Zusammenfassung von „Die Seelenwanderung“ von Gleb Golubev
Automatische übersetzen
Dieses 1976 erschienene Buch erzählt die Geschichte der Entlarvung eines gerissenen Betrügers, der mit dem populären Thema der Reinkarnation Profit machte. Das Werk schildert den Konflikt zwischen der nüchternen Argumentation eines Psychologen und der erstaunlichen Leichtgläubigkeit gewöhnlicher Menschen gegenüber paranormalen Phänomenen.
Mysteriöser Selbstmord in Genf
Ein alter Freund des Psychologieprofessors Maurice und seiner Frau Claudine kommt zu Besuch. Jean-Paul Groener, der kantonale Polizeipräsident, bittet den Professor häufig um Hilfe bei der Aufklärung komplexer Betrugsfälle. Der Polizeipräsident ist ratlos angesichts des rätselhaften Selbstmords eines jungen Schuhlieferanten namens Rudi Baumann. Der kräftige junge Mann erhängte sich auf einem winzigen Dachboden in der Rue des Grottes.
Der junge Mann hinterließ einen Abschiedsbrief auf dem Tisch. Darin beklagte sich Rudi über sein ärmliches Dasein und freute sich auf angenehme Wiedergeburten. Ein Polizist fand in dem Zimmer Zeitungsausschnitte über Vorträge des indischen Yogis Professor Brahmacharya. Rudi hatte dessen Vorträge in Bern dreimal besucht und seiner Vermieterin begeistert von seiner bevorstehenden Wiedergeburt erzählt. Groener bittet den Spezialisten, den Betrüger zu stoppen. Ein schlechtes Beispiel kann andere, leicht beeinflussbare Schweizer schnell anstecken.
Pseudowissenschaftliche Rechtfertigungen für Wunder
Maurice und Groener sind geschäftlich verreist. Claudine studiert sorgfältig die Unterlagen ihres Mannes. Seit Langem sammelt er in einem grauen Ordner Zeitungsartikel über die Seelenwanderung. Die Artikel sind voll von aufsehenerregenden Geschichten über die Amerikanerin Ruth Simmons. Unter tiefer Hypnose erinnerte sie sich detailliert an ein früheres Leben im fernen Irland als Bridey Murphy. Die Autoren der Publikationen liefern raffinierte Erklärungen für die Unsterblichkeit der menschlichen Psyche. Professor Donald Raine von der Universität Greyburg bringt die ständige Teilung lebender Zellen mit der Seelenwanderung in Verbindung.
Zeitungen zitieren vollmundig die authentischen neurochirurgischen Experimente des kanadischen Arztes Penfield. Er stimulierte die Temporallappen der Gehirne seiner Patienten mit einem schwachen elektrischen Strom. Dieser Strom rief lebhafte, vergessene Erinnerungen hervor. Journalisten zitieren die Experimente des Schweden Hidén. Sie behaupten kategorisch, dass genetische Erinnerungen auf molekularer Ebene an die Nachkommen weitergegeben werden. Claudine erkennt mit wachsender Besorgnis die Macht solcher Täuschung. Die wissenschaftlich fundierten Texte wirken auf Laien durchaus überzeugend. An diesem Abend fährt das Paar zum Lausanner Business Club, um einem lang erwarteten Vortrag eines indischen Gastredners beizuwohnen. Wegen eines starken, eisigen Windes kommt der Wagen nur sehr langsam voran. Sie schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Vortrag.
Rede eines indischen Gastes
Der Fernsehabend wird von dem gutmütigen, korpulenten Emil Arvid moderiert. Dieser Mann war zuvor von Maurice erfolgreich wegen schwerer Alkoholsucht behandelt worden. Der kleine Clubsaal ist bis auf den letzten Platz mit einem lärmenden Publikum gefüllt. Professor Brahmacharya selbst erscheint auf der Bühne, in einem langen weißen Gewand und mit Turban.
Der Gast beginnt seinen Vortrag mit einem sanften Verweis auf die Basreliefs des javanischen Tempels Borobudur. Er erklärt den psychologischen Effekt des Déjà-vu als plötzliche Erinnerung an vergangene Zeiten. Maurice ist empört und schnaubt laut. Der Dozent verknüpft gekonnt wissenschaftliche Fakten mit okkulter Fiktion. Nach Abschluss der Theorie geht der Hindu zu faszinierenden praktischen Experimenten über.
Der Professor bittet mutige Freiwillige auf die Bühne. Maurice springt als Erster hervor. Der gerissene Magier beseitigt ihn jedoch nach einem kurzen Gespräch hinter einem geschlossenen Vorhang. Für die mystische Begegnung wählt er eine junge Frau, Jeanne Barroux, und einen älteren Mathematiklehrer, Paul Domberg, genannt „Kopernikus“. Beide erhalten eine dickflüssige, dunkle Flüssigkeit, die sie aus Kristallgläsern trinken sollen. Die Freiwilligen legen sich auf Liegen und fallen gehorsam in einen tiefen, hypnotischen Schlaf.
Die Reisen der Seelen in vergangenen Jahrhunderten
Um die Strenge des Experiments zu gewährleisten, wird ein angesehenes Beobachterkomitee gebildet. Maurice drängt sich hartnäckig in dieses Komitee. Arvid wird dessen Vorsitzender. Die Beobachter teilen die verschiedenen historischen Epochen zu. Jeanne erhält das knifflige Jahr 1291. Dies ist eine raffinierte Prüfung ihres Wissens über die Legende von Wilhelm Tell. Das Mädchen beschreibt sich selbst als junge Silberpappel in einer stillen Schlucht.
Die Ingenieurin wird daraufhin gebeten, sich an Ereignisse aus dem 20. Jahrhundert v. Chr. zu erinnern. Zhanna verwandelt sich augenblicklich. Sie gibt sich als prähistorische Frau namens Lam zu erkennen. Lam lebt in einer Pfahlbauweise inmitten eines tiefen Sees. Sie näht Pelzkleidung mit Knochennadeln und träumt unaufhörlich von der Jagd. Gebannt lauscht das Publikum den realistischen Schilderungen des harten Lebens in der Antike.
Einem Mathematiklehrer wird die turbulente Mitte des 17. Jahrhunderts zugeteilt. Domberg atmet schwer in der tropischen Hitze. Er beschreibt das Leben in grausamer Gefangenschaft bei französischen Piraten in der Karibik. Der alte Mann schildert fachkundig das Krängen eines Segelschiffs und die strengen Regeln für die Aufteilung der Beute. Als die Kommission das erste Jahrhundert v. Chr. benennt, fährt seine Seele in den Körper einer jungen Dienerin von Königin Kleopatra. Das Mädchen, einen Fächer in der Hand, segelt auf einer luxuriösen Galeere den Nil hinauf.
Öffentliche Aufdeckung der Täuschung
Maurice unterbricht die langwierige Darbietung entschieden und tritt nach vorn auf die Bühne. Der Wissenschaftler kündigt den Einsatz klassischer Suggestion für einen bestimmten Zeitraum an. Unter dem Vorwand einer Auswahl entlockt der Dozent den Freiwilligen hinter dem Vorhang ihre Lieblingsfilme und -bücher. Domberg verschlang als Kind die berühmten Romane über den edlen Hauptmann Blood. Er sah sich die beliebte Farbverfilmung von Kleopatras Abenteuern an. Jeanne erinnerte sich an die realistischen Museumsmodelle von Höhlenmenschenlagern.
Der Hindu hatte den schlafenden Freiwilligen zuvor die nötigen lebhaften Bilder eingepflanzt. Er verknüpfte jede zugewiesene Rolle mit einem bestimmten Satz. Sobald der Hypnotiseur das Audio-Passwort hörte, tauchte der Freiwillige in die ihm zugewiesene Fantasie ein. Um bestimmte Daten sicher zu umgehen und historische Fehler zu vermeiden, hatte der Magier Ersatzinstanzen vorbereitet. Schließlich kann eine stumme Pappel unmöglich die Geschichte des bewaffneten Aufstands in den Schweizer Kantonen erzählen.
Um seine These zu untermauern, wiegt Maurice den Organisator der Vorlesung in den Schlaf. Auf den donnernden Befehl „Aufgepasst!“ verwandelt sich Herr Arvid in einen arroganten römischen Patrizier. Gnaeus Cornelius Gracchus verfolgt gebannt die brutalen Rennen der schnellen Quadrigas. Diese dynamische Szene ist direkt dem Hollywood-Film „Ben Hur“ entnommen. Als die Komiteemitglieder den Dezember 1602 nennen, murmelt der Gelehrte: „Ruhe, Ruhe.“ Diese historische Epoche ist mit der berühmten nächtlichen Verteidigung Genfs gegen den Einfall des verräterischen Herzogs von Savoyen verbunden. Der leicht beeinflussbare, korpulente Mann entzieht sich der gefährlichen Notwendigkeit, diese Ereignisse in der Stadt zu beschreiben. Er erstarrt augenblicklich und erklärt sich selbst zu einer hundertjährigen Eiche.
Nachdem Maurice den Bann des Gastes gebrochen hat, holt er Emil Arvid aus seiner Hypnose. Der Organisator erinnert sich an nichts von dessen ungewöhnlichem Verhalten auf der Bühne. An der Tür des leeren Saals tritt er an Claudines Mann heran und stellt ihm eine beunruhigende Frage. Arvid ist verwirrt über die Angriffe auf den armen Yogi. Die durchgeführten Experimente scheinen ihm ein unumstößlicher Beweis für die Theorie der Seelenwanderung zu sein. Maurice erkennt mit komischem Entsetzen seinen ungeheuren pädagogischen Fehler. Er hatte Arvid in den Schlaf versetzt, bevor die ausführlichen öffentlichen Erklärungen beginnen konnten. Dem leicht beeinflussbaren, dicken Mann war für immer die Gelegenheit genommen worden, die strenge Logik der Aufdeckung eines zynischen Betrugs zu hören.
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?