„Eine Uhr für Herrn Kelly“ von Arkady und Georgy Vainer, Zusammenfassung
Automatische übersetzen
Dieses Buch ist das literarische Debüt des renommierten Autorenduos, der Brüder Arkadi und Georgi Vainer. Es erschien 1967 und stellt den Lesern Stanislaw Tichonow vor, einen jungen Inspektor der Moskauer Kriminalpolizei. Die Handlung basiert auf einem wahren Kriminalfall aus der Polizeikarriere von Ermittler Arkadi Vainer, der persönlich einen Betrug mit wertvollen Uhrenteilen aufdeckte. Die Autoren schildern die Arbeitsweise der sowjetischen Polizei detailgetreu und ergänzen den Text durch lebendige Dialoge und eine spannende Detektivgeschichte.
Die Geschichte wurde bereits zweimal verfilmt. 1979 drehte Regisseur Samvel Gasparov den Film „Das Armutszertifikat“. Später, im Jahr 2016, wurde die Kriminalgeschichte in die Fernsehserie „Ermittler Tichonow“ integriert.
Fußgängerkollision
Die Handlung beginnt an einem sonnigen Tag in Moskau. Ein Wolga-Auto erfasst einen älteren Fußgänger. Polizeihauptmann Sergei Prichodko, im Dienst, trifft am Unfallort ein. Im Krankenhaus untersucht er die Habseligkeiten des Opfers. Dabei findet er eine schwere Glasflasche Corvalol. Darin befinden sich zehntausend winzige Metallteile. Ein Experte der wissenschaftlich-technischen Abteilung stellt fest, woher diese Teile stammen: Es sind Unruhen für eine brandneue Stolica-Armbanduhr. Das Opfer entpuppt sich als der 67-jährige Porfiry Korzhaev. Der alte Mann bestreitet, dass ihm der wertvolle Fund gehört, behauptet, er gehöre jemand anderem, und verlässt fluchtartig das Krankenhaus.
Zurück in seinem alten Zimmer erkennt Korzhaev sein Versagen. Hastig verfasst er einen verschlüsselten Brief. Der alte Mann schickt ihn an einen gewissen Dzhaga. Der Text enthält die Bitte, Chromoi dringend vor einer drohenden Gefahr zu warnen. Kurz darauf klingelt es an der Tür. Ein adretter junger Mann mit Brille erscheint auf der Schwelle. Der Fremde gibt sich als Inspektor der OBKhSS (Abteilung zur Bekämpfung der Veruntreuung sozialistischen Eigentums) aus. Er führt eine illegale Durchsuchung durch. Korzhaev verlangt seinen Ausweis. Der Verbrecher zieht einen schweren Schlagring und tötet Korzhaev mit einem Schlag auf den Nasenrücken.
Die Polizei findet die Leiche eines alten Mannes. Die Ermittler decken die wahre Identität des Mörders auf: Korzhaev ist ein erfahrener, zwielichtiger Geschäftsmann aus Odessa mit mehreren Vorstrafen. Im Grab seiner Frau entdecken die Ermittler eine eiserne Kiste. Darin versteckt sind große Mengen Bargeld, ausländische Währungen und Diamanten. Die Vorgesetzten beauftragen Hauptmann Prikhodko, in die Hauptstadt zu fliegen. Er muss den Mörder finden und ein Netz aus Diebstählen großen Ausmaßes aufdecken.
Victor Balaschows Konzept
Korzhaevs Mörder kehrt mit dem Flugzeug nach Moskau zurück. Er ist ein gefährlicher Wiederholungstäter mit dem Spitznamen „Krot“. Der Verbrecher heißt eigentlich Gennady Kostyuk. Krot ist von Panik ergriffen und fürchtet jeden Polizisten, dem er begegnet. In der Stadt trifft Krot seinen Chef, Viktor Balaschow. Balaschow betreibt eine Uhrenreparaturwerkstatt mit Garantie. Er hinkt leicht am linken Bein. Der gehbehinderte Balaschow hasst das sowjetische System und hält sich für ein einsames Genie.
Balaschow inszenierte einen Diebstahl von beispiellosem Ausmaß. Seine Handlanger stahlen Gehäuse und Aufzugsmechanismen aus einer Uhrenfabrik. Die Gangster montierten daraus heimlich fertige „Stolitza“-Uhren. Sie planten, eine große Menge im Großhandel an einen ausländischen Schmuggler zu verkaufen. Ein Geschäftsmann namens Max Zinkler, der sich zu Besuch aufhielt, war bereit, eine enorme Summe zu zahlen.
Krot erpresst Balaschow. Bevor er Korschajew tötete, versteckte er sich in einem Schrank. Krot belauschte das Gespräch des alten Mannes mit dem Ausländer. Nun fordert der Gangster ein Drittel aller Deviseneinnahmen. Balaschow gibt sich äußerlich ruhig und gewährt Krot einen Vorschuss. Krot selbst beschließt jedoch, den dreisten Verbrecher unmittelbar nach Abschluss des Geschäfts mit dem Ausländer zu beseitigen.
In Moskau trifft Prikhodko einen alten Freund. MUR-Inspektor Stanislaw Tichonow unterstützt bereitwillig die Ermittlungen. Sie beginnen aktiv nach Dschaga zu suchen, dem Decknamen des Mechanikers Juri Mosin. Dschaga arbeitet in einer Uhrenfabrik und stiehlt regelmäßig versteckte Teile. Später bringt Mosin eine ausrangierte Presse zu Balaschows Datscha außerhalb Moskaus. Im Dorf Schaworonki beginnt er, die fehlenden Uhrengläser auszustanzen.
Beobachtung und Suche
Die Kriminalbeamten prüfen die Krankenakten in den Kliniken. Sie wollen den gelähmten Mitarbeiter identifizieren. Prikhodko verbringt seine Tage damit, die Buchhaltungsunterlagen zu studieren. Er analysiert sorgfältig die Dokumentation von Balaschows Werkstatt. Die Buchhaltungszahlen weisen einen enormen Überschuss bei einigen Teilen und einen Mangel bei anderen auf. Insbesondere fehlen Komponenten für das Modell „Stolitza“.
Polizeikommissarin Valya Radina reist nach Schavoronki. Sie gibt sich als gelangweilte Sommergast aus und mietet ein Zimmer neben Balaschows Grundstück. Valya überwacht eine Müllverbrennung im Nachbarhof und findet Plexiglassplitter in der Asche. Später beobachtet die Kommissarin die Ankunft einer schönen Botin. Diese junge Frau überbringt Balaschow eine Nachricht von Zinkler. Der Ausländer fordert einen sofortigen Warenaustausch.
Tichonow findet die Adresse von Krots Verlobter heraus. Sie heißt Lisa. Der Inspektor spricht mit den Jungen aus der Nachbarwohnung. Die Kinder erzählen ihm von einem mürrischen Mann mit einem Segelboot-Tattoo auf der Brust. Krot hält sich ständig im Haus auf. Lisa hegt schon lange den Verdacht, dass ihr Verlobter in zwielichtige Machenschaften verwickelt ist. Das Mädchen spricht offen mit Tichonow. Sie erwähnt eine schwarze Pistole. Lisa gibt ihm die Adresse einer Holzhütte im Ostankino-Viertel. Dort hatte Krot ein Zimmer bei einem Rentner gemietet.
Angriff während eines Gewitters
Der Maulwurf spürt die Lebensgefahr. Balaschow könnte ihn zu seinem eigenen Schutz der Polizei ausliefern. Der Bandit flieht in sein altes Haus. In der Nacht umstellen Tichonow und Major Scharapow das verfallene Gebäude. Plötzlich bricht ein heftiges Sommergewitter los. Donner grollt. Helle Blitze zucken.
Die Polizei schaltet einen Scheinwerfer ein. Der Lichtstrahl blendet Krot. Der Verbrecher versucht, aus dem Fenster zu springen. Er gerät in Panik. Der Bandit feuert seine Pistole durch die Holztür. Tichonow schiebt ein Brecheisen unter die Tür. Die Beamten treten die Tür ein. Ein Deutscher Schäferhund reißt den bewaffneten Verbrecher zu Boden. Handschellen klirren.
Während des Verhörs präsentiert Tichonow Krot unwiderlegbare Beweise. Der Ermittler zeigt ihm die gestohlenen Sparbücher des ermordeten Korschajew. Der Kriminalbeamte hält einen schweren Schlagring bereit. Der gebrochene Verbrecher fleht um Gnade. Er verrät den genauen Zeitpunkt und Ort von Balaschows Treffen mit Zinkler.
Das Finale auf der Minsker Autobahn
Frühmorgens verlässt ein schneeweißer Wagen ein Hotel in der Hauptstadt. Am Steuer sitzt Max Zinkler. Der Ausländer fährt auf der Minsker Autobahn, verfolgt von Fahrzeugen der Geheimpolizei. Bei Kilometer 108 begegnet der Geschäftsmann Balaschow. Der Gehbehinderte lädt hastig vier Metallkanister auf das Dach des deutschen Wagens. Darin befinden sich Tausende montierte Uhrwerksmechanismen. Balaschow erhält ein schweres Papierpaket mit Geldscheinen. Die Wagen fahren in verschiedene Richtungen davon.
Die Kriminalbeamten nehmen Balaschow sofort fest. Inspektor Tolmatschew filmt den gesamten Vorgang. Zinkler hingegen reist gelassen nach Brest. Der Ausländer ist von seinem Erfolg überzeugt. Zollbeamte fordern ihn auf, eine Erklärung auszufüllen. Dem Beamten fällt das verdächtige Gewicht der Kanister auf. Er bittet den Ausländer, die Dichte des Benzins zu nennen. Der Gewichtsunterschied der Flüssigkeit beweist das Vorhandensein von Schmuggelware. Die Grenzbeamten öffnen den doppelten Boden des Koffers. Darin ist eine große Summe Geld versteckt.
Tichonow verhört Balaschow in seinem Moskauer Büro. Der Ermittler sagt: „Ihre Tricks funktionieren hier nicht.“ Auch Dschaga wird direkt im Flur seiner Wohnung verhaftet. Das Verbrechersyndikat ist vollständig zerschlagen. Am Flughafen bereitet sich Prichodko auf seinen Heimflug vor. Er überwacht die Verladung einer legalen Lieferung sowjetischer Uhren. Diese Exportlieferung ist für einen britischen Käufer, Herrn Kelly, bestimmt.
Adblock bitte ausschalten!
Sie können nicht kommentieren Warum?