„Tod eines Maschinisten“ von Alexander Mindadze, Zusammenfassung
Automatische übersetzen
„Tod eines Maschinisten“ ist ein Drehbuch des sowjetischen Dramatikers Alexander Mindadze, geschrieben für Regisseur Wadim Abdraschitow bei den Mosfilm Studios. Es erzählt die Geschichte vom Tod des Maschinisten Jewgeni Timonin und die darauffolgenden Ermittlungen, die nicht nur einen Schuldigen, sondern eine Kette von Fahrlässigkeit und menschlicher Ohnmacht offenbaren.
Frühmorgens kollidiert ein Personenzug mit sechs Flachwagen, die den Safonowskaja-Hügel hinabgerollt sind. Lokführer Timonin bleibt im Führerstand und stirbt – sein Assistent Gubkin springt im letzten Moment heraus. Fahrgäste klettern auf den Bahndamm und warten in der Nähe des Zuges, während Traktoren die Gleise räumen. Unter ihnen ist der Journalist und Wirtschaftswissenschaftler Malinin, der eigentlich auf einer anderen Geschäftsreise war. Er wird unfreiwillig Zeuge des Unglücks und bleibt schließlich freiwillig in der Stadt N., um einen Artikel über den Heldenmut des Lokführers zu schreiben.
Ermittlungen in einer Provinzstadt
Der Ermittler German Ivanovich Jermakov befindet sich zufällig ebenfalls in der Stadt N. Da er versehentlich mit Malinin in einem Hotelzimmer gelandet ist, führt er die Ermittlungen im Rahmen seiner dienstlichen Pflichten durch. Jermakov besichtigt methodisch den Unfallort zusammen mit dem Depotmanager Golovan und Gubkin, der einen zweiten Sprung aus der fahrenden Draisine vorführt, um den genauen Hergang des Geschehens zu demonstrieren.
Nach und nach kommen Details ans Licht. Der Fahrdienstleiter Pjotr Filippowitsch Pantelejew, der in jener Nacht auf dem Safonowski-Gleis im Dienst war, gibt zu, anstelle der vorgeschriebenen zwei Bremsklötze nur einen unter den Bahnsteigen angebracht zu haben – und zwar seit 1947, ebenso wie seine Nachfolger. Die Aussage der Weichenstellerin Worobjowa, die mit dem Bremsklotz herbeieilte, um die rollenden Bahnsteige anzuhalten, widerlegt die Version des alten Mannes, er habe „einen zweiten Bremsklotz heruntergezogen“. Unter dem Druck des Verhörs gesteht Pantelejew schließlich, woraufhin er eine Hirnblutung erleidet und im Krankenhaus stirbt.
Gubkins Bremsen und Stille
Unterdessen stellt Jermakow fest, dass Timonins Elektrolokomotive das Depot mit einem defekten Notbremssystem verlassen hatte: Die Anzeige des Geschwindigkeitsmessers zeigt einen unzureichenden Geschwindigkeitsabfall beim Bremsen. Das bedeutet, dass der Lokführer selbst bei rechtzeitiger Reaktion den Zug nicht im erforderlichen Moment anhalten konnte.
Gubkin platzt zunächst während eines Gesprächs „auf der Bank“ heraus, dass der Kompressor nicht den richtigen Druck erzeugte. Doch während des offiziellen Verhörs widerruft er seine Aussage vollständig, bezeichnet sie als betrunkenen Unsinn und wiederholt stur, dass alles einwandfrei funktionierte. Ermakov versteht, dass der junge Mann eingeschüchtert ist, aber er kann ihn nicht brechen.
Die Witwe und der Druck der Stadt
Timonins Witwe, Larisa Wassiljewna, arbeitet als Kellnerin im Restaurant Kavkazsky. Während des Verhörs sagte sie aus, dass sich ihr Mann am Tag vor seinem Tod seltsam verhalten habe: Er habe den ganzen Heimweg geschwiegen und sie dann an der Tür umarmt, als wolle er sich verabschieden. Sie ist überzeugt, dass er eine Vorahnung seines Todes hatte. Trotz ihrer äußerlichen Ruhe brach die Witwe am Ende des Gesprächs in Tränen aus und verlor das Bewusstsein.
Später sucht sie selbst Jermakow in einem Restaurant auf und fordert ihn auf zu gehen: Ihrer Meinung nach sei „die ganze Stadt“ gegen die Ermittlungen – Pantelejew sei bereits tot, Zhenja könne nicht zurückgebracht werden, und niemand kümmere sich um die Schuldigen. Der stille Druck auf den Ermittler wächst: Es klingelt im Raum – und es herrscht Stille.
Malinin und Ermakov: Ein Streit über Recht und Gewissen
Der Journalist Malinin verfasst einen Artikel, in dem er Timonin als Helden preist. Jermakow liest den fertigen Artikel und entfacht eine offene Debatte: Er ist der Ansicht, solche Artikel zeichneten ein „verzerrtes Bild des Lebens“ und hielten die Menschen davon ab, Verantwortung zu übernehmen. Malinin entgegnet: Es gäbe viele Staatsanwälte, aber keine Verteidiger; allein schon wegen der Rente seiner Mutter und der Wohnung seiner Witwe lohne es sich, den Artikel zu schreiben.
Ihr Konflikt spitzt sich zu: Ermakov bezeichnet Malinin als „das Hauptübel“, der die Menschen mit seinen Fabeln täuschen könne, und geht, wobei er sich im letzten Moment zurückhält. Das Zusammenleben zweier Menschen mit unterschiedlichen Gerechtigkeitsvorstellungen wird zu einem wiederkehrenden Thema der Geschichte.
Finale: Rallye und Wald
In der Stadt finden eine Kundgebung und die Enthüllung eines Denkmals für die beiden Timonins statt – den Vater Michail, der nach dem Krieg starb, und den Sohn Jewgeni. Ein Fernsehteam unter der Leitung von Marina filmt Golowanow, der von seiner lebenslangen Verbundenheit mit der Familie erzählt. Unterdessen dauern Jermakows Ermittlungen noch an: Der Lokomotivausfall ist zwar nachgewiesen, doch Gubkin hat seine Aussage offiziell widerrufen, und Pantelejew ist tot.
Die ehemaligen Passagiere des Unglückszuges versammeln sich zu einem Gedenkspaziergang im Wald. Unter ihnen sind Malinin und Marina. Sie schlendern den Pfad entlang und begegnen anderen Beteiligten des Unglücks von damals: Einige frühstücken auf einer Lichtung, andere pflücken Himbeeren, wieder andere schlafen. Malinin streckt sich im Gras aus. Der Wald ist erfüllt von Stimmen.
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?