„Grundlagen der bildenden Künste“ von Radmila Fedotova, Zusammenfassung
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Dieses Zeichenlehrmittel verbindet die Standards der akademischen Malerei mit esoterischen Praktiken der psychophysischen Entwicklung. Der Malprozess wird als Mittel zur Harmonisierung der inneren Welt des Künstlers und als direktes Werkzeug zur Heilung des physischen Körpers betrachtet.
Organisation des Bildungsprozesses
Die Ausbildung ist als Kurs aufgebaut. Das Programm umfasst 24 praktische Unterrichtseinheiten. Jede Einheit dauert eine Unterrichtsstunde. Zunächst lernen die Studierenden die Theorie kennen, anschließend folgen praktische Übungen. Der Unterricht beginnt mit den Grundlagen. Die Studierenden erlernen die Materialwahl, die richtige Handhaltung und machen sich mit der Bleistifttechnik vertraut. Künstlerische Werkzeuge erfordern sorgfältige Beachtung: Es werden Bleistifte unterschiedlicher Härte, hochwertige Radiergummis und dickes Papier verwendet. Die richtige Werkzeugwahl bestimmt direkt das Endergebnis der Zeichnung. Das Endergebnis hängt stets von den gewählten Materialien ab.
Gesetze der Perspektive sowie des Lichts und Schattens
Weitere Ausbildungsstufen widmen sich den Regeln der dreidimensionalen Darstellung auf einem flachen Blatt Papier. Ein Künstler muss die Prinzipien der Fluchtlinien und des Horizonts sicher beherrschen. Die lineare Perspektive ermöglicht die realistische Darstellung geometrischer Formen wie Würfel, Pyramiden und Zylinder. Fluchtlinien treffen sich stets in einem Punkt am Horizont. Objekte erscheinen optisch kleiner, je weiter sie sich vom Betrachter entfernen. Eine korrekte perspektivische Konstruktion erzeugt eine realistische Tiefenillusion.
Schraffur und Schattierung
Zwei Haupttechniken dienen der Darstellung von Volumen. Schraffieren bedeutet, dünne, sich kreuzende Linien unterschiedlicher Stärke aufzutragen. Schattieren entsteht durch das Verreiben des Graphits mit einem weichen Pad, um einen gleichmäßigen Ton zu erzielen. Mechanisches Schattieren sollte unbedingt vermieden werden. Die Form des Objekts bestimmt stets die Strichrichtung. Licht, Schatten, Glanzlichter und Reflexionen verleihen den gezeichneten Objekten visuelle Präsenz. Auf der dunklen Seite des Würfels erscheint die Kante neben der beleuchteten Fläche deutlich dunkler.
Regeln für die Bildkomposition
Die Idee zu einem Gemälde entsteht aus einem einfachen Detail. Ein Lichtstrahl bildet oft die Grundlage für die gesamte Bildkomposition. Künstler streben nach einem Gleichgewicht zwischen Form und Farbe. Ein Blatt Papier wird grob in vier gleich große Teile unterteilt. Die so entstehenden Quadrate müssen sich in ihrer Bildwirkung ergänzen. Die Suche nach kompositorischer Ausgewogenheit dauert so lange an, bis alle Elemente der Leinwand optisch harmonisch wirken.
Bild der Natur und der Elemente
Besonderes Augenmerk wird auf die Darstellung von Flora und Naturphänomenen gelegt. Der Aufbau von Bäumen, Sträuchern und Blumen erfordert ein genaues Studium. Blätter, Blütenblätter und Ebereschenzweige setzen ein Verständnis ihrer komplexen dreidimensionalen Struktur voraus.
Wasser und Wolken
Die Darstellung des Wasserzustands verändert sich mit seiner Bewegung. Eine ruhige Oberfläche wirkt wie ein perfekter Spiegel und erzeugt ein klares, umgekehrtes Spiegelbild. Ein fließender Fluss zerlegt die Spiegelung in Farbbänder. Der Künstler malt Wolken mit sorgfältiger Beachtung der Luftperspektive. Je weiter die Wolken entfernt sind, desto kleiner erscheinen sie dem Betrachter. Wolkenformen sind oft unten flach und oben voluminös und gewölbt.
Anatomie des Menschen
Die Darstellung der menschlichen Figur erfordert die Einhaltung strenger Regeln. Der Künstler orientiert sich stets an den Referenzproportionen des erwachsenen Körpers. Die Proportionen von Männern und Frauen unterscheiden sich deutlich. Mithilfe dieser Referenz vermittelt der Künstler dann gekonnt die individuellen Merkmale eines bestimmten Modells. Der Augenabstand, die Schädelbreite und die Kinngröße bestimmen die Einzigartigkeit des Gesichts.
Gesicht und Kopf
Das Gesicht wird anhand einer zentralen Symmetrieachse konstruiert. Augen, Nase, Lippen und Ohren werden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet: Frontalansicht, Profil und Dreiviertelansicht. Die Ohren liegen, von vorn betrachtet, exakt in derselben Ebene wie das Gesicht. Die Nase hebt sich auf dem Papier durch die helle Fläche auf dem Nasenrücken und die tiefe Schattierung darunter deutlich ab. Für die Augen müssen Iris und Pupille eingezeichnet werden.
Hände und Füße
Das Zeichnen von Händen erfordert genaue Kenntnisse der Grundproportionen der Handfläche. Der Handrücken wird als Rechteck konstruiert. Der Mittelfinger ist der längste. Ring- und Zeigefinger sind gleich lang. Der kleine Finger reicht nur bis zum letzten Gelenk des Ringfingers. Füße sind leichter zu zeichnen, da sie deutlich weniger komplexe Bewegungen ausführen. Die Kenntnis der vier Grundtypen von Füßen ermöglicht es dem Künstler, eine gehende oder stehende Person frei darzustellen. Die Beinachse fällt oft nicht mit der Wadenachse zusammen. Der Oberschenkel ist leicht nach innen zur Körperachse geneigt.
Emotionen und Zustände vermitteln
Zeichnen weckt positive Gefühle und hilft, negative Erfahrungen vollständig zu neutralisieren. Die bewusste Darstellung von Freude erweckt diese Freude aktiv im Künstler. Dynamische Meditation durch Zeichnen hilft, einen Ausweg aus schwierigen Lebenssituationen zu finden. Kreativität wird so zu einem zuverlässigen Mittel gegen starken Stress. Künstler werden ermutigt, häufiger Bilder der Ruhe, Sensibilität und des Friedens zu zeichnen.
Aquarellmaltechniken
Nachdem man den Umgang mit dem Bleistift beherrscht, geht die Ausbildung zur Malerei über. Klassische Maltechniken erfordern eine spezielle Technik. Aquarell zeichnet sich durch seine Transparenz und Leichtigkeit aus. Für die Aquarellmalerei benötigt man weiche Pinsel und spezielles strukturiertes Papier.
Klassische Malmethoden
Die Grisaille-Technik ermöglicht es Schülern, mit nur einem Farbton zu malen. Monochromatische Malerei erlaubt eine intensive Auseinandersetzung mit Hell-Dunkel-Kontrasten ohne die Ablenkung durch komplexe Farben. Bei der Nass-in-Nass-Malerei wird die Farbe auf feuchtes Papier aufgetragen, um weiche, verschwommene Übergänge zu erzielen. Sanfte Übergänge eignen sich ideal für neblige Naturszenen. Die A-la-prima-Malerei zeichnet sich durch schnelles Malen in einer kurzen Sitzung aus. Diese rasche Malweise bewahrt eine frische Perspektive.
Blumenmalerei
Die Pflanzenwelt bietet dem Künstler eine unermessliche Farbvielfalt. Sonnenblumen Schritt für Schritt in Aquarell zu malen, erfordert Geduld. Zuerst fertigt man eine leichte Bleistiftskizze an. Diese Skizze positioniert den Blumenstrauß harmonisch auf dem Papier. Anschließend werden dünne Schichten Aquarellfarbe aufgetragen. Die endgültige Farbharmonie im Gemälde hängt von der persönlichen Wahrnehmung des Künstlers ab.
Psychophysischer Einfluss der Farbe
Kreativität hat einen direkten Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Die Verwendung leuchtender Farben hilft dem Künstler, innere Balance zu finden. Jedes innere Organ besitzt seine eigene Farbstrahlung. Indem man diese Strahlung durch Farbe auf Leinwand verändert, kann man körperliche Beschwerden lindern. Zeichnen zerstört nicht die Persönlichkeit. Zeichnen offenbart die besten Aspekte der Seele. Der Besuch von Ausstellungen und der Kauf von Gemälden ist gleichbedeutend mit dem Erreichen von Unsterblichkeit. Der Betrachter nimmt die Energien, die dem fertigen Werk des Künstlers innewohnen, unmittelbar auf.
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