„Station für Zwei“ von Emil Braginsky und Eldar Ryazanov, Zusammenfassung
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Die Filmnovelle entstand 1982 durch das Autorenduo. Das Buch ist ein literarisches Drehbuch für einen Film. Der Text beschreibt detailliert die Geschichte einer zufälligen Begegnung zwischen einem Großstadtmusiker und einer Kellnerin aus der Provinz, vor dem Hintergrund des unaufhörlichen Treibens eines kleinen Bahnhofs. 1982 wurde ein gleichnamiger Film gedreht, der beim Publikum großen Erfolg feierte. Er lief im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes 1983 und wurde für die Goldene Palme, die höchste Auszeichnung des Festivals, nominiert.
Eine Haftstrafe absitzen und ein Konflikt in einem Restaurant
Die Handlung beginnt an einem verschneiten Winterabend. In einer Strafkolonie verbüßen die Häftlinge ihre Strafen. Die diensthabenden Offiziere zählen die Gefangenen. Platon Sergejewitsch Rjabinin ist ein sanftmütiger, schüchterner Mann von etwa vierzig Jahren. Ein höherer Offizier überbringt Platon unerwartete Neuigkeiten: Seine Frau ist zu Besuch im Dorf. Der Häftling weigert sich, sie zu empfangen. Der Gefängnisdirektor stellt ihm jedoch einen Hafturlaub bis zum Morgen aus. Unterdessen weist der Offizier Platon an, ein Akkordeon abzuholen, das der Reparateur Iwan Gerassimowitsch gerade repariert. Platon hat kein Recht, sich zu weigern. Der diensthabende Wärter ermahnt den Häftling streng. Zu spät zum Morgenappell zu erscheinen, gilt als Fluchtversuch. Platon geht im Wind die verschneite Straße entlang und erinnert sich an die Ereignisse des letzten Sommers.
In jenem Sommer reiste Platon mit dem Schnellzug nach Gribojedow. Am Bahnhof von Sastupinsk betrat der Pianist mit seinem Koffer das Bahnhofsrestaurant. Er weigerte sich, das Mittagessen zu essen. Borschtsch und Kotelett schmeckten ihm ungenießbar. Die Kellnerin Vera verlangte eine Rechnung über 1 Rubel und 20 Kopeken. Platon blieb standhaft und weigerte sich, für das unberührte Essen zu bezahlen. Vera versperrte ihm den Weg und rief Polizeileutnant Nikolascha. Aufgrund dieses Streits fuhr der Zug ohne Platon ab. Rjabinin gab Vera das Geld. Die verärgerte Frau warf das Wechselgeld auf den Bahnsteig.
Passverlust und nächtliches Umherirren
Kurz darauf traf Veras vertrauter Schaffner Andrei zu Besuch ein. Der Zug hatte nur wenige Minuten gehalten. Das Paar beschloss, sich in sein Abteil zurückzuziehen. Andrei bat Platon, zwei Koffer mit Chardzhui-Melonen zu bewachen. Vorsichtshalber nahm der Schaffner dem Musiker seinen Pass ab. Die Liebenden stritten sich im Waggon. Vera rannte auf den Bahnsteig. Der Zug fuhr mit Andrei und dem gefälschten Dokument ab. Rjabinin war außer sich vor Wut. Ohne Pass wurde ihm der Zutritt zum Hotel verweigert.
Platon rief zu Hause in Moskau an. Vera belauschte das Gespräch und erfuhr von der misslichen Lage des Musikers. Rjabinin gestand Vera, gegen seine Reisebeschränkungen verstoßen zu haben. Er hatte die Schuld für einen tödlichen Verkehrsunfall auf sich genommen. Das Verbrechen war von seiner Frau, einer Fernsehmoderatorin, begangen worden. Der Pianist verließ heimlich die Hauptstadt. Er wollte seinen betagten Vater vor dem Prozess ein letztes Mal sehen. Vera erkannte, dass sie indirekt für Platons Notlage verantwortlich war und beschloss, dem illegalen Reisenden zu helfen.
Die Kellnerin versuchte, Platon in einen für ausländische Touristen reservierten Raum zu bringen. Marina, die diensthabende Beamtin, lehnte dies entschieden ab. Auch ein Freund, Leutnant Nikolasha, konnte ihn nicht in eine Zelle unterbringen. Die Gitterstäbe waren von weiblichen Häftlingen belegt. Vera und Platon verbrachten die Nacht auf den harten Bänken im Warteraum. Die Frau kramte die Reste eines Restaurantessens aus ihrer Tasche. Die beiden neuen Bekannten inszenierten eine improvisierte „Hochzeit“ und tranken Champagner direkt aus der Flasche. Am Morgen bemerkte Platon, dass seine Brieftasche fehlte. Sie war ihm in der Nacht zuvor von Dieben auf dem Bahnhof gestohlen worden.
Markthandel und musikalisches Abendessen
Ryabinin war mittellos. Vera brachte die Koffer voller Melonen zu einem Händler namens „Onkel Mischa“. Onkel Mischa zwang den kultivierten Pianisten, Obst auf dem Markt der Kolchose zu verkaufen. Platon verkaufte die Melonen für anderthalb Rubel pro Kilogramm. Er ertrug die harschen Beschimpfungen verärgerter Kunden. Vera, die hinzugekommen war, manipulierte geschickt die Marktbesucher. Sie provozierte einen Streit mit den Nachbarn am Stand. Eine Kellnerin überlistete den Tomatenverkäufer und brachte ihn dazu, alle Melonen im Großhandel aufzukaufen. Das Paar verdiente zwar kein Geld, war aber eine schwere Last los.
An diesem Abend lud Vera Platon zum Essen in ein Restaurant ein. Sie wollte selbst bezahlen. Bei ihrer Kollegin Violetta bestellte sie Cognac und Kiewer Huhn. Rjabinin ging ins Direktorenbüro. Dort schaltete er den Fernseher ein und sah sich den Wetterbericht an. Seine schöne Frau moderierte die Sendung. Der Musiker war nun endgültig von der Selbstsucht seiner Frau überzeugt. Sie hatte ihm ruhig erlaubt, für seine Karriere ins Gefängnis zu gehen. Am Restauranttisch setzte sich Platon ans Klavier. Er spielte ein Chopin-Nocturne. Der Restaurantmusiker Schurik erlaubte Platon, sich Stücke vom Publikum zu wünschen. Der Pianist verdiente genug, um die Rechnung zu bezahlen.
Versöhnung auf dem Bahnsteig und ein sibirisches Date
In jener Nacht wanderte das Paar entlang der Bahngleise. Vera führte den Pianisten in einen leeren, mit weichen Sitzen ausgestatteten Waggon. Sie küssten sich. Die beiden verbrachten die Nacht in benachbarten Abteilen und unterhielten sich durch die dünne Trennwand. Vera gestand Platon offen ihre aufrichtigen Gefühle.
Am Morgen betrat Andrei, der Schaffner, das Restaurant. Er brachte neue Koffer mit österreichischen Stiefeln. Der Schaffner gab Platon seinen Pass zurück. Sofort brach ein Streit zwischen den Männern aus. Der große Andrei besiegte den kultivierten Musiker mühelos. Vera beendete ihre Affäre mit Andrei endgültig. Sie kaufte Platon eine Fahrkarte für einen Sammelwagen nach Gribojedow. Das Paar verabschiedete sich auf der Brücke über die Gleise. Platon bestieg den abfahrenden Zug. Im letzten Moment sprang er von der Stufe und rannte zurück zu der weinenden Vera.
Die Handlung setzt in der Winternacht ein. Nachdem Platon neun Kilometer durch einen Schneesturm gelaufen war, fand er die Hütte des Handwerkers Iwan Gerassimowitsch. Dieser nahm das reparierte Akkordeon entgegen. Rjabinin begab sich zur Adresse in der Lesnaja-Straße. Im erleuchteten Zimmer des Holzhauses war ein prächtig gedeckter Tisch. Anstelle seiner Frau aus der Hauptstadt betrat Wera den Raum. Die Kellnerin war gekommen, um ihren Geliebten im kalten Sibirien zu besuchen. Sie bewirtete den hungrigen Platon mit Hühnerbrühe, Kartoffelpuffern und Apfelkuchen. Die Liebenden verbrachten eine glückliche Nacht, sprachen über ihr gemeinsames Leben und kauften ein Klavier.
Eine verzweifelte Reise zu den Toren der Kolonie
Am Morgen erwachten Platon und Vera panisch. Die Uhr zeigte zwanzig vor sieben. Rjabinin drohte mit einer verlängerten Haftstrafe, da sie zu spät kamen. Sie stürmten aus der Hütte und rannten die Straße entlang. Vera nahm dem Mann das schwere Akkordeon ab und trug es auf ihren Schultern. Platon brach im Schnee zusammen und weigerte sich vor Erschöpfung, weiterzugehen. Der Versuch, einen vorbeifahrenden GAZik anzuhalten, scheiterte. Ein Fahrgast in einem dunklen Mantel weigerte sich, den Sträfling mitzunehmen.
Die Kolonietore waren nur wenige Meter entfernt. Die Uhr schlug acht. Vera zwang den erschöpften Platon, seinen Koffer zu öffnen. Der durchgefrorene Pianist legte sich in den Schnee. Er spannte den Blasebalg seines Instruments. Der Morgenappell im Lager war beendet. Der diensthabende Offizier meldete Rjabinins Verschwinden seinem Vorgesetzten. Plötzlich drangen Musikklänge durch die frostige Luft zum Exerzierplatz. Der ranghöchste Offizier lauschte der Melodie. Erleichtert meldete er: „Nein, er ist da! Er ist zurück!“
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