School of Rimini – Crucifixion between Saints Peter and Paul and Noli me Tangere Musei Vaticani
Diese Seite existiert aufgrund von Werbeeinnahmen.
Adblock bitte ausschalten!
Adblock bitte ausschalten!
Musei Vaticani – School of Rimini - Crucifixion between Saints Peter and Paul and Noli me Tangere
Ort: Vatican Museums (Musei Vaticani), Vatican.
На эту операцию может потребоваться несколько секунд.
Информация появится в новом окне,
если открытие новых окон не запрещено в настройках вашего браузера.
Для работы с коллекциями – пожалуйста, войдите в аккаунт (in einem neuen fenster öffnen).
Поделиться ссылкой в соцсетях:
Sie können nicht kommentieren Warum?
Christus, nackt und fast schon marmorartig, ist in einer Frontalansicht dargestellt, die seinen Leiden eine geradezu monumentale Würde verleiht. Um ihn herum gruppieren sich verschiedene Figuren. Links steht eine männliche Gestalt mit Bart und in gelbem Gewand, möglicherweise Petrus, der mit einer ausdrucksstarken Geste in Richtung des Kreuzes blickt. Daneben befindet sich eine trauernde Frau, vermutlich Maria, deren Gesicht von tiefer Trauer gezeichnet ist. Sie greift nach dem blutgetränkten Tuch, das vom Kreuz fällt, was die Sinnlichkeit des Leidens betont. Eine weitere weibliche Figur, möglicherweise Maria Magdalena, kniet am Fuße des Kreuzes. Im Hintergrund lassen sich rudimentäre architektonische Elemente erkennen, die den Rahmen der Szene abgrenzen. Über dem Kreuz schweben Engel, die in ihrer Darstellung ebenfalls linear und stark stilisiert sind.
Der untere Bereich kontrastiert stark mit dem oberen. Hier ist die Szene dichter, die Farben dunkler und die Komposition komplexer. Es scheint sich um eine Darstellung des „Noli me tangere“ zu handeln, der Begegnung Jesu mit Maria Magdalena nach seiner Auferstehung. Jesus, hier in einer weniger heroischen Pose, steht vor einem offenen Grab. Maria Magdalena, in einem roten Gewand, neigt sich respektvoll vor ihm nieder. Um sie herum versammeln sich weitere Figuren, deren Identität schwer zu bestimmen ist. Die Landschaft im Hintergrund ist nur grob angedeutet und besteht hauptsächlich aus dunklen Felsen und spärlicher Vegetation.
Ein bemerkenswerter Aspekt ist die deutliche Diskrepanz in der Ausführung der beiden Bereiche. Der obere Bereich wirkt nach einer strengen, fast schon formelhaften Vorlage gemalt, während der untere Bereich einen gewissen Grad an Individualität und Ausdruckskraft aufweist. Dies könnte auf unterschiedliche Hände oder Phasen der Entstehung des Werkes hindeuten.
Die Farbgebung ist insgesamt gedämpft und von goldenen, gelben und roten Tönen dominiert. Die Verwendung von Gold verstärkt den religiösen Charakter der Darstellung und verleiht ihr eine sakrale Aura. Die Komposition wirkt trotz der unterschiedlichen Stile der beiden Bereiche harmonisch und führt den Blick des Betrachters von der Darstellung des Leidens zum Thema der Auferstehung und der Begegnung mit dem auferstandenen Christus. Es liegt nahe, dass hier eine theologische Botschaft vermittelt werden soll: die Verbindung von Leiden und Erlösung, von Tod und Auferstehung.