Eine Zusammenfassung von Michail Bulgakows „Der große Kanzler“
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Dieses Buch ist ein früher Entwurf des berühmten Romans „Der Meister und Margarita“, an dem der Autor von 1928 bis 1934 arbeitete. Der Text besticht durch seine lebendige Schilderung der Entstehung der bekannten Handlung. Woland, Margarita und der Meister, der in dieser Version oft einfach als Dichter bezeichnet wird, treten bereits in der Geschichte auf. Einige Figuren tragen andere Namen, und manche Ereignisse verlaufen völlig anders als im fertigen Werk.
Treffen an den Teichen des Patriarchen
Die Geschichte beginnt an einem warmen Frühlingsabend an den Teichen des Patriarchen. Michail Alexandrowitsch Berlioz, Sekretär des Schriftstellerverbandes, und Iwan Nikolajewitsch Popow, Dichter, sitzen auf einer Bank. Der Dichter schreibt unter dem Pseudonym Besdomny. Gierig nippen sie an warmem Fruchtwasser. Lebhaft diskutieren sie über ein neues antireligiöses Gedicht.
Plötzlich setzt sich ein mysteriöser Fremder zu ihnen. Er unterbricht unsanft das Gespräch. Der Fremde beweist die Existenz Gottes. Dann prophezeit er Berlioz’ baldigen Tod. Die Todesursache sei, dass eine gewisse Annuschka bereits Sonnenblumenöl gekauft und verschüttet habe. Der Fremde behauptet, persönlich bei Pontius Pilatus’ Verhör anwesend gewesen zu sein. Wenige Minuten später rennt Berlioz zum Drehkreuz. Er rutscht auf den Straßenbahnschienen aus. Die Straßenbahn enthauptet ihn vor den Augen des Komsomol-Führers.
Wahnsinn in der Hauptstadt
Der schockierte Iwan Besdomny versucht, den Fremden zu verfolgen. Dieser geht seelenruhig mit seinen seltsamen Begleitern fort: einem verdächtigen Regenten in einer karierten Jacke und einer riesigen schwarzen Katze. Die Verfolgung verläuft völlig erfolglos.
Ivan gerät in absurde Situationen. Er bricht in die Wohnung eines anderen in der Ostoschenka-Straße ein und nimmt dort aus unerfindlichen Gründen eine Kerze mit. Der Dichter verliert beim Schwimmen in der Moskwa seine Kleidung und ist gezwungen, die schmutzige Unterwäsche eines anderen zu tragen. So verkleidet macht er sich auf die Suche nach den Mördern im Kreml.
Währenddessen versammeln sich Schriftsteller im Restaurant des Gribojedow-Hauses und warten auf ihre Führung. Bald erfahren sie die schreckliche Nachricht vom Tod Berlioz’ und ihres Freundes Zyganski.
Der Kabarettregisseur Stjopa Lichodejew erwacht mit einem furchtbaren Kater in der Wohnung, die er mit Berlioz teilte. Der Ausländer, den er gestern getroffen hat, steht plötzlich vor ihm. Er stellt sich als Doktor Woland vor und zeigt ihm einen unterschriebenen Vertrag für seine Auftritte. Kurz darauf erscheinen ein karierter Korowjew und eine riesige schwarze Katze. Sie erklären, Stjopa brauche frische Luft. Der Regisseur wird auf mysteriöse Weise nach Wladikawkas transportiert. Dort begegnet er dem Liliputanischen Puls und fällt vor Entsetzen in Ohnmacht.
Nikanor Iwanowitsch Bosoi, Vorsitzender der Wohnungsbaugenossenschaft, besichtigt die leerstehende Wohnung. Korowjew überredet ihn, die Wohnung an Woland zu vermieten, und steckt dem Hausverwalter unauffällig ein hohes Bestechungsgeld zu. Bosoi versteckt das Geld in der Toilette.
Nach einem telefonischen Hinweis von Korowjew wird kurz darauf sein Haus durchsucht. Sowjetische Rubel werden auf mysteriöse Weise in Dollar umgetauscht, und Nikanor Iwanowitsch wird verhaftet.
Der Theaterfinanzdirektor Rimski und der Verwaltungsleiter Warenucha erhalten verzweifelte Telegramme von Stjopa aus Wladikawkas. Warenucha begibt sich zur Polizei, um die Dokumente zu übergeben. In einem Park wird er von zwei Handlangern Wolands brutal zusammengeschlagen. Sie nehmen ihm alle Unterlagen ab und verschleppen ihn an einen unbekannten Ort.
Eine Zaubersitzung und ihre Folgen
An diesem Abend findet im Kabarett eine Zaubershow statt. Woland sitzt ruhig auf einem Stuhl. Sein Gefolge vollbringt unglaubliche Wunder. Der karierte Fagot-Koroviev und die Katze führen Kartentricks vor und zaubern dann einen wahren Geldregen herbei.
Der Zeremonienmeister Melusi versucht, die Ereignisse mithilfe wissenschaftlicher Hypnose zu erklären. Daraufhin springt ihn die Katze an und reißt ihm den Kopf ab. Das Publikum fleht um Gnade. Die Katze gibt ihren Kopf zurück, und die Zuschauer schnappen sich gierig die frisch vom Himmel fallenden Goldmünzen.
Nach der Vorstellung ist Rimsky allein in seinem Büro. Da erscheint Warenukha. Die Verwaltungsangestellte verhält sich äußerst unnatürlich und schmatzt unaufhörlich. Rimsky bemerkt, dass Warenukha keinen Schatten wirft. Dem Regisseur wird klar, dass er einem echten Vampir gegenübersteht. Rimsky erbleicht vor Entsetzen.
Unterdessen wird Iwan Besdomny in Professor Strawinskys psychiatrische Klinik eingeliefert. Der Arzt überzeugt den Dichter überzeugend, sich behandeln zu lassen. In der Nacht erscheint Woland in Iwans Zimmer. Er setzt seine unterbrochene Geschichte über Pontius Pilatus und Jeschua Ha-Nozri fort.
Ein Besuch in der Klinik und neue Gäste in der Wohnung
Am nächsten Tag trifft Berlioz’ Onkel Latunsky in seiner Wohnung ein. Er kommt aus Kiew und ist begierig darauf, die leerstehende Wohnung zu beziehen. Er begegnet dem weinenden Korowjew. Plötzlich taucht eine sprechende Katze mit Brille auf und nimmt ihm den Pass ab. Ein rothaariger Zwerg namens Fiello, der Glöckchen trägt, stößt seinen Onkel die Treppe hinunter und schlägt ihm mit einem gekochten Huhn auf den Hals. Fiello wirft Latunskys Habseligkeiten grob die Treppe hinunter. Entsetzt flieht sein Onkel zurück nach Kiew.
Bald darauf trifft der Cabaret-Barkeeper Barsky ein. Er beschwert sich über das Falschgeld. Das Geld des Publikums vom Vortag ist zu Schredderpapier geworden. Woland kritisiert ihn wegen des Störs, der nicht mehr frisch ist. Da wird das Geld des Barkeepers, direkt in seiner Tasche, wieder echt.
Auf dem Heimweg verwandeln sie sich jedoch wieder in Zeitungsfetzen. Barskys Hut verwandelt sich in eine kratzende Katze.
Die Verklärung der Margarita und der große Ball
Margarita Nikolajewna, die sich nach ihrem Geliebten sehnt, sitzt auf dem Boulevard. Sie sieht den Trauerzug für Berlioz. Dann begegnet sie Fiello, der ihr ein gewagtes Angebot macht. Er verspricht ihr ein Treffen mit dem Dichter. Fiello gibt ihr eine Zaubercreme. Nachdem sie diese aufgetragen hat, verwandelt sich Margarita in eine Hexe und kann fliegen.
Margarita fliegt unsichtbar auf einem Besen aus dem Fenster. Sie richtet in der Wohnung ihrer streitsüchtigen Nachbarin Pelageja Pawlowna ein heilloses Durcheinander an. Sie zerstört Straßenlaternen in der Arbatstraße. Margarita fliegt aus der Stadt zum Fluss. Dort nimmt sie an einem nächtlichen Hexensabbat teil. Anschließend kehrt die gesamte Gesellschaft in fliegenden Autos nach Moskau zurück.
Margarita betritt Wolands Wohnung durch den Kamin. Ein ausgelassenes Fest der finsteren Mächte ist im Gange. Sie sieht unzählige seltsame Gestalten. Die Gäste trinken und tanzen im purpurnen Licht des Kamins. Woland empfängt Margarita in seinem Schlafzimmer. Der abgetrennte Kopf des Barons von Meisen wird in die Halle gebracht. Der Baron hatte versucht, die finsteren Mächte auszuspionieren. Sein Blut verwandelt sich in seinem Schädel in Wein.
Nach dem Ball verlangt Margarita die Rückkehr ihres Geliebten. Wolands Schergen bringen den kranken Dichter eilig zurück. Er sieht furchtbar verängstigt aus. Der Teufel gibt ihnen ihren alten Keller zurück. Er verbannt den neuen Mieter, Ponkovsky, für immer daraus. Woland schenkt dem Dichter einen schwarzen Revolver.
Chaos, Brände und Vergiftungen
Wolands Gefolge beginnt offen Chaos zu stiften. Korowjew und Behemoth richten in einem Laden auf dem Smolensker Markt Verwüstung an. Die Katze frisst Mandarinen und einen ganzen Hering aus Kertsch. Dann zünden sie das Gebäude an.
Bald darauf gerät auch Gribojedows Haus in Brand. Das unzertrennliche Paar speist dort im Restaurant. Ein als Pirat verkleideter Kellner serviert ihnen Bier, verschwindet aber kurz darauf spurlos. In ganz Moskau brechen gewaltige Brände aus. Woland und seine Diener sitzen auf einer hohen Terrasse und beobachten gelassen den Untergang der Stadt.
Am Morgen erscheint Azazello im Keller der Liebenden. Er bietet ihnen Wein an. Das Getränk ist vergiftet. Der Dichter und Margarita fallen tot um. Sofort werden sie in einem neuen, mystischen Körper wieder zum Leben erweckt. Azazello zündet ihren Keller an. Die Dreifaltigkeit erhebt sich in den Himmel.
Über Moskau fliegend, nimmt der Dichter für immer Abschied von der Stadt. Er wird Zeuge von Panik und Bränden. Unterwegs rettet Margarita einen kleinen Jungen vom Balkon eines brennenden Hauses. Auf den Sperlingsbergen versuchen bewaffnete Männer in Booten und Flugzeugen, sie aufzuhalten. Die ohrenbetäubenden Pfiffe von Behemoth und Korowjew vernichten ihre Verfolger im Nu.
Der letzte Flug und die Vergebung
Die Reiter verlassen die Hauptstadt. Sie galoppieren schnell über das nächtlich erleuchtete Land. Ihr Aussehen verändert sich dramatisch. Korowjew erscheint als trauriger, purpurner Ritter. Die Katze verliert ihr komisches Aussehen völlig. Woland selbst fliegt in schwarzem Samt, ein schweres Schwert tragend.
Sie erreichen eine felsige Schlucht. Pontius Pilatus ist dort seit fast zweitausend Jahren gefangen. Sein treuer Hund Banga weicht nicht von seiner Seite. Der Prokurator leidet unter Schlaflosigkeit und Reue.
Woland erklärt Pilatus für vergeben. Der ehemalige Prokurator eilt den mondbeschienenen Pfad entlang, um Jesus zu begegnen. Woland teilt dem Dichter sein zukünftiges Schicksal mit. Der Dichter hat die ewige Ruhe erlangt. Die gesamte Gesellschaft verlässt für immer die Welt der Lebenden.
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