu retten, der zum wahren Gewissen ihres Regiments geworden ist.
Gedächtnis im Quadrat
Die Erzählung springt in die Zukunft. Der Autor schildert kurz den Kampfverlauf der Armee über die Jahrzehnte: Zusammenstöße mit chinesischen Generälen 1929, Panzerangriffe am Chalchin Gol und die verheerenden Granatensalven der Garde gegen faschistische Truppen. Ein Kommandant und ein Kommissar beobachten diese Siege unsichtbar von einem hohen Hügel aus. Heute steht der grauhaarige Marschall Stassow – unter diesem Namen ist der gealterte Kutassow abgebildet – auf dem Podium des Mausoleums. Stolz betrachtet er die mächtigen Raketensysteme. Auch Amelin ist auf dem Platz präsent. Eine schwarze Marmorplatte in der Kremlmauer trägt die kurze Inschrift: „Amelin Dmitri Sergejewitsch. 1895–1921.“ Der junge Kommissar gab früh sein Leben für seine Republik, doch sein unbezwingbarer Geist blieb für immer in den Reihen der Armee erhalten.
- Poetische Anthologien, zweibändiges Genie und ein Abenteuerroman über Lenin unter den Gewinnern des Big Book
- Im Tscheljabinsker Haus zeigte der Schauspieler die Regiearbeit der Kammertheater-Schauspielerin "Ich warte auf dich, Geliebte …"
- Jaroslaw Amelin hält einen praktischen Workshop zur Landschaftsfotografie ab
- Борис и Глеб
- День святого Олафа
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?